05.01.2021 | Presseinfo Nr. 1

Der Arbeitsmarkt im Dezember 2020

Wie in den Vorjahren ist im Dezember ein saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen.

 Statistik auf einen Blick

Dezember
2020

Bezirk der
Arbeitsagentur
Eberswalde
Veränderung
zum VJM*
Landkreis
Barnim
Veränderung
zum VJM*
Landkreis
Uckermark
Veränderung
zum VJM*

Bestand
Arbeitslose
insgesamt

11.940 766 5.646 600 6.294 166
Arbeitslosen-
Quote
7,5 % 0,5 %-Pkt. 5,7 % 0,6 %-Pkt. 10,5 % 0,4 %-Pkt.

gemeldete
Stellen
seit
Jahresbeginn

5.711 -1.431 3.438 -785 2.273 -646

*VJM - Vorjahresmonat

Der Agenturbezirk Eberswalde:

  • wie in den Vorjahren ist im Dezember ein saisontypischer Anstieg der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat zu verzeichnen. Es gibt insgesamt 11.940 Arbeitslose - 124 mehr als im November.
  • Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es in allen Geschäftsstellenbereichen und im gesamten Agenturbezirk einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um insgesamt 766 Personen.
  • Die Stellenbilanz fällt im Jahresverlauf deutlich negativer aus als im Vorjahr. Insgesamt meldeten die Arbeitgeber in der Region Barnim-Uckermark 5.711 freie Stellen zur Besetzung – das waren 1.431 weniger als 2019.

    Der Bestand an freien Stellen belief sich im Dezember auf 2.292 – 477 weniger als noch im Jahr zuvor.

Der Landkreis Barnim – Dezember 2020:

  • Die Arbeitslosenquote liegt wie schon im November bei 5,7 Prozent – das sind 0,6 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat.
  • 5.646 Menschen waren arbeitslos gemeldet – das sind 46 mehr als im Vormonat und 600 mehr als im Vorjahresmonat, darunter allein 500 im Geschäftsstellenbereich Bernau.
  • 42,5 % aller Arbeitslosen wurden von der Agentur für Arbeit betreut und
  • 57,5 % vom Jobcenter Barnim.
  • 35,8 % aller Arbeitslosen im Barnim sind 50 Jahre und älter.
  • 33,6 % aller Arbeitslosen im Barnim sind langzeitarbeitslos.

Der Landkreis Uckermark – Dezember 2020:

  • Die Arbeitslosenquote liegt bei 10,5 Prozent – das sind 0,1 Prozentpunkte mehr als im Vormonat und 0,4 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat.
  • 6.294 Menschen waren arbeitslos gemeldet – das sind 78 mehr als im Vormonat und 166 mehr als im Vorjahresmonat.
  • 30,0 % aller Arbeitslosen wurden von der Agentur für Arbeit betreut und
  • 70,0 % vom Jobcenter Uckermark.
  • 40,4 % aller Arbeitslosen in der Uckermark sind 50 Jahre und älter.
  • 50,5 % aller Arbeitslosen in der Uckermark sind langzeitarbeitslos.

644 Betriebe im Agenturbezirk Eberswalde im Monat August in Kurzarbeit

Im gesamten Agenturbezirk haben im August 644 Betriebe Kurzarbeitergeld an 3.870 Beschäftigte gezahlt. Im Juli lag die Zahl der Betriebe mit Kurzarbeit noch bei 790 und 4.910 Beschäftigte haben Kurzarbeitergeld erhalten.

Im Landkreis Barnim haben im Juli 483 Betriebe mit 3.194 Beschäftigten Kurzarbeitergeld erhalten und in der Uckermark 307 Betriebe mit 1.715 Beschäftigten.

Für den Kurzarbeitergeldantrag haben die Unternehmen drei Monate rückwirkend Zeit. Das heißt, für die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit beispielsweise im Monat September konnten noch bis Ende Dezember ein Antrag bei der Arbeitsagentur gestellt werden. Die Anzeige für die Kurzarbeit muss in dem Monat gestellt werden, in dem erstmalig die Kurzarbeit erforderlich ist.

Constanze Hildebrandt, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Eberswalde, zur Entwicklung des Arbeitsmarktes im Monat Dezember 2020:

„Insgesamt waren im Dezember 11.940 Menschen im Agenturbezirk Eberswalde arbeitslos gemeldet und damit 766 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Für den Monat Dezember typisch ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat um 124 Personen gestiegen. Das ist eine ähnliche Situation wie im Vorjahresmonat. Jedoch auf einem deutlich höheren Niveau. Der Trend eines stetigen Rückgangs der Arbeitslosigkeit – im Dezember 2019 noch um 5,3 Prozent – hat sich im Corona-Jahr komplett gewendet. Im Vorjahresvergleich gibt es jetzt 6,9 Prozent mehr arbeitslose Barnimer und Uckermärker. Den höchsten Anstieg der Arbeitslosigkeit verzeichnet dabei mit Abstand der Geschäftsstellenbereich Bernau mit 500 Arbeitslosen mehr als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Anstieg um 23,3 Prozent.
Dazu kommen im gesamten Agenturbezirk mehr als 3.000 Menschen, die weniger oder gar nicht arbeiten und Kurzarbeitergeld erhalten. Sie zählen nicht als arbeitslos und zeigen doch, wie groß die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die wirtschaftliche Situation auch in unserer Region sind.“

Freie Stellen in der Region

Unternehmen, Verwaltungen und Institutionen haben dem Arbeitgeber-Service der Arbeitsagentur Eberswalde im Dezember 474 freie Stellen zur Besetzung gemeldet. Das waren 29 mehr als im November und 27 weniger als im Vorjahresmonat.

Insgesamt haben die Unternehmen in diesem Jahr 5.711 freie Stellen zur Besetzung gemeldet – 1.431 weniger als im Vorjahreszeitraum.

Der Bestand an freien Stellen ist gegenüber dem Vormonat um 17 auf insgesamt 2.292 zu besetzende Stellen gesunken. Gegenüber dem Vorjahresmonat gibt es 477 weniger freie Stellen.

Der Arbeitsmarkt in den Geschäftsstellen im Dezember 2020

Die Arbeitslosenquoten: Bernau 4,1 Prozent (+ 0,1 Prozentpunkte im Vergleich zum Vormonat), Eberswalde 8,7 Prozent (0,0), Templin 9,1 Prozent (-0,1), Schwedt 10,1 Prozent (+0,2) und Prenzlau 12,1 Prozent (+0,2).

Prenzlau

Im Geschäftsstellenbezirk Prenzlau ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 24 Personen auf jetzt 2.235 gestiegen. 700 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 1.535 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 12,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 11,4 Prozent.

328 Stellen sind derzeit vakant, das sind 11 weniger als im Vorjahresmonat.

Templin

Im Geschäftsstellenbezirk Templin ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 9 Personen auf jetzt 1.152 gesunken. 416 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 736 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 9,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 8,9 Prozent.

242 Stellen sind derzeit vakant, das sind 27 mehr als im Vorjahresmonat.

Schwedt

Im Geschäftsstellenbezirk Schwedt ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 63 Personen auf jetzt 2.907 gestiegen. 774 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 2.133 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 10,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 9,9 Prozent.

481 Stellen sind derzeit vakant, das sind 76 weniger als im Vorjahresmonat.

Eberswalde:

Im Geschäftsstellenbezirk Eberswalde ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 2 Personen auf jetzt 3.002 gestiegen. 952 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 2.050 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 8,7 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote noch bei 8,4 Prozent.

514 Stellen sind derzeit vakant, das sind 165 weniger als im Vorjahresmonat.

Bernau:

Im Geschäftsstellenbezirk Bernau ist die Zahl der Arbeitslosen im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 44 Personen auf jetzt 2.644 gestiegen. 1.450 Frauen und Männer wurden von der Arbeitsagentur betreut (Rechtskreis SGB III) und 1.194 vom Jobcenter (Rechtskreis SGB II).

Die Arbeitslosenquote belief sich im Dezember auf 4,1 Prozent. Im Vorjahresmonat lag die Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent.

727 Stellen sind derzeit vakant, das sind 252 weniger als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Land Brandenburg

Im Land Brandenburg liegt die Arbeitslosenquote im Dezember bei 6,1 Prozent. Das entspricht einem Anstieg gegenüber November von 0,1 Prozentpunkten und gegenüber dem Vorjahresmonat einem Anstieg von 0,6 Prozentpunkten.

Die Arbeitslosenquoten der Agenturbezirke mit Veränderungen zum Vormonat und zum Vorjahresmonat in Prozentpunkten:

Cottbus                     6,2 %   (+0,2 / +0,5)

Frankfurt (Oder)        6,4 %   (+0,2 / +0,7)

Neuruppin                 5,9 %   (+0,1 / +0,7)

Potsdam                   5,3 %    (0,0 / +0,6)

Eberswalde               7,5 %    (+0,1 / +0,5)

Brandenburg             6,1 %   (+0,1 / +0,6)

Berlin                         10,1 %   (0,0 / +2,4)