31.08.2021 | Presseinfo Nr. 15

Noch Möglichkeiten am Ausbildungsmarkt– Rückgang der Arbeitslosigkeit im August

"Die Jugendlichen haben sich verstärkt an unsere Berufsberatung gewandt, um in dieser von Corona geprägten, verunsichernden Zeit Beratung und Unterstützung zu erhalten. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahl der versorgten Jugendlichen zeigt, dass es gut gelungen ist, gemeinsam den Weg in das Berufsleben zu finden, trotzt aller Einschränkungen“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. 

Eckwerte des Ausbildungsmarktes

Gemeldete Bewerber/innen (gegenüber Vorjahr):       3.113 (+20; +0,6%)

Gemeldete Ausbildungsstellen (gegenüber Vorjahr): 2.649 (-188; -6,6%)

Unversorgte Jugendliche:                                             556

Unbesetzte Ausbildungsstellen:                                   880

Berufsausbildungsstellen je Bewerber/in:                    0,85    

Unbesetzte Berufsausbildungsstellen je
unversorgte/r Bewerber/in:                                           1,58

Eckwerte des Arbeitsmarktes

Arbeitslosenzahl im August:                                         31.981

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vormonat:            - 620

Arbeitslosenzahl im Vergleich zum Vorjahr:                - 1.828

Arbeitslosenquote im August:                                      12,3%

Arbeitslosenquote im Vormonat:                                  12,6%

Arbeitslosenquote im Vorjahr:                                      13,0%

„Die Zurückhaltung auf der Unternehmensseite ist sicher nachvollziehbar, dennoch ist die Investition in Ausbildung auch immer eine Investition in die Zukunft. Aktuell haben einige Duisburger Betriebe ihren betrieblichen Nachwuchs noch nicht gefunden und sind noch auf der Suche. Klassischerweise starten die Ausbildungen am 01. September, aber wie bereits im vergangenen Jahr wird es auch noch in den kommenden Monaten möglich sein, eine Berufsausbildung zu beginnen. Und es gibt auch noch zahlreiche Chancen, denn aktuell sind immer noch 880 Ausbildungsplätze unbesetzt. Wer Unterstützung sucht, erreicht uns auf dem ganz kurzen Weg: Beratungstermine einfach telefonisch oder online vereinbaren.“ 

Ausbildungsmarkt

„Seit Beginn des Ausbildungsjahres im Oktober 2020 ist ein Rückgang der gemeldeten Ausbildungsplätze zu verzeichnen. Auf der Bewerberseite sehen wir dagegen einen Anstieg. Die Jugendlichen haben sich verstärkt an unsere Berufsberatung gewandt, um in dieser von Corona geprägten, verunsichernden Zeit Beratung und Unterstützung zu erhalten. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Zahl der versorgten Jugendlichen zeigt, dass es gut gelungen ist, gemeinsam den Weg in das Berufsleben zu finden, trotzt aller Einschränkungen“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. „Die Zurückhaltung auf der Unternehmensseite ist sicher nachvollziehbar, dennoch ist die Investition in Ausbildung auch immer eine Investition in die Zukunft. Aktuell haben einige Duisburger Betriebe ihren betrieblichen Nachwuchs noch nicht gefunden und sind noch auf der Suche. Klassischerweise starten die Ausbildungen am 01. September, aber wie bereits im vergangenen Jahr wird es auch noch in den kommenden Monaten möglich sein, eine Berufsausbildung zu beginnen. Und es gibt auch noch zahlreiche Chancen, denn aktuell sind immer noch 880 Ausbildungsplätze unbesetzt. Wer Unterstützung sucht, erreicht uns auf dem ganz kurzen Weg: Beratungstermine einfach telefonisch oder online vereinbaren.“

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich 3.113 Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen (20 mehr als im Vorjahreszeitraum). Insgesamt wurden der Agentur für Arbeit Duisburg im gleichen Zeitraum 2.649 Ausbildungsstellen gemeldet, 188 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Rückgang um 6,6% zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Im August 2021 waren noch 556 Bewerber/innen unversorgt (-7,8% im Vergleich zu August 2020). Dem stehen 880 noch unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber (+4,5% im Vergleich zum Vorjahresmonat). 2.557 Jugendliche waren im August bereits versorgt, dies sind 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr.

Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen, Anzahl in Klammern:

   Verkäufer/in (75)

   Kaufmann/-frau im Einzelhandel (47)

   Kaufmann/-frau – Büromanagement (45)

   Industriemechaniker/in (35)

   Verwaltungsfachangestellte/r- Kommunalverwaltung (31)

   Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r (28)

   Fachinformatiker-Anwendungsentwicklung (27)

   Elektroniker/in für Betriebstechnik (26)

   Medizinische/r Fachangestellte/r (25)

   Verfahrenstechniker/in Metall - Eisen-/Stahlmetall (23)

Arbeitsmarkt

„Die Zahlen der arbeitslosen Menschen in Duisburg ist im August um 620 Personen gesunken, damit liegt die Arbeitslosenquote mit 12,3 Prozent unter der Quote des Vormonats. Der Duisburger Arbeitsmarkt zeigt sich aufnahmefähig, so konnten 1.621 Personen eine neue Beschäftigung aufnehmen und so ihre Arbeitslosigkeit beenden“, erklärt Marcus Zimmermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Duisburg. “Auch auf der Stellenseite sehen wir viele Chancen auf Beschäftigung. Der Bestand offener Arbeitsplatzangebote liegt über dem Bestand des Vormonats und um nahe 1.300 Stellen über dem im August letzten Jahres.“

Arbeitslosigkeit

Mit 31.981 arbeitslos gemeldeten Duisburgerinnen und Duisburgern waren 620 Personen weniger als im Juli von Arbeitslosigkeit betroffen (-1,9 Prozent). Damit waren in diesem Monat 1.828 Personen oder 5,4 Prozent weniger als vor einem Jahr arbeitslos gemeldet.

Die Arbeitslosenquote lag im August bei 12,3 Prozent, 0,3 Prozentpunkte unter dem Wert vom Juli. Im August 2020 lag die Quote bei 13,0 Prozent und damit um 0,7 Prozentpunkte über dem aktuellen Wert.

Arbeitslosigkeit nach Personengruppen

Mit 2.420 Personen waren im August 98 junge Leute unter 25 weniger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als im Juli. Diese Zahlen liegen um 561 oder 18,8 Prozent unter dem Wert von August 2020.

Die Zahl der über 50-Jährigen Arbeitslosen sank im August um 50 oder 0,5 Prozent auf aktuell 9.978 und liegt um 374 (3,9 Prozent) über dem Vorjahreswert.

Die darin enthaltene Zahl der arbeitslosen Personen über 55 Jahre stieg im August auf 6.180 (+52). Das waren 485 Personen oder 8,5 Prozent mehr als im August 2020.

Im August ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen und liegt aktuell bei 15.247 Personen; 18 mehr als im Vormonat. Der aktuelle Wert befindet sich um 2.496 Personen oder 19,6 Prozent über dem Vorjahreswert.

Im Berichtsmonat stieg die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer auf jetzt 14.075 (-139 oder -1,0 Prozent), und damit sind es gegenüber dem August des Vorjahres 448 oder 3,1 Prozent weniger.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Betrachtet man die Arbeitsmarktentwicklung getrennt nach den beiden Rechtskreisen SGB III und SGB II, so liegt die Arbeitslosenquote im Versicherungsbereich (SGB III) im August bei 2,7 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonat; im Vorjahresmonat bei 3,6 Prozent.

Im aktuellen Monat waren 7.117 Duisburgerinnen und Duisburger im Versicherungsbereich arbeitslos gemeldet. Das sind 540 oder 7,1 Prozent weniger arbeitslose Personen als noch im Juli. Vor einem Jahr, im August 2020, waren in der Betreuung der Agentur für Arbeit 2.201 oder 23,6 Prozent mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

In der Grundsicherung (SGB II) liegt die Arbeitslosenquote im August wie bereits im Vormonat bei 9,6 Prozent, und im August letzten Jahres bei 9,4 Prozent. 

24.864 Personen (-80 und -0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat) waren im August in der Grundsicherung arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum August 2020 sind in der Grundsicherung aktuell 373 Menschen mehr von Arbeitslosigkeit betroffen.

Arbeitskräftenachfrage

Im August wurden dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Duisburg und des jobcenter Duisburg insgesamt 939 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren 148 weniger als im Juli und 239 mehr als im August 2020. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“, sowie „Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ gefolgt von „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“. Der Bestand an gemeldeten Stellen ist von Juli zu August gestiegen (+246) und liegt mit 4.716 um 1.258 Stellen über dem Vorjahresniveau.

Kurzarbeit

Im August haben 13 Duisburger Betriebe für 154 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen nun für 12 Monate der Corona-Pandemie vor: im März 2020 befanden sich in Duisburg 1.460 Betriebe in Kurzarbeit, davon waren 8.191 Mitarbeiter/innen betroffen. Im April waren es 2.493 Betriebe mit 18.687 Beschäftigten, im Mai 2.126 Betriebe mit 25.324 Beschäftigten, im Juni 1.696 Betriebe mit 24.070 Beschäftigten, Juli 1.351 Betriebe mit 19.232 Beschäftigten, im August 1.190 Betriebe mit 17.162 Beschäftigten, im September 1.049 Betriebe mit 15.039 Beschäftigten, im Oktober 1.020 Betriebe mit 11.234 Beschäftigten, im November 1.303 Betriebe mit 12.438 Beschäftigten, im Dezember 1.533 Betriebe mit 12.414 Beschäftigten, im Januar 2021 1.675 Betriebe mit 13.438 Beschäftigten und im Februar 1.683 Betriebe mit 12.561 Beschäftigten.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] ist im August gesunken – um 470 Personen auf aktuell 40.439 Personen. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Unterbeschäftigung in Duisburg um 1.040 oder 2,5 Prozent. Der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung liegt im August bei 79,1 Prozent, ein Rückgang von 0,6 Prozentpunkten gegenüber Juli. Die Unterbeschäftigungsquote liegt im aktuellen Berichtsmonat bei 15,3 Prozent (Juli 2021: 15,5 und August 2020: 15,6).

In die Größe der Unterbeschäftigung fallen neben den Arbeitslosen auch Personen in entlastenden arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit sowie Personen, für die bestimmte gesetzliche Sondertatbestände gelten. Bei der Betrachtung der Arbeitslosigkeit spielt die Unterbeschäftigung eine wichtige Rolle.

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.