31.07.2019 | Presseinfo Nr. 54

Dupák: „Vorübergehend leichte Sommerflaute auf dem Arbeitsmarkt"

Arbeitslosenquote liegt bei 5,8 Prozent (Juli 2018: 6,0 Prozent)
Fachkräfte: Ausgebildete Fachkräfte warten auf (Wieder-)Einstellung!
Ausbildung: Ausbildungsstelle auf den letzten Drücker!

Arbeitslosenzahl im Juli 2019:
14.418
Arbeitslosenquote (Vorjahreswert):
5,8 % (6,0 %)

Anstieg zum Juni 2019:
677/ 4,9 %
Stellenzugang (Vorjahresmonat)
   821 (-26,6 %)

Rückgang zum Juli 2018:
      -412/ -2,8 %
Stellenbestand (Vorjahresmonat)
 4.142 (-6,2 %)
 
„Der Anstieg im Juli ist nicht ungewöhnlich und schon gar nicht Anlass zur Sorge,“ erklärt Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer.
Die Gründe:
Junge Menschen, die nach Ende der Ausbildung nicht übernommen werden oder keine Stelle finden, melden sich arbeitslos; hinzu kommen Schulabgänger. Vielfach ist die Arbeitslosigkeit zumeist nur von kurzer Dauer. Die Jugendarbeitslosigkeit erreicht im Juli regelmäßig ihren Höchststand, geht aber nach der Sommerpause besonders in den Monaten September bis November wieder deutlich zurück. „Es lohnt sich für Arbeitgeber, frühzeitig beim Arbeitgeber-Service vor Ort anzufragen und sich frisch ausgebildete, geeignete Fachkräfte zu sichern, um dem Fachkräftebedarf aktiv gegenzusteuern. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 5555 20 sind wir von Montag bis Freitag zwischen 08:00 Uhr und 18:00 Uhr zu erreichen,“ rät Dupák.

Wenn Betriebe Mitarbeiter entlassen oder befristete Arbeitsverträge auslaufen, dann in der Regel vor den Sommerferien. Auf der anderen Seite stellen sie neue Mitarbeiter erst nach der Sommerpause ein. Hier spielen die Werksferien, der Urlaub von Personalentscheidern und die Abwesenheit der für die Einarbeitung zuständigen Kräfte eine Rolle. „So können in dieser Zeit weniger Arbeitslose einen neuen Job finden,“ stellt Dupák fest.

Mehr Frauen sind arbeitslos. Auch hier spielt der Übergang aus Ausbildung in Berufstätigkeit eine Rolle: Frauen wählen stärker als Männer Branchen, die von schulischen Ausbildungsgängen geprägt sind. Der fehlende direkte Bezug zu einem Arbeitgeber führt beim Übergang Schule/Beruf oft zu kurzzeitiger Arbeitslosigkeit. Hierzu zählen z.B. das Gesundheits- oder das Erziehungswesen. Im Herbst reduziert sich die Arbeitslosigkeit dann wieder.

Da Jugendliche während der Ausbildung in der Regel einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I erwerben, zeigt sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit besonders im Bereich der Arbeitslosenversicherung bei den Arbeitsagenturen. Seit Juni stieg hier die Zahl um 473 oder 68,6 Prozent, während im Bereich der Jobcenter lediglich 78 Personen oder 9,7 Prozent betroffen waren.

Den vollständigen Arbeitsmarktbericht und den Arbeitsmarktreport lesen Sie bitte auf der rechten Seite!