29.11.2019 | Presseinfo Nr. 47

Rückgang der Arbeitslosigkeit im November

Arbeitslosenzahl im November:                            26.760
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   - 75
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       - 773
Arbeitslosenquote im November:                         10,4%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                          10,4%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              10,7%

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg ist auch im November noch einmal leicht gesunken. Mit einer stagnierenden niedrigen Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent beweist der Arbeitsmarkt Stabilität. Dennoch sehen wir leichte Abkühlungstendenzen. Die Beschäftigung steigt weiter, aber nicht mehr so stark wie zuletzt. Der Bestand an offenen Stellen hat sich reduziert und es nahmen fast 250 Menschen weniger als noch im Vormonat eine neue Arbeit auf “, erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Zum jetzigen Zeitpunkt erkennen wir keine Trendwende am Arbeitsmarkt. Bis zum Jahresende werden wir diesen erfreulichen niedrigen Stand in der Arbeitslosigkeit sicher halten. Mit intensiver Arbeitsmarktpolitik verhelfen wir weiterhin Menschen mit individueller Förderung zu einer neuen Startposition am Arbeitsmarkt. So waren kontinuierlich rund 200 Personen mehr in Weiterbildung als noch im Vorjahr. Je besser die Qualifikation, desto schneller der Wiedereinstieg und Verbleib in Beschäftigung.“


Arbeitslosigkeit

Mit 26.760 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 75 Personen weniger als im Oktober von Arbeitslosigkeit betroffen (-0,3 Prozent). Damit waren in diesem Monat 773 Personen oder 2,8 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet (November 2018: 27.533 Arbeitslose).

Die Arbeitslosenquote liegt wie bereits im Oktober bei 10,4 Prozent. Im November des Vorjahres lag sie bei 10,7 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Die Zugänge in Arbeitslosigkeit insgesamt sind im November um 693 oder 10,6 Prozent niedriger als im Vormonat ausgefallen. Die Zahl der Zugänge ist damit von 6.511 im Oktober auf jetzt 5.818 gesunken.

Von den 5.818 neu gemeldeten Arbeitslosen kamen im November 1.468 aus einer vorhergehenden Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt, 42 oder 2,8 Prozent weniger als im Vormonat. Seit Jahresbeginn haben sich 15.759 Menschen aus dem 1. Arbeitsmarkt arbeitslos gemeldet, 409 mehr als im gleichen Zeitraum 2019. Betrachtet man die einzelnen Wirtschaftszweige, kamen auch im Oktober die meisten Arbeitslosmeldungen wieder aus den Bereichen „Arbeitnehmerüberlassung“, den „Wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Grundstücks- und Wohnungswesen, Rechts- und Steuerberatung, Kfz-Vermietung, Steuerberatung)“ und dem „Handel; Instandhaltung und Reparatur von Kfz.“.

Die Abgänge aus Arbeitslosigkeit insgesamt betrugen im November 5.952. Das waren 1.181 oder 16,6 Prozent weniger Menschen als im Oktober (7.133) und 185 oder 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr (5.670). 1.047 Menschen konnten wegen der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit am 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden, 248 oder 19,2 Prozent weniger zu Oktober und 100 oder 8,7 Prozent weniger als im November 2018. Seit Beginn des Jahres beendeten 12.192 Menschen ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung am 1. Arbeitsmarkt und damit 560 weniger als im gleichen Zeitraum 2018.


Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.096 Personen waren im November 36 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Oktober (2.132). Diese Zahlen liegen um 251 oder 10,7 Prozent unter dem Wert von November 2018 (2.347).

Die Zahl der über 50jährigen Arbeitslosen sank im Oktober um 88 oder 1,1 Prozent auf aktuell 7.996 (Vormonat 8.084) und liegt um 29 (0,4 Prozent) über dem Vorjahreswert (7.967).

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im November im Vergleich zum Vormonat von 4.900 auf jetzt 4.862 (-38). Hier waren im Vorjahresmonat 4.738 Personen arbeitslos gemeldet. In dieser Altersgruppe sind somit 124 Personen oder 2,6 Prozent mehr als im November 2018 arbeitslos gemeldet.

Auch im November ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber Oktober leicht zurückgegangen und liegt aktuell bei 10.937 betroffenen Personen; 37 weniger als im Vormonat (10.974). Der aktuelle Wert befindet sich damit um deutliche 1.222 Personen oder 9,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 11.458 (+74 oder +0,7 Prozent), und damit sind es gegenüber dem November des Vorjahres 186 oder 1,7 Prozent mehr (11.272).


Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im November bei 2,1 Prozent, 0,1 Prozent unter dem Vormonat und der Quote des Vorjahresmonats.

Im aktuellen Monat waren 5.501 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 105 oder 1,9 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Oktober (5.606). Vor einem Jahr, im November 2018, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 88 oder 1,6 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen (5.589).


Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote wie bereits im Vormonat mit 8,2 Prozent. Im Vorjahr lag sie im November noch bei 8,6 Prozent. 

21.259 Personen (+30 und +0,1 Prozent) waren im November in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet (Oktober: 21.229). Im Vergleich zum November 2018 (21.944) sind in der Grundsicherung aktuell 685 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen als vor einem Jahr.


Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an gemeldeten Stellen ist gesunken (-418 zu Oktober) und liegt mit 4.299 mit 439 Stellen unter dem Vorjahresniveau. Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen die meisten wie bereits im Vormonat aus dem Bereich „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“, gefolgt von „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“ und „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“.


Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Oktober gesunken – um 88 Personen oder 0,2 Prozent auf aktuell 36.910 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 411 oder 1,1 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im November gegenüber Oktober gleichbleibend bei 72,5 Prozent (Vergleich Vorjahresmonat: 73,8 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 13,9 Prozent, (Oktober 2019: 14,0 und November 2018: 14,2 Prozent).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.