08.07.2022 | Presseinfo Nr. 41

Junger Ukrainer will in Norderstedt in eine neue Zukunft starten!

Junger Ukrainer will in Norderstedt in eine neue Zukunft starten!

Illia Yushenko war gerade auf einer Reise in Polen, als der Krieg ausbrach. Der zwanzigjährige Ukrainer floh mit seiner Freundin nach Deutschland. In Kiew war er gerade mitten in seinem Studium der regenerierbaren Energien. Das Studium möchte er in Deutschland weiterführen - aber erstmal die Deutschkenntnisse weiter verbessern und schnell etwas eigenes Geld verdienen!

Seine Arbeitsvermittlerin Sabrina Grodnick von der Arbeitsagentur in Norderstedt nahm direkten Kontakt mit ihrem Kollegen Oliver Schweins vom Arbeitgeber-Service auf. „Hochmotiviert, gut gebildet und sogar schon einige Deutschkenntnisse - da muss schnell etwas möglich sein!“, dachte sich Sabrina Grodnick.

Das Problem: Kenntnisse und Lebenslauf passten nicht zu den typischen Stellenbeschreibungen. Doch schon wenige Tage später erhielt Illia Yushenko von Oliver Schweins mehrere ausgewählte Firmen benannt und konnte sich bewerben. Die Firma Elektro Alster Nord in Norderstedt gefiel ihm am besten, denn dort würde er im Elektrobereich arbeiten. Geschäftsführer Henning Schurbohm überlegte nicht lange: er bekam sofort einen Job und arbeitet jetzt erfolgreich in einem Team in der Elektroinstallation.

„Wir suchen dringend Fachkräfte und Nachwuchs im Elektrohandwerk. Deshalb sehe ich bei Bewerbungen nicht zuerst die Defizite, sondern achte auf die Talente und Chancen“, erklärt Henning Schurbohm.

Für Thomas Kenntemich, Leiter der Agentur für Arbeit, ist dies ein vorbildliches Beispiel für eine erfolgreiche Integration: „Herr Yushenko ist flexibel und motiviert, meine Mitarbeitenden gleichen die Bedarfe und Möglichkeiten ab und kennen die Betriebe, bei denen es passen kann. Und es gehört ein Betrieb wie Elektro Alster Nord dazu, der nicht allein nach der Stellenbeschreibung geht, sondern auch Potenziale erkennt!“

Illia Yushenko freut sich, die ersten Schritte sind getan! Er hat noch viel vor: sein Deutsch möchte er weiter verbessern, sein Studium parallel fortführen und seine Eltern in Mykolajiw - 50 km von der derzeitigen Kriegsfront - unterstützen. Und eine bezahlbare Wohnung in Norderstedt für sich und seine Freundin zu finden, das fände er toll, denn seine derzeitige Unterkunft soll zum Jahresende abgerissen werden.

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