30.01.2020 | Presseinfo Nr. 5

Der Arbeitsmarkt im Januar 2020

- 12.075 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet
- Im Vergleich zum Vorjahresmonat 762 Arbeitslose weniger
- 2.737 freie Stellen im Agenturbezirk Eberswalde
 

Petra Röhlinger-Hissnauer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Eberswalde, zur Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im Agenturbezirk:

„Die Arbeitslosenquote liegt im Agenturbezirk Eberswalde im Januar bei 7,6 Prozent – so niedrig wie in keinem Januar seit 1995. Das ist mit Blick auf die wirtschaftliche Situation ein guter Start ins neue Jahr. Es gab erwartungsgemäß saisonal bedingt einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Dezember. Die Entwicklung im Jahresvergleich bleibt jedoch weiter positiv: In diesem Januar gibt es 762 weniger Arbeitslose als noch vor einem Jahr. Der größte Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich ist erneut im Landkreis Uckermark zu verzeichnen. Insgesamt sind in der Region Barnim-Uckermark 12.075 Menschen arbeitslos gemeldet. Davon sind 41 Prozent länger als ein Jahr auf Jobsuche.

Aufgrund der anhaltend milden Witterung ist bereits im Februar wieder mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit zu rechnen. Die Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur im Januar 519 Stellen zur Besetzung gemeldet und suchen durchgängig Arbeits- und Fachkräfte. Derzeit gibt es im Agenturbezirk Eberswalde 2.737 freie Stellen, die besetzt werden können. Das sind 517 mehr als noch vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (424), wirtschaftliche Dienstleistungen wie Wach-, Sicherheits- und Reinigungsdienste (414) und im Baugewerbe (326).

Die passgenaue Besetzung der Stellen bleibt auch 2020 schwierig. Die Arbeitsagentur und die Jobcenter unterstützen deshalb die Beschäftigungsaufnahme von Arbeitsuchenden intensiv und auf verschiedenen Wegen – sei es durch ein Probearbeiten beim Arbeitgeber, Eingliederungszuschüsse oder vorbereitende Qualifizierungen. Immer wichtiger wird außerdem die Qualifizierung von Beschäftigten, um Fachkräfte im Unternehmen zu halten und zu entwickeln. Das neue Qualifizierungschancengesetz bietet dafür zusätzliche Fördermöglichkeiten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Nachwuchskräfte im Betrieb auszubilden und ihnen für die Zeit nach einem erfolgreichen Abschluss eine gute Perspektive im Unternehmen aufzuzeigen, kann ein weiterer Baustein bei der Fachkräftesicherung sein. Wir bieten Unterstützung für Jugendliche und Ausbildungsbetriebe vor und während der Ausbildung an und werden auch 2020 viele junge Menschen und Arbeitgeber zusammenbringen.

Aktuell sind 1.220 Bewerber aus der Region Barnim-Uckermark auf der Suche nach einem betrieblichen Ausbildungsplatz zum Lehrjahresstart 2020. Die Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur 1.129 betriebliche Ausbildungsplätze zur Besetzung gemeldet. Das Verhältnis gemeldeter Ausbildungsplatz je Bewerber hat sich damit im Vergleich zum Januar des Vorjahres deutlich verbessert.“

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Eberswalde

12.075 Frauen und Männer waren im Januar 2020 in den Landkreisen Barnim und Uckermark arbeitslos gemeldet. Das sind 901 mehr als im Vormonat und 762 weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote liegt im Januar bei 7,6 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote für den Agenturbezirk Eberswalde noch bei 8,1 Prozent.

985 Jugendliche unter 25 Jahren – 76 mehr als im Vormonat - waren im Januar 2020 arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 34 Jugendliche mehr. 321 arbeitslose Jugendliche werden von der Agentur für Arbeit Eberswalde betreut (Arbeitslosengeld I) und 664 von den Jobcentern Barnim und Uckermark (Arbeitslosengeld II).

Die Arbeitslosenquote der Jugendlichen unter 25 Jahren liegt wie vor einem Jahr bei 9,8 Prozent.

Freie Stellen in der Region

Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen haben dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Eberswalde im Januar 519 freie Stellen zur Besetzung gemeldet. Das waren 18 mehr als im Dezember und 71 mehr als im Vorjahresmonat.

Der Bestand an freien Stellen ist gegenüber dem Vormonat um 32 auf insgesamt 2.737 zu besetzende Stellen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat gibt es 517 mehr freie Stellen.

Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen Barnim und Uckermark

Im Landkreis Barnim waren im Januar 5.468 Arbeitslose gemeldet, darunter 61,0 Prozent (3.336) Empfänger des Arbeitslosengeldes II. Insgesamt gab es im Barnim 80 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat.

Im Barnim liegt die Arbeitslosenquote bei 5,6 Prozent. Das entspricht gegenüber Dezember einem Anstieg von 0,5 Prozentpunkten und gegenüber dem Vorjahresmonat einem Rückgang von 0,1 Prozentpunkten.

Im Landkreis Uckermark waren im Januar 6.607 Arbeitslose gemeldet, darunter 72,4 Prozent (4.782) Empfänger des Arbeitslosengeldes II. Insgesamt gab es in der Uckermark 479 Arbeitslose mehr als im Dezember und 682 Arbeitslose weniger als im Vorjahresmonat.

In der Uckermark liegt die Arbeitslosenquote bei 10,9 Prozent. Das entspricht gegenüber Dezember einem Anstieg von 0,8 Prozentpunkten und gegenüber dem Vorjahresmonat einem Rückgang von 1,0 Prozentpunkten.

Der Arbeitsmarkt in den Geschäftsstellen im Januar 2020

Die Arbeitslosenquoten: Bernau 3,7 Prozent (+0,3 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat), Eberswalde 9,0 Prozent (+0,6), Templin 10,0 Prozent (+1,1), Schwedt 10,6 Prozent (+0,7) und Prenzlau 12,1 Prozent (+0,7).

Prenzlau:

Im Geschäftsstellenbezirk Prenzlau ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Vormonat um 132 Personen auf jetzt 2.272 gestiegen. 634 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 1.638 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Januar auf 12,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 13,1 Prozent.

311 Stellen sind derzeit vakant, das sind 55 mehr als im Vorjahresmonat.

Templin:

Im Geschäftsstellenbezirk Templin ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Vormonat um 148 Personen auf jetzt 1.284 gestiegen. 463 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 821 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Januar auf 10,0 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 10,9 Prozent.

215 Stellen sind derzeit vakant, das sind 37 mehr als im Vorjahresmonat.

Schwedt:

Im Geschäftsstellenbezirk Schwedt ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Vormonat um 199 Personen auf jetzt 3.051 gestiegen. 728 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 2.323 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Januar auf 10,6 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 11,5 Prozent.

554 Stellen sind derzeit vakant, das sind 52 mehr als im Vorjahresmonat.

Eberswalde:

Im Geschäftsstellenbezirk Eberswalde ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Vormonat um 216 Personen auf jetzt 3.118 gestiegen. 930 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 2.188 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Januar auf 9,0 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote noch bei 9,2 Prozent.

743 Stellen sind derzeit vakant, das sind 179 mehr als im Vorjahresmonat.

Bernau:

Im Geschäftsstellenbezirk Bernau ist die Zahl der Arbeitslosen im Januar im Vergleich zum Vormonat um 206 Personen auf jetzt 2.350 gestiegen. 1.202 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 1.148 vom Jobcenter (Rechtskreis
SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Januar auf 3,7 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent.

914 Stellen sind derzeit vakant, das sind 194 mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Land Brandenburg

Im Land Brandenburg liegt die Arbeitslosenquote im Januar bei 6,0 Prozent. Das entspricht einem Anstieg gegenüber Dezember von 0,5 Prozentpunkten und gegenüber dem Vorjahresmonat einem Rückgang von 0,5 Prozentpunkten.

Die Arbeitslosenquoten der Agenturbezirke mit Veränderungen zum Vormonat und zum Vorjahresmonat in Prozentpunkten:

Cottbus                        6,3 %   (+0,6 / -0,5)

Frankfurt (Oder)          6,2 %   (+0,5 / -0,7)

Neuruppin                   5,7 %   (+0,5 / -0,6)

Potsdam                      5,1 %    (+0,4 / -0,4)

Eberswalde                 7,6 %    (+0,6 / -0,5)