30.01.2020 | Presseinfo Nr. 3

Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar

Arbeitslosenzahl im Januar:                                28.093
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   + 1.161
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       - 575
 
Arbeitslosenquote im Januar:                              10,9%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                         10,4%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                             11,2%

„Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg um 575 gesunken und beträgt aktuell 28.093. Damit liegt auch die Quote von 10,9% in diesem Monat unter der Quote von 11,2% im Januar 2019. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit von 1.161 Personen gegenüber Dezember des Vorjahres ist eine typische saisonale Entwicklung. Zum Jahresende laufen Arbeitsverhältnisse aufgrund von Befristung aus oder enden nach einer Kündigung. Auch bei Jüngeren steigt die Zahl der Arbeitslosen, vor Allem weil zweieinhalb- und dreieinhalbjährige Berufsausbildungen enden. Diese jungen Fachkräfte werden am Arbeitsmarkt gesucht und haben sehr gute Chancen auf eine neue Beschäftigung. Der aktuelle Bestand von 4.025 freien Arbeitsplätzen zeigt, dass die Unternehmen weiterhin einstellen wollen,“ so die Einschätzung von Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Auch in konjunkturell eingetrübten Zeiten bleibt der Arbeitsmarkt weiter robust. Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg stehen mit ihrem Leistungsspektrum von Beratung, Vermittlung und Förderung sowohl Arbeitsuchenden als auch Arbeitgebern jederzeit zur Verfügung.“

Arbeitslosigkeit

Mit 28.093 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 1.161 Personen mehr als im Dezember von Arbeitslosigkeit betroffen (+4,3 Prozent). Damit waren in diesem Monat 575 Personen oder 2,0 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Januar bei 10,9 Prozent. Im Januar des Vorjahres lag sie bei 11,2 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.195 Personen waren im Januar 131 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Dezember. Diese Zahlen liegen um 164 oder 7,0 Prozent unter dem Wert von Januar 2019.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg im Januar um 221 oder 2,8 Prozent auf aktuell 8.252 und liegt um 171 (2,0 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Januar auf 4.966 (+123). Das waren 18 Personen oder 0,4 Prozent mehr als im Januar 2019.

Im Januar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen und liegt aktuell bei 11.047 Personen; 249 mehr als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich jedoch um 984 Personen oder 8,2 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.074 (+565 oder +4,9 Prozent), und damit sind es gegenüber dem Januar des Vorjahres 469 oder 4,0 Prozent mehr.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Januar bei 2,4 Prozent, 0,2 Prozentpunkt über dem Vormonat und der Quote des Vorjahresmonats.

Im aktuellen Monat waren 6.316 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 658 oder 11,6 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im Dezember. Vor einem Jahr, im Januar 2019, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 308 oder 5,1 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote seit Oktober bei 8,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Januar noch bei 8,8 Prozent. 

21.777 Personen (+503 und +2,4 Prozent) waren im Januar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Januar 2019 sind in der Grundsicherung aktuell 883 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im Januar wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 709 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 192 weniger als im Dezember und 30 weniger als im Januar 2019. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist gesunken (-87 zu Dezember) und liegt mit 4.025 um 398 Stellen unter dem Vorjahresniveau. Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen neben den freien Stellen im Bereich der Überlassung von Arbeitskräften die meisten Vakanzen dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus dem Handel inkl. Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Januar gestiegen – um 726 Personen oder 2,0 Prozent auf aktuell 37.733 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duisburg um 78 oder 0,2 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Januar gegenüber Dezember auf 74,5 Prozent gestiegen (Vergleich Vormonat: 72,8 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,2 Prozent, (Dezember 2019: 14,0 und Januar 2019: 14,3).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle