28.02.2020 | Presseinfo Nr. 13

Keine Überraschungen am Arbeitsmarkt

Arbeitslosenzahl im Februar: 17.090 Arbeitslosenquote (Vorjahreswert): 6,9 % (7,1 %)
Rückgang zum Januar 2019: -133 / -0,8 % Stellenzugang (Vorjahresmonat) 872 (-18,9 %)
Rückgang zum Februar 2018: -388 / -2,2 % Stellenbestand (Vorjahresmonat) 2.875 (-33,2 %)

Die gute Arbeitsmarktlage setzt sich auch im Februar 2020 fort. Trotz der anhaltenden Wintersaison ist die Zahl der Arbeitslosen leicht rückläufig , im Vergleich zum Vorjahr gibt es sogar deutlich weniger Arbeitslose in Ostfriesland. Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer ist zuversichtlich, „dass in den kommenden Wochen die Frühjahrsbelebung einsetzt und demnach die Arbeitslosenzahlen weiter sinken werden". Mehr Menschen konnten eine Arbeit aufnehmen als im Vormonat und es gab wieder mehr Eintritte in Weiterbildungsmaßnahmen. Dadurch, dass viele junge Fachkräfte sich nach Abschluss ihrer zwei- oder dreieinhalb jährigen Ausbildung arbeitslos melden, ist die Zahl arbeitsloser Jugendlicher leicht gestiegen, dies sei aber erfahrungsgemäß nur ein vorübergehendes Phänomen. „Der Berufsabschluss ist die beste Grundlage für den weiteren beruflichen Werdegang" so Dupák. Aber nicht nur für junge Menschen ist der Einstieg ins Berufsleben ein entscheidender Schritt für die Zukunft, auch für Unternehmen und Betriebe bedeutet er ein Stück Fachkräftesicherung.

Ausbildungsstellenmarkt: „Woche der Ausbildung", 16. März bis 20. März 2020

1.971 Jugendliche haben sich seit Anfang Oktober 2019 als Bewerber bei der Berufsberatung gemel-det. 1.774 Ausbildungsstellen wurden bisher von der Wirtschaft zur Verfügung gestellt. „Damit können wir den Bedarf bei weitem nicht decken," mahnt Dupák. „Ich appelliere an Arbeitgeber: Sichern Sie den Fachkräftenachwuchs und schaffen Sie Ausbildungsplätze."

Gleichzeitig erinnert Dupák daran, dass im Land Niedersachsen aufgrund der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren schätzungsweise zwei Drittel weniger Abiturienten die niedersächsischen Schulen verlassen werden, als in den letzten Jahren. Hier sollten Arbeitgeber, die bei der Besetzung von Aus-bildungsplätzen gewohnheitsgemäß auch immer mehr auf Abiturienten setzen, nicht mehr viel Zeit ins Land gehen lassen und aktiv auf die Suche nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern gehen.

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