08.01.2020 | Presseinfo Nr. 2

Jahresbilanz 2019 zum Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Duisburg

- Zahl der arbeitslosen Menschen lag bei 27.831 (- 4,3 %)
- Durchschnittliche Arbeitslosenquote auf 10,8 % gesunken (2018: 11,4 %)
- Beschäftigung wächst weiter (175.307 Beschäftige in Duisburg mit Stand 30.03.2019)
- Langzeitarbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt gesunken (-12%)
- Jugendarbeitslosigkeit um 7,4% reduziert
- Unterbeschätigung geht zurück (-2,6 %)
- Investitionen in Qualifizierung auf hohem Niveau bleiben notwendig

Positiver Trend am Arbeitsmarkt
In 2019 weitere Senkung der Arbeitslosigkeit gelungen

Der Duisburger Arbeitsmarkt zeigte im Jahr 2019 weiterhin eine Entwicklung in die richtige Richtung. Im vierten Jahr in Folge sinkt die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt. Im Jahresdurchschnitt waren 27.831 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote bei 10,8 Prozent, im Jahr 2018 lag sie bei 11,4 Prozent. Zum Jahresende 2019 konnte Duisburg mit 10,4 % die niedrigste Arbeitslosen-quote seit über 20 Jahren verzeichnen.

Die Beschäftigung steigt kontinuierlich, jedoch moderater als in den vergangenen Jahren. Mit 175.307 Beschäftigten zum 30.03.2019 sind am Arbeitsort Duisburg 1.639 oder 0,9 Prozent mehr Menschen als ein Jahr zuvor beschäftigt.

Dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg wurden in der Jahressumme rund 12.000 Stellen neu zur Besetzung gemeldet; mit über 4.554 Stellen sind 1,3 Prozent mehr Stellen im Bestand als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Arbeitskräften aller Qualifikationsstufen bleibt anhaltend hoch.

Von der guten Entwicklung konnten Frauen und Männer, alle Altersgruppen, die Langzeitarbeitslosen, Deutsche und Ausländer profitieren. Auch 1.420 geflüchtete Menschen haben im letzten Jahr ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beendet, 250 mehr als im Vorjahr.

Der Ausbildungsmarkt zeigt immer noch eine starke Differenz zwischen dem Ausbildungsangebot (3.088 betriebliche Ausbildungsstellen) und den Bewerbern (3.740), wenn auch die Anzahl der gemeldeten betrieblichen Stellen angestiegen ist. Erfreulich ist, dass auch die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge gestiegen ist.

"Die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes ist nicht nur das Ergebnis der guten konjunkturellen Lage, sondern vor allem der hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten. So wird sich die Stadt Duisburg weiterhin mit Hochdruck dafür einsetzen, attraktiven Wohnraum zu schaffen, damit Menschen, die in Duisburg arbeiten, auch gerne hier wohnen, aber auch die Unternehmen, die in unserer Stadt wichtige Arbeitsplätze schaffen wollen, bei der Suche nach geeigneten Standorten unterstützen," bilanziert Oberbürgermeister Sören Link.

Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Duisburg, Astrid Neese, über die Arbeitsmarktentwicklung in Duisburg im vergangenen Jahr:

„Im Jahr 2019 ging die Zahl der arbeitslosen Personen in Duisburg weiter zurück. Der positive Trend der vergangenen Jahre hält an, schwächte sich jedoch leicht ab. In den letzten fünf Jahren sank die Arbeitslosenquote von 13,1 % auf 10,8 % im Jahresdurchschnitt. Seit Oktober 2019 liegt sie nun stabil sogar bei 10,4%. Im vergangenen Jahr konnten alle Personengruppen von Entwicklung profitieren, auch Jugendliche, Schwerbehinderte und von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen in Duisburg. Das A und O für eine sichere Erwerbsbiografie bleibt die Qualifizierung. Immer mehr Arbeitsuchende können wir für diese Langfristinvestition gewinnen und für sie die Fort- und Wei-terbildung finanzieren. Unter den arbeitslosen Menschen haben mehr als zwei Drittel keine Berufsausbildung oder sie ist aktuell nicht mehr am Markt gefragt. Doch weniger als 20 Prozent der gemeldeten Stellen liegen im Helfersegment. 68 Prozent aller Stellen richten sich an Fachkräfte. Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg konnten in 2019 mit über 21 Millionen Euro ca. 3.000 arbeitslosen Menschen bei Weiterbildungsaktivitäten fördern. Im letzten Jahr haben wir schon in 180 Fällen die neuen Fördermöglichkeiten nach dem in 2019 in Kraft getretenen Qualifizierungschancengesetz in Unternehmen eingesetzt und deren Beschäftigte für zukünftige Anforderungen qualifiziert. Hier hoffen wir noch auf deutlich mehr Nachfrage durch Unternehmen."

„Dank der neuen Instrumente des Sozialen Arbeitsmarktes ist es in Duisburg gelungen, 644 Langzeitarbeitslose in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren", erläutert Birgit Mölders, stellvertretende Geschäftsführerin des jobcenter Duisburg. „Erfreulich ist hierbei, dass nicht nur gemeinnützige oder öffentliche Arbeitgeber eingestellt haben, sondern in gleichem Maße auch private Unternehmen tätig sind."


Arbeitsmarkt 2019 in Zahlen

Durchschnittlich 27.831 Menschen waren 2019 in Duisburg arbeitslos - dies sind 1.241 Personen oder 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag bei 10,8 Prozent und damit 0,6 Prozentpunkte niedriger als im Durchschnitt des Vorjahres mit 11,4 Prozent. Bei Frauen ging die durchschnittliche Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr um 685 auf 12.804 zurück. 15.026 Männer waren durchschnittlich 2019 arbeitslos, 557 weniger als 2018.

Positiv hat sich die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung am Arbeitsort Duisburg entwickelt. Im März 2019 lag diese bei 175.307 Personen und damit 1.639 Personen höher als im März 2018 (+0,9 Prozent). Die Vollzeitbeschäftigung stieg wie auch die Teilzeitbeschäftigung um 0,9 Prozent.


Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen

Im Jahresdurchschnitt 2019 waren in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) 5.720 Arbeitslose gemeldet, 155 Personen oder 2,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In der Grundsicherung (SGB II) waren im Jahresdurchschnitt 22.111 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 1.396 Personen oder 5,9 Prozent weniger als 2018.


Bewegung auf dem Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit ist kein fester Block. Vielmehr wird erst aus den Zugängen und Abgängen die Bewegung hinter dem jahresdurchschnittlichen Bestand von 27.831 Arbeitslosen ersichtlich. So wurden 2019 insgesamt 70.540 Zugänge in Arbeitslosigkeit bei der Arbeitsagentur und dem jobcenter registriert. Demgegenüber waren 71.367 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen.


Nachfrage nach Arbeitskräften

Rund 12.000 Stellen meldeten Duisburger Unternehmen und Behörden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg von Januar bis Dezember 2019. Der durchschnittlich gemeldete Stellenbestand lag bei 4.554 Stellen; im Vorjahr waren es 4.495.

Die meisten Stellen wurden 2019 für folgende Berufsbereiche gemeldet (Bestand):

Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung (+83 / +17,2 Prozent), Gesundheits-, Soziales, Lehre und Erziehung (+59 / +7,7%), Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit (+14 / +1,4 Prozent) und Bau, Architektur, Vermessung, Gebäudetechnik (+12 / +2,8 Prozent).

Der Fachkräftemangel zeigt sich in vielen Branchen in Duisburg, die Engpässe bei der Personalrekrutierung werden größer. Besetzungsschwierigkeiten sind in folgenden Berufsgruppen besonders spürbar: Alten- und Krankenpflege, Erzieher, Heiler-ziehungspfleger, Sozialpädagogen, Ärzte, Berufskraftfahrer, Ingenieure, Metall-und Elektroberufe, Produktion und Verkauf von Lebensmitteln, Hotel- und Gaststättenbe-reich, sowie im Bereich der IT und Telekommunikationsberufe. Im Handwerk sind insbesondere Anlagenmechaniker Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik gefragt.


Langzeitarbeitslosigkeit

Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 11.328 Personen länger als ein Jahr arbeitslos und damit langzeitarbeitslos, 1.544 Personen oder 12,0 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Durchschnitt waren 40,7 Prozent aller Arbeitslosen in Duisburg langzeitar-beitslos (Vorjahr: 44,3 Prozent). Im Versicherungsbereich (SGB III) waren im Durchschnitt 581 Langzeitarbeitslose gemeldet (-2,1 Prozent gegenüber 2018) und in der Grundsicherung (SGB II) 10.747 (-12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr).


Schwerbehinderte Menschen

Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit Schwerbehinderung verändert sich nur mar-ginal und liegt mit 1.989 im Jahresdurchschnitt um 2,4 Prozent niedriger als im Vorjahr. Rund 72 Prozent der Arbeitslosen mit Schwerbehinderung sind in der Betreuung des jobcenter Duisburg.


Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Menschen mit ausländischem Pass

Im Jahr 2019 waren durchschnittlich 11.518 Ausländer arbeitslos. Das sind 157 oder 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Von 2017 auf 2018 war ein deutlicherer Rückgang um 714 Personen oder 5,8 Prozent zu verzeichnen.


Menschen im Kontext Fluchtmigration

Die Arbeitslosigkeit bei geflüchteten Menschen sinkt zum Ende des Jahres etwas, liegt aber im Dezember 2019 mit 2.640 arbeitslosen, geflüchteten Menschen um rd. 20 Prozent über dem Vorjahreswert (Dezember 2018: 2.242). Erfreulich ist, dass 1.420 Geflüchtete in 2019 ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beenden konnten (+250, +21,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr). Insgesamt können geflüchtete Menschen nach Absolvierung von Sprach- und Qualifizierungskursen jetzt stärker am Arbeitsmarktgeschehen teilnehmen.


Jugendarbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen lag im Jahresdurchschnitt bei 2.336 Personen. Gegenüber dem Vorjahr ist die durchschnittliche Jugendarbeitslosigkeit deutlich um 186 Personen oder 7,4 Prozent gesunken. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen lag bei 8,7 Prozent (Vorjahr: 9,5 Prozent). Dies ist die niedrigste durchschnittliche Arbeitslosenquote bei jungen Menschen seit 2008.


Ausbildungsmarkt

Zum Ende des Ausbildungsjahres 2018/2019 verzeichnete der Agenturbezirk Duisburg einen Anstieg der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen von 2.878 im letzten Berichtsjahr auf 3.088 (+7,3 Prozent).

Die Zahl der Bewerber/innen verringerte sich um 59 (-1,6 Prozent) von 3.799 auf 3.740. Zum Ende des Berufsberatungsjahres standen noch 297 unbesetzte Ausbildungsstellen zur Verfügung, 48 oder 13,9% weniger vor einem Jahr. Gleichzeitig waren 86 Bewerber/innen noch ohne Ausbildungsstelle, dies ist ein Anstieg um 12 bzw. 16,2 Prozent. Darüber hinaus gab es in Duisburg weitere 522 Bewerber/innen, die sich mangels Ausbildungsmöglichkeit für eine Alternative, wie zum Beispiel weiteren Schulbesuch oder eine berufsvorbereitende Maßnahme entschieden haben.

Der Anteil der ausbildenden Betriebe ist von 2013 mit 22,3 Prozent auf 21 Prozent in 2018 gesunken, und liegt kontinuierlich unter dem NRW- Niveau. Der Anteil der Auszubildenden an allen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sank um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent in Duisburg und liegt damit weiter leicht über dem Wert in NRW von 5,2.

„Es ist ein gutes Signal, dass in Duisburg mit 3.072 wieder mehr Ausbildungs-verträge abgeschlossen wurden, das sind 57 mehr als im Vorjahr. Es ist zu hoffen, dass der Trend zu mehr Ausbildung bei jungen Menschen und Unternehmen in 2020 anhält. Es wird für die Duisburger Unternehmen erkennbar wichtiger, auf eigene Fachkräftesicherung durch Ausbildung zu setzen. Wir werden zusammen mit den Partnern des Ausbildungskonsenses nicht nachlassen, diese gute Entwicklung weiter zu fördern. Nun gilt es, auch im neuen Jahr 2020 die Kräfte zu bündeln," so Astrid Neese. „Um Jugendliche gut und frühzeitig bei ihrer Berufswahl zu unterstützen, haben wir unsere Berufsberatung neu aufgestellt und sind bereits ab der 8. Klasse intensiver an den Schulen präsent. Dabei setzen wir bewusst auf neue Techniken, wie zum Beispiel unsere VR-Brillen, mit deren Hilfe die Jugendlichen 50 Berufsbilder vom Altenpfleger bis Zerspanungsmechaniker virtuell in 3D ganz realistisch erleben können."

In 2019 konnten die Agentur für Arbeit und jobcenter Jugendlichen dort – wo nötig – eine Vielzahl von Förderangeboten machen. Neben der Förderung mit Berufsausbil-dungsbeihilfe konnten in den folgenden Instrumenten 1.115 Teilnehmerplätze für die Duisburger Jugendlichen angeboten werden:

  • Berufseinstiegsbegleitung
  • Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen
  • Assistierte Ausbildung
  • Ausbildungsbegleitende Hilfen
  • Einstiegsqualifizierung
  • Berufsausbildung in außerbetrieblichen Einrichtungen
  • Für die Förderung standen insgesamt rd. 10 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Qualifizierungen mit Abschluss im Fokus

Das Auseinanderklaffen von Stellenanforderungen und Qualifikation der Arbeitsu-chenden macht folgende Gegenüberstellung deutlich. In Duisburg verfügen wie schon im Vorjahr über 69 Prozent der Arbeitslosen über keine abgeschlossene Berufsausbildung. Lediglich rund 18 Prozent der in Duisburg gemeldeten Arbeitsstellen (durchschnittlicher Bestand) richten sich an Helfer.

Dagegen richten sich über zwei Drittel aller Stellen an Fachkräfte sowie jeweils rund 9,2 Prozent an Experten und an Spezialisten. Der Anteil der Arbeitslosen, die eine Stelle als Fachkraft suchen, liegt jedoch nur bei 31 Prozent, 62 Prozent suchen eine Stelle mit dem Anforderungsniveau „Helfer".

Im vergangenen Jahr haben insgesamt 372 Kunden der Arbeitsagentur und 654 Kunden des jobcenter eine abschlussorientierte Fortbildung begonnen. Ein wichtiger Bereich sind dabei auch die Teilqualifizierungen, die einzelne Module aus Berufsausbildungen beinhalten und bis zum Abschluss der Qualifizierung finanziert werden könnten.

Abschlussorientierte Qualifizierungen werden mit folgenden Schwerpunkten angeboten:

  •  Lagerwirtschaft
  •  Fahrzeugfürer im Straßnverkehr
  •  Verwaltung
  •  Alten-, Gesundheit- u. Krankenpflege
  •  Kaufmännische Ausbildungen

Unterbeschäftigung

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung ist gegenüber dem Vorjahr gesunken (2019: 37.441 / 2018: 38.445 / 2017: 40.551), die Quote ist ebenfalls zurückgegangen (14,7 in 2018 auf 14,2 Prozent in 2019). Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung betrug 75,5 Prozent bei den Jahresdurchschnittswerten 2018, 74,3 Prozent waren es in 2019.

Die deutlichsten Steigerungen sind in den Bereichen Aktivierung und berufliche Ein-gliederung und Arbeitsgelegenheiten erkennbar.

Im Bereich der Fremdförderung gibt es einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (-24,7 Prozent) Hierbei handelt es sich um Förderungen, die nicht von der Agentur für Arbeit oder dem jobcenter Duisburg finanziert werden – insbesondere notwendige Sprach- und Integrationskurse für geflüchtete Menschen. In beruflicher Weiterbildung befanden sich 2019 im Jahresdurchschnitt 1.661 Menschen (1.494 im Jahr 2018).


Ausblick 2020

Sowohl globale aber auch regionale Einschätzungen zur konjunkturellen Entwicklung und Situation in den Unternehmen raten zur Realismus, dass zunächst mit einem leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist. Gleichzeitig scheint der Beschäftigungsaufbau noch nicht gestoppt, aber verlangsamt sich.

Die Leiterin der Agentur für Arbeit Astrid Neese erklärt zum Arbeitsmarkt 2020: „Wir müssen davon ausgehen, dass die Konjunktureintrübungen den Arbeitsmarkt auch in Duisburg nicht absolut verschonen werden. Daher sind wir auf einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit in der ersten Jahreshälfte vorbereitet. Un-ser Beratungsknowhow für Qualifizierung ist hoch und wir werden sowohl Arbeitnehmern als auch Unternehmern raten, gerade in konjunkturellen Schwächephasen Leerlaufzeiten zu nutzen, um in Fort- und Weiterbildung zu investieren. Nach wie vor bleibt der Ruf nach Fachkräften laut. Auch die Digitalisierung fordert uns heraus, die Veränderungen anzunehmen und uns weiter zu qualifizieren. Das gilt für jeden Beschäftigten unabhängig von seiner Qualifikation. Diese Weiterbildungen können wir je nach Unternehmensgröße und Aus-gangssituation der Beschäftigen bis zu 100 % finanzieren. Unsere Fachkräfte beraten Sie gern in Ihren Unternehmen."

„Ich bin zuversichtlich, dass wir 2020 an diese guten Ergebnisse anknüpfen können und noch weiteren Personen eine neue berufliche Perspektive geben können. Ein weiterer Schwerpunkt wird in diesem Jahr - wie bereits in den letzten Jahren - die Qualifizierung unserer Kundinnen und Kunden sein." ergänzt Birgit Mölders.