28.02.2020 | Presseinfo Nr. 6

Rückgang der Arbeitslosigkeit im Februar

Arbeitslosenzahl im Februar:                             27.977
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:     - 116
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:         - 437
Arbeitslosenquote im Februar:                            10,8%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                         10,9%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                             11,1%

„Die Zahl der arbeitslosen Menschen in Duisburg ist gegenüber Januar leicht zurück-gegangen und die Arbeitslosigkeit liegt auch unter der im Februar 2019" erklärt Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Der Bestand offener Stellen ist gegenüber dem Vormonat bereits gestiegen und liegt bei 4.071 Vakanzen, kann allerdings das Niveau des Vorjahres noch nicht erreichen. Nach wie vor nutzen Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg das gesamte Spektrum an ar-beitsmarktpolitischen Instrumenten, um arbeitslosen Menschen individuell in eine neue Startposition am Arbeitsmarkt zu verhelfen. Dazu gehören seit einem Jahr auch die besonderen Förderungen von Langzeitarbeitslosen, die erfolgreich umgesetzt wer-den. Sollten sich in Betrieben aktuell bei schwankender Konjunktur Leerlaufzeiten er-geben, so empfehle ich, diese Phase zu nutzen und das eigene Personal weiter zu qualifizieren. Seit 2019 verfügen wir über noch bessere Förderkonditionen, über die die Experten des Arbeitgeberservice gern beraten. Es ist sehr erfreulich, dass diese Möglichkeiten von Unternehmen in diesem Jahr verstärkter nachgefragt werden."

Arbeitslosigkeit

Mit 27.977 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 116 Personen weniger als im Januar von Arbeitslosigkeit betroffen (-0,4 Prozent). Damit waren in diesem Monat 437 Personen oder 1,5 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Februar bei 10,8 Prozent. Im Februar des Vorjahres lag sie bei 11,1 Prozent und damit um 0,3 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.351 Personen waren im Januar 156 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslo-sigkeit betroffen als im Januar. Diese Zahlen liegen um 71 oder 2,9 Prozent unter dem Wert von Februar 2019. Ursache hierfür ist das Ende der dreieinhalbjährigen Ausbildungen.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen sank im Februar um 164 oder 2,0 Prozent auf aktuell 8.088 und liegt um 191 (2,3 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im Februar auf 4.844 (-122). Das waren 12 Personen oder 0,2 Prozent weniger als im Februar 2019.

Im Februar ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gesunken und liegt aktuell bei 10.887 Personen; 160 weniger als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 857 Personen oder 7,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.088 (+14 oder +0,1 Prozent), und damit sind es gegenüber dem Februar des Vorjahres 595 oder 5,2 Prozent mehr.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Februar - wie bereits im Vormonat und Vorjahresmonat - bei 2,4 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 6.295 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 21 oder 0,3 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Januar. Vor einem Jahr, im Februar 2019, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 228 oder 3,8 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote seit Oktober bei 8,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie im Februar noch bei 8,7 Prozent.

21.682 Personen (-95 und -0,4 Prozent) waren im Februar in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Februar 2019 sind in der Grundsicherung aktuell 665 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im Februar wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 946 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 237 mehr als im Januar und 176 weniger als im Februar 2019. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist gestiegen (+46 zu Januar) und liegt mit 4.071 um 479 Stellen unter dem Vorjahresniveau. Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen neben den freien Stellen im Bereich der Überlassung von Arbeitskräften die meisten Vakanzen dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus dem Handel inkl. Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Februar gestiegen – um 313 Personen oder 0,8 Prozent auf aktuell 38.018 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duisburg um 345 oder 0,9 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Februar gegenüber Januar auf 73,6 Prozent gesunken (Vergleich Vormonat: 74,5 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,3 Prozent, (Januar 2020: 14,2 und Februar 2019: 14,3).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in ent-lastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Ar-beitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.