03.06.2020 | Presseinfo Nr. 18

Deutlicher Anstieg der Arbeitslosigkeit auch im Mai

Die Arbeitslosigkeit ist auch im Mai weiter angestiegen, allerdings fiel der Anstieg geringer aus als im April. Um Arbeitslosigkeit zu vermeiden und eingearbeitete Beschäftigte im Unternehmen zu halten, ist die Kurzarbeit das geeignete Angebot. Im Mai haben weitere 295 Unternehmen Kurzarbeit angezeigt, damit liegt die Zahl der Unternehmen aktuell bei 3.615 für 52.667 Beschäftigte.

Arbeitslosenzahl im Mai:                                        31.708

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:   + 1.622

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:       + 3.393

 

Arbeitslosenquote im Mai:                                     12,2%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                          11,7%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                              11,0%

 

Aufgrund des mehrstufigen Verfahrens haben die Unternehmen drei Monate Zeit, die Abrechnungsunterlagen für tatsächlich geleistete Kurzarbeit eines Monats einzureichen. Daher werden wir Ende Juni genau wissen, wie viele Personen tatsächlich von Kurzarbeit betroffen sind,“ erklärt Damian Janik, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Duisburg. „Im Mai war ein leichter Anstieg der freien Stellen zu verzeichnen, der Arbeitsmarkt sucht also Fachkräfte und es wird auch weiter eingestellt – wenn aktuell auch noch deutlich zurückhaltender als vor der Corona Pandemie. Aktuell haben wir in Duisburg über 3.700 freie Stellen, ein Plus von 111 Stellen gegenüber April.


Besonders wichtig ist und bleibt es, auch weiter in Ausbildung zu investieren. Die Anforderungen an den Arbeitsmarkt der Zukunft ändert sich nicht und auch die demografische Entwicklung steht nicht still. Aktuell haben wir in Duisburg 1.365 freie Ausbildungsplätze und damit gute Chancen auf den Weg in das Berufsleben. Wir unterstützen bei der Ausbildungsplatzsuche und sind weiter für unsere Kunden da – wenn auch etwas anders als bisher. Kommen Sie auf uns zu, wir helfen, beraten und vermitteln.“

 

Arbeitslosigkeit

Mit 31.708 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 1.622 Personen mehr als im April von Arbeitslosigkeit betroffen (+5,4 Prozent). Damit waren in diesem Monat 3.393 Personen oder 12,0 Prozent mehr als noch vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im Mai bei 12,2 Prozent (April noch 11,7). Im Mai 2019 lag sie bei 11,0 Prozent und damit um 1,2 Prozentpunkte unter dem aktuellen Wert.

 

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.695 Personen waren im Mai 198 junge Leute unter 25 mehr von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im April. Diese Zahlen liegen um 270 oder 11,1 Prozent über dem Wert von Mai 2019.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen stieg im Mai um 350 oder 4,0 Prozent auf aktuell 9.077 und liegt um 754 (9,1 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im Mai auf 5.370 (+185). Das waren 455 Personen oder 9,3 Prozent mehr als im Mai 2019.

Im Mai ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat gestiegen und liegt aktuell bei 11.647 Personen; 371 mehr als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 222 Personen oder 1,3 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 13.707 (+696 oder +5,3 Prozent), und damit sind es gegenüber dem Mai des Vorjahres 1.979 oder 16,9 Prozent mehr.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im Mai bei 3,1 Prozent, im April lag sie bei 2,8 Prozent und im Vorjahresmonat bei 2,1 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 7.958 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 746 oder 10,3 Prozent mehr arbeitslose Personen als noch im April. Vor einem Jahr, im Mai 2019, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 2.446 oder 44,4 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote bei 9,2 Prozent. Im April lag sie bei 8,9 Prozent und Mai letzten Jahres bei 8,8 Prozent. 

23.750 Personen (+876 und +3,8 Prozent) waren im Mai in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Mai 2019 sind in der Grundsicherung aktuell 947 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

 

Arbeitskräftenachfrage

Im Mai wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 516 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 111 mehr als im April und 284 weniger als im Mai 2019. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ gefolgt von „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“ sowie „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist gesunken (-233 zu April) und liegt mit 3.787 um 740 Stellen unter dem Vorjahresniveau.

 

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung ist im Mai gestiegen – um 1.217 Personen oder 3,1 Prozent auf aktuell 40.152 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Unterbeschäftigung in Duisburg um 2.222 oder 5,9 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung ist im Mai gegenüber April auf 79,0 Prozent gestiegen (Vergleich Vormonat: 77,3 Prozent). Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,1 Prozent, (April 2020: 14,7 und Mai 2019: 14,3).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

 

Ausbildungsmarkt

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2019 meldeten sich 2.710 Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen (532 weniger als im Vorjahreszeitraum). Arbeitgeber meldeten der Agentur für Arbeit Duisburg im gleichen Zeitraum 2.424 Ausbildungsstellen, 434 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 15,2% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Ende Mai 2020 waren noch 1.289 Bewerber unversorgt (-3,6% im Vergleich zu Mai 2019). Dem stehen 1.365 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber (+6,8% im Vergleich zum Vorjahresmonat).