31.03.2020 | Presseinfo Nr. 11

Nur leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit im März

Arbeitslosenzahl im März:                                     28.020
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   + 43
Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       - 550
 
Arbeitslosenquote im März:                                  10,9%
Arbeitslosenquote im Vormonat:                          10,8%
Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              11,1%

„Die Ausbreitung des Corona-Virus und die Auswirkungen auf unser tägliches Leben und die Wirtschaft sind die beherrschenden Themen. Stichtag der statistischen Auswertung für die Arbeitsmarktzahlen des März war der 12. März. Die strengen Regelungen, die auch das Wirtschaftsleben lähmen, sind erst danach in Kraft getreten. Die Auswirkungen auf die Arbeitslosigkeit werden sich erst in den nächsten Monaten zeigen. Schon im April werden wir mit einem deutlichen Anstieg rechnen müssen, auch wenn wir zunächst auf die Wirkung der Kurzarbeit setzen. Mit diesem Instrument können Betriebe ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen halten und Arbeitslosigkeit wird vermieden. Hier liegt im Moment ein Schwerpunkt unserer Arbeit, neben der rechtzeitigen Leistungsgewährung für arbeitslose Menschen,“ so Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Für eine Zeit nach der Corona-Krise sollte uns die aktuellste Entwicklung der Beschäftigung in Duisburger Unternehmen Mut machen. Im September 2019 – das ist der aktuellste Wert - waren 178.319 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, das sind 1.455 Beschäftigte mehr als im Quartal zuvor. Damit konnte Duisburg nochmals einen Anstieg um 0,8 Prozent verzeichnen. Mit Blick auf die Zukunft ist es auch unbedingt notwendig, selbst in einem Krisenjahr die Investition in Ausbildung nicht zu vernachlässigen. Der Fachkräftebedarf wird langfristig bleiben. Daher ist es wichtig, dass die Unternehmen ihre momentane nachvollziehbare Zurückhaltung in Kürze wieder aufheben und Ausbildungsplätze melden und besetzen. “


Arbeitslosigkeit

Mit 28.020 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 43 Personen mehr als im Februar von Arbeitslosigkeit betroffen (+0,2 Prozent). Damit waren in diesem Monat 550 Personen oder 1,9 Prozent weniger als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im März bei 10,9 Prozent (Februar noch 10,8). Im März 2019 lag sie bei 11,1 Prozent und damit um 0,2 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.345 Personen waren im März 6 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Februar. Diese Zahlen liegen um 69 oder 2,9 Prozent unter dem Wert von März 2019.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg im März um 17 oder 0,2 Prozent auf aktuell 8.105 und liegt um 256 (3,1 Prozent) unter dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre sank im März auf 4.842 (-2). Das waren 75 Personen oder 1,5 Prozent weniger als im März 2019.

Im März ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gesunken und liegt aktuell bei 10.829 Personen; 58 weniger als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 856 Personen oder 7,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 12.148 (+60 oder +0,5 Prozent), und damit sind es gegenüber dem März des Vorjahres 686 oder 6,0 Prozent mehr.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im März wie bereits im Februar bei 2,4 Prozent, im Vorjahresmonat bei 2,3 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 6.273 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 22 oder 0,3 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Februar. Vor einem Jahr, im März 2019, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 460 oder 7,9 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote seit Oktober 2019 bei 8,4 Prozent. Im Vorjahr lag sie im März noch bei 8,9 Prozent. 

21.747 Personen (+65 und +0,3 Prozent) waren im März in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum März 2019 sind in der Grundsicherung aktuell 1.010 Menschen weniger von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im März wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 962 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 16 mehr als im Februar und 785 weniger als im März 2019. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist gestiegen (+197 zu Februar) und liegt mit 4.268 um 439 Stellen unter dem Vorjahresniveau. Von den gemeldeten Arbeitsstellen, die aktuell zu besetzen sind, kommen neben den freien Stellen im Bereich der Überlassung von Arbeitskräften die meisten Vakanzen dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie aus der öffentlichen Verwaltung und dem Sozialwesen.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im März gestiegen – um 99 Personen oder 0,3 Prozent auf aktuell 38.104 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duisburg um 755 oder 2,0 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im März gegenüber Februar auf 73,5 Prozent gesunken (Vergleich Vormonat: 73,6 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 14,4 Prozent, (Februar 2020: 14,3 und März 2019: 14,2).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag (Ende September 2019) waren am Arbeitsort Duisburg insgesamt 178.319 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 824 mehr als im Vorjahresquartal (+0,5 %) und 1.455 oder 0,8 % mehr als Vorquartal. Von den Beschäftigten arbeiten 74,6 % in Vollzeit.

Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme im Lager und Verkehr (+542 oder 3,3%). Am ungünstigsten war hingegen die Entwicklung im Bereich Arbeitnehmerüberlassung (-1.161 oder -12,1 %).

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2019 meldeten sich 2.514 Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen (-370 weniger als im Vorjahreszeitraum). Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Duisburg im gleichen Zeitraum 2.277 Ausbildungsstellen, 343 weniger als im März 2020. Das entspricht einem Rückgang um 13,1% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ende März 2020 waren noch 1.394 Bewerber unversorgt (-10,0% im Vergleich zu März 2019). Dem stehen 1.476 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber (-1,4% im Vergleich zum Vorjahresmonat).