07.05.2019 | Presseinfo Nr. 38

Immer mehr EU-Bürger finden Arbeit in Ostfriesland

Die Zahl der in Ostfriesland arbeitenden EU-Bürger hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Darauf weist die Agentur für Arbeit angesichts des bevorstehenden Europatages am 9. Mai hin. Von 1.583 Beschäftigten mit EU-Staatsbürgerschaft im Jahr 2008 stieg die Zahl auf 6.852 im Jahr 2018. Damit kam zuletzt jeder 23. sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer aus einem EU-Partnerland.
 

„Der hiesige Arbeitsmarkt hat sich durch die Arbeitnehmerfreizügigkeit für EU-Bürger sehr vielfältig entwickelt“, sagt Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung, Agentur für Arbeit Emden-Leer. „Über alle Grenzen hinweg hat sie die EU zu einem gemeinsamen Wirtschaftsraum entwickelt. Aufgrund des großen Fachkräftebedarfs hiesiger Unternehmen werden wir auch künftig auf qualifizierte Beschäftigte aus der EU angewiesen sein.“

Die Arbeitnehmerfreizügigkeit ist das Recht jedes EU-Bürgers, seinen Arbeitsplatz innerhalb der Staatengemeinschaft frei zu wählen.

Insgesamt gab es zum Stichtag Ende Juni 2018 rund 158.555 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Ostfriesland.

Größter Anteil an Beschäftigten aus Polen

Zu den fünf am stärksten vertretenen EU-Nationen in der Region gehören Polen, Rumänien, Niederlande, Bulgarien und Italien. Die Beschäftigten aus Polen stechen mit 2.392 Personen hervor, gefolgt von Rumänien (1.765), Niederlande (597), Bulgarien (430) und Italien (340). 53 Beschäftigte gab es 2018 mit britischem Pass. Die Perspektive für diese Personen war zuletzt ungewiss, da diese vom möglichen EU-Austritt Großbritanniens beeinflusst wird.

Die Bundesagentur für Arbeit ist Mitglied des Bündnisses „Niedersachsen für Europa“ und bekennt sich in diesem Rahmen zu den gemeinsamen Werten und Zielen in einem geeinten Europa.