01.07.2019 | Presseinfo Nr. 52

Dupák: „Ausbildung und Qualifizierung sind das A und O.“

Arbeitslosenquote liegt bei 5,5 Prozent (Juni 2018: 5,7 Prozent)

Fachkräfte: Thema Fachkräftesicherung allgegenwärtig!

Ausbildung: Es gibt mehr als 300 anerkannte Ausbildungsberufe!

Arbeitslosenzahl im Juni 2019:

13.741

Arbeitslosenquote (Vorjahreswert):

5,5 % (5,7 %)

Rückgang zum Mai 2019:

-257/ -1,8 %

Stellenzugang (Vorjahresmonat)

848 (-22,3 %)

Rückgang zum Juni 2018:

-379/ -2,7 %

Stellenbestand (Vorjahresmonat)

 4.245 (-1,1 %)

„Im Berichtsmonat sind die Arbeitslosenzahlen in Ostfriesland weiterhin leicht zurückgegangen,“ erklärt Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer. Die Zugänge aus Erwerbstätigkeit und die Abgänge in Erwerbstätigkeit liegen auf Vorjahresniveau. Derzeit sind in der Region 156.744 Menschen (Stand: Dezember 2018) sozialversicherungspflichtig beschäftigt, 5 Jahren zuvor waren es 139.172. „Volle Auftragsbücher, steigende Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen und nicht zuletzt älter werdende Belegschaften führen jedoch dazu, dass die Arbeitskräfte- und Fachkräftesicherung in den Unternehmen der Region allgegenwärtig ist,“ so die Einschätzung des Arbeitsmarktexperten. 4.245 Stellen sind derzeit nicht besetzt. „Allerdings benötigen Unternehmen in erster Linie beruflich gut qualifizierte Beschäftigte,“ erklärt Dupák. Trotz vieler freier Stellen gäbe es deshalb auch eine Vielzahl an Arbeitslosen, die nur schwer vermittelt werden können. Viele Arbeitslose haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Gleichwohl verfügen viele Jobsuchende über jahrelange Berufserfahrung und einiges Fachwissen.  Ein „Ungelernter“ kann mithin durchaus in der Lage sein, gute Arbeit abzuliefern. „Hier müssen wir die geeignete Anschlussqualifizierung suchen und die Menschen Schritt für Schritt auf dem Weg zu einem qualifizierten Abschluss begleiten. Wir wollen aus Menschen mit beruflichem Grundwissen am Ende anerkannte qualifizierte Fachkräfte machen. Dabei setzen wir künftig auch auf den neuen Berufe-Test „MY-SKILLS“, der uns hilft bei Geringqualifizierten in 30 Berufen eine Standortbestimmung für den hiesigen Arbeitsmarkt zu treffen. Die Ergebnisse sind für Teilnehmer und Betriebe ebenso hilfreich wie für unsere Vermittlungsfachkräfte,“ erläutert Dupák.

Viele Betriebe treibe zurzeit auch die Frage rum: „Wie qualifizieren wir Beschäftigte von heute so, dass sie die Arbeit von morgen noch machen können?“ „Mit dem Qualifizierungschancengesetz hat die Politik die Förderung von Weiterbildung massiv ausgebaut,“ erklärt Dupák. Der Arbeitgeber-Service bestärke gerade kleinere Betriebe darin, in die Belegschaft zu investieren, um Fachkräftemangel im Betrieb zu verhindern. Weiterbildung liege aber auch im Interesse von Beschäftigten, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden. „Wer im Beruf bleiben will wird in den nächsten Jahren immer wieder neues Wissen und neue Fähigkeiten brauchen,“ ist Dupák überzeugt.

Den vollständigen Arbeitsmarktbericht sowie den Arbeitsmarktreport lesen Sie bitte auf der rechten Seite!