28.10.2021 | Presseinfo Nr. 90

Ausbildungsmarkt 2021

- 1.803 Jugendliche auf Ausbildungssuche, Bewerber*innen-Rückgang: 16 Prozent
-  2.986 betriebliche Ausbildungsstellen, Stellen-Plus: 6 Prozent
-  53 Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag
-  292 Ausbildungsplätze bleiben unbesetzt

Mittelthüringen

Bewerber*innen-Rückgang setzt sich fort

Der Abschluss des Berufsberatungsjahres im September 2021 zeigt: erneut bewarben sich weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Bewerber*innenrückgang fort. 1.803 Jugendliche waren als Bewerber*innen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 338 bzw. 16 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es sind auch 19 Prozent weniger als vor fünf Jahren. „Es sind deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche – das stimmt mich nachdenklich. Die Chancen für guten Berufsnachwuchs sind hervorragend. Motivierte, gut qualifizierte Beschäftigte werden in allen Branchen in Mittelthüringen gesucht. Viele Unternehmen bieten sehr gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die Rentenabgänge in den nächsten Jahren wird der Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf weiter zunehmen“, zieht Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, Bilanz.

Die Ausbildungsbewerber*innen waren in diesem Jahr etwas älter als 2020. Jeder zweite war aktueller Schulabgänger, alle anderen hatten die Schule bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen. Das spricht dafür, dass sich auch Jugendliche für eine Ausbildung beworben haben, die im letzten Jahr nicht auf Ausbildungssuche oder nicht erfolgreich waren. Jeder neunte hat eine körperliche, geistige, psychische oder seelische Beeinträchtigung. Ebenso viele haben einen ausländischen Pass.

21 Prozent der Ausbildungssuchenden bewarben sich mit Hauptschulabschluss, 48 Prozent mit Realschulabschluss und 22 Prozent mit (Fach-)Hochschulreife.

Zum Abschluss des Berufsberatungsjahres begannen 97 Prozent der Ausbildungssuchenden eine Ausbildung, weitere Schulbildung o.a. 53 Jugendliche fanden keine Ausbildungsstelle oder Alternative. Das waren teilweise deutlich weniger als in den vergangenen Jahren. „Rückblickend war eine geregelte berufliche Orientierung in diesem Jahr aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen schwerlich möglich. Zwar haben wir viele junge Menschen über neue Kanäle wie Video- oder Telefonberatung angesprochen, doch die praktische Erprobung, das Kennenlernen und Ausprobieren von Berufen hat gefehlt“, so Michel.

Unternehmen investieren mit Ausbildung in die Zukunft

„Das hohe Ausbildungsengagement der Betriebe zeigt, dass sie wissen: der Nachwuchs, den wir heute nicht ausbilden, fehlt der Wirtschaft schon in wenigen Jahren“, sagt Michel. 3.138 Ausbildungsstellen galt es zu besetzen, darunter 2.986 von Unternehmen. Damit wollte die Wirtschaft in Mittelthüringen wieder mehr ausbilden als 2020 (+157 bzw. 6 Prozent). Verglichen mit 2016 sind es jedoch 7 Prozent weniger Ausbildungsangebote.

Auch in diesem Jahr gab es mehr Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende. Rein rechnerisch waren es 1,7 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 292 Stellen blieben zum 30. September unbesetzt. Das sind zwar weniger als 2020, jedoch etwas mehr als vor der Corona-Pandemie. Etwa ein Drittel der unbesetzten Ausbildungsstellen war im kaufmännischen Bereich, jede fünfte Stelle im verarbeitenden Gewerbe, einige im Baugewerbe, in Büro und Sekretariat, in der Logistik sowie vereinzelt auch in der Land- und Tierwirtschaft und in Arztpraxen. „Wir sind weiterhin für die Ausbildungsbetriebe und Azubis da und können sie individuell mit Stützunterricht und sozialpädagogischer Begleitung unterstützen und sie so fit für den Beruf machen“, sagt Michel. Und an die jungen Menschen gerichtet, die in naher Zukunft ins Berufsleben starten: „Testet euch aus, nutzt die Zeit, um herauszufinden, wer ihr seid und welcher Beruf zu euch passt. Wir stehen euch mit der Berufs- und Studienberatung zur Seite und unterstützen mit Beratung, Tests, Vermittlung und auch finanziell. Selten gab es so gute Chancen mit einem festen Ausbildungsvertrag, einer sicheren Vergütung und klaren Aufstiegsperspektiven in das Berufsleben zu starten.“

Die Regionen im Überblick

Erfurt

Bewerber*innen-Rückgang setzt sich fort

Der Abschluss des Berufsberatungsjahres im September 2021 zeigt: erneut bewarben sich weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Bewerber*innenrückgang fort. 676 Jugendliche waren als Bewerber*innen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 98 bzw. 13 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es sind auch 14 Prozent weniger als vor fünf Jahren. „Es sind deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche – das stimmt mich nachdenklich. Die Chancen für guten Berufsnachwuchs sind hervorragend. Motivierte, gut qualifizierte Beschäftigte werden in allen Branchen gesucht. Viele Unternehmen bieten sehr gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die Rentenabgänge in den nächsten Jahren wird der Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf weiter zunehmen“, zieht Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, Bilanz.

Die Ausbildungsbewerber*innen waren in diesem Jahr etwas älter als 2020. Mehr als jeder zweite hatte die Schule bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen. Das spricht dafür, dass sich 2021 auch Jugendliche für eine Ausbildung beworben haben, die im letzten Jahr nicht auf Ausbildungssuche oder nicht erfolgreich waren. Jeder neunte hat eine körperliche, geistige, psychische oder seelische Beeinträchtigung. Jeder siebte hat einen ausländischen Pass.

20 Prozent der Ausbildungssuchenden bewarben sich mit Hauptschulabschluss, 48 Prozent mit Realschulabschluss und 27 Prozent mit (Fach-)Hochschulreife.

Zum Abschluss des Berufsberatungsjahres begannen 96 Prozent der Ausbildungssuchenden eine Ausbildung, weitere Schulbildung o.a. 24 Jugendliche fanden keine Ausbildungsstelle oder Alternative. Das waren halb so viele wie 2021, jedoch in etwa so viele wie vor der Pandemie. „Rückblickend war eine geregelte berufliche Orientierung in diesem Jahr aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen schwerlich möglich. Zwar haben wir viele junge Menschen über neue Kanäle wie Video- oder Telefonberatung angesprochen, doch die praktische Erprobung, das Kennenlernen und Ausprobieren von Berufen hat gefehlt“, so Michel.

Unternehmen investieren mit Ausbildung in die Zukunft

1.277 Ausbildungsstellen galt es zu besetzen, darunter 1.205 von Unternehmen. Damit wollte die Wirtschaft in Mittelthüringen in etwa so viel ausbilden wie 2020. Es sind jedoch über 300 Ausbildungsplätze weniger als vor der Pandemie.

Auch in diesem Jahr gab es mehr Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende. Rein rechnerisch waren es 1,9 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 71 Stellen blieben zum 30. September unbesetzt. Das sind etwas mehr als 2020 und deutlich mehr als vor der Corona-Pandemie. Fast jede zweite unbesetzte Ausbildungsstelle war im kaufmännischen Bereich, jede fünfte Stelle in Büro und Sekretariat sowie vereinzelt im verarbeitenden Gewerbe, im Baugewerbe und in der Logistik. „Wir sind weiterhin für die Ausbildungsbetriebe und Azubis da und können sie individuell mit Stützunterricht und sozialpädagogischer Begleitung unterstützen und sie so fit für den Beruf machen“, sagt Michel. Und an die jungen Menschen gerichtet, die in naher Zukunft ins Berufsleben starten: „Testet euch aus, nutzt die Zeit, um herauszufinden, wer ihr seid und welcher Beruf zu euch passt. Wir stehen euch mit der Berufs- und Studienberatung zur Seite und unterstützen mit Beratung, Tests, Vermittlung und auch finanziell. Selten gab es so gute Chancen mit einem festen Ausbildungsvertrag, einer sicheren Vergütung und klaren Aufstiegsperspektiven in das Berufsleben zu starten.“

Weimar

Bewerber*innen-Rückgang setzt sich fort

Der Abschluss des Berufsberatungsjahres im September 2021 zeigt: erneut bewarben sich weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Bewerber*innenrückgang fort. 183 Jugendliche waren als Bewerber*innen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 47 bzw. 20 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es sind auch 28 Prozent weniger als vor fünf Jahren. „Es sind deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche – das stimmt mich nachdenklich. Die Chancen für guten Berufsnachwuchs sind hervorragend. Motivierte, gut qualifizierte Beschäftigte werden in allen Branchen in Mittelthüringen gesucht. Viele Unternehmen bieten sehr gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die Rentenabgänge in den nächsten Jahren wird der Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf weiter zunehmen“, zieht Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, Bilanz.

Mehr Altbewerber*innen als aktuelle Schulabgänger*innen

Die Ausbildungsbewerber*innen waren in diesem Jahr etwas älter als 2020. Mehr als jeder zweite (57 Prozent) hatte die Schule bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen.  Das spricht dafür, dass sich auch Jugendliche für eine Ausbildung beworben haben, die im letzten Jahr nicht auf Ausbildungssuche oder nicht erfolgreich waren. Jeder achte hat eine körperliche, geistige, psychische oder seelische Beeinträchtigung. Knapp jeder sechste hat einen ausländischen Pass.

22 Prozent der Ausbildungssuchenden bewarben sich mit Hauptschulabschluss, 37 Prozent mit Realschulabschluss und 32 Prozent mit (Fach-)Hochschulreife.

Zum 30. September begannen 98 Prozent der Ausbildungssuchenden eine Ausbildung, weitere Schulbildung o.a. 4 Jugendliche fanden keine Ausbildungsstelle oder Alternative. Das waren in etwa so viele wie in den vergangenen Jahren. „Rückblickend war eine geregelte berufliche Orientierung in diesem Jahr aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen schwerlich möglich. Zwar haben wir viele junge Menschen über neue Kanäle wie Video- oder Telefonberatung angesprochen, doch die praktische Erprobung, das Kennenlernen und Ausprobieren von Berufen hat gefehlt“, so Michel.

Jede zweite unbesetzte Ausbildungsstelle im Handel und Verkauf

368 Ausbildungsstellen galt es zu besetzen, darunter 330 von Unternehmen. Damit wollte die Wirtschaft wieder mehr ausbilden als 2020 (+20 bzw. 7 Prozent) und ist wieder auf dem Vor-Pandemie-Niveau.

Auch in diesem Jahr gab es mehr Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende. Rein rechnerisch waren es 2 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 48 Stellen blieben zum 30. September unbesetzt. Das sind zwar drei weniger als 2020, jedoch mehr als vor der Corona-Pandemie. Mehr als jede zweite der unbesetzten Ausbildungsstellen war im kaufmännischen Bereich, vereinzelt auch in Büro und Sekretariat sowie im verarbeitenden Gewerbe. „Wir sind weiterhin für die Ausbildungsbetriebe und Azubis da und können sie individuell mit Stützunterricht und sozialpädagogischer Begleitung unterstützen und sie so fit für den Beruf machen“, sagt Michel. Und an die jungen Menschen gerichtet, die in naher Zukunft ins Berufsleben starten: „Testet euch aus, nutzt die Zeit, um herauszufinden, wer ihr seid und welcher Beruf zu euch passt. Wir stehen euch mit der Berufs- und Studienberatung zur Seite und unterstützen mit Beratung, Tests, Vermittlung und auch finanziell. Selten gab es so gute Chancen mit einem festen Ausbildungsvertrag, einer sicheren Vergütung und klaren Aufstiegsperspektiven in das Berufsleben zu starten.“

Landkreis Sömmerda

Bewerber*innen-Rückgang setzt sich fort

Der Abschluss des Berufsberatungsjahres im September 2021 zeigt: erneut bewarben sich weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Bewerber*innenrückgang fort. 221 Jugendliche waren als Bewerber*innen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 122 bzw. 36 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es ist der größte Rückgang in den vergangenen fünf Jahren und liegt bei -40 Prozent! „Es sind deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche – das stimmt mich nachdenklich. Die Chancen für guten Berufsnachwuchs sind hervorragend. Motivierte, gut qualifizierte Beschäftigte werden in allen Branchen gesucht. Viele Unternehmen bieten sehr gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die Rentenabgänge in den nächsten Jahren wird der Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf weiter zunehmen“, zieht Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, Bilanz.

Die Ausbildungsbewerber*innen waren in diesem Jahr etwas älter als 2020. Es waren deutlich mehr Jugendliche auf Ausbildungssuche, die bereits in den vergangenen Jahren die Schule abgeschlossen haben.  Das spricht dafür, dass sich auch Jugendliche für eine Ausbildung beworben haben, die im letzten Jahr nicht auf Ausbildungssuche oder nicht erfolgreich waren. Jeder neunte hat eine körperliche, geistige, psychische oder seelische Beeinträchtigung. Weniger als jeder zwanzigste hat einen ausländischen Pass – das ist der geringste Anteil in Mittelthüringen.

20 Prozent der Ausbildungssuchenden bewarben sich mit Hauptschulabschluss, 52 Prozent mit Realschulabschluss und 14 Prozent mit (Fach-)Hochschulreife.

Zum 30. September begannen 98 Prozent der Ausbildungssuchenden eine Ausbildung, weitere Schulbildung o.a. 5 Jugendliche fanden keine Ausbildungsstelle oder Alternative. Das waren in etwa so viele wie in den vergangenen Jahren. „Rückblickend war eine geregelte berufliche Orientierung in diesem Jahr aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen schwerlich möglich. Zwar haben wir viele junge Menschen über neue Kanäle wie Video- oder Telefonberatung angesprochen, doch die praktische Erprobung, das Kennenlernen und Ausprobieren von Berufen hat gefehlt“, so Michel.

Knapp jede zweite unbesetzte Ausbildungsstelle im Handel und Verkauf

373 Ausbildungsstellen galt es zu besetzen, darunter 359 von Unternehmen. Damit wollte die Wirtschaft wieder mehr ausbilden als 2020 (+41 bzw. 13 Prozent) und ist wieder auf dem Vor-Pandemie-Niveau.

Auch in diesem Jahr gab es mehr Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende. Rein rechnerisch waren es 1,7 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 14 Stellen blieben zum 30. September unbesetzt. Das sind zwar deutlich weniger als 2020 und in etwa so viele wie vor der Corona-Pandemie. Knapp jede zweite der unbesetzten Ausbildungsstellen war im kaufmännischen Bereich, vereinzelt auch im Bauwesen und in Arztpraxen. „Wir sind weiterhin für die Ausbildungsbetriebe und Azubis da und können sie individuell mit Stützunterricht und sozialpädagogischer Begleitung unterstützen und sie so fit für den Beruf machen“, sagt Michel. Und an die jungen Menschen gerichtet, die in naher Zukunft ins Berufsleben starten: „Testet euch aus, nutzt die Zeit, um herauszufinden, wer ihr seid und welcher Beruf zu euch passt. Wir stehen euch mit der Berufs- und Studienberatung zur Seite und unterstützen mit Beratung, Tests, Vermittlung und auch finanziell. Selten gab es so gute Chancen mit einem festen Ausbildungsvertrag, einer sicheren Vergütung und klaren Aufstiegsperspektiven in das Berufsleben zu starten.“

Ilm-Kreis

Bewerber*innen-Rückgang setzt sich fort

Der Abschluss des Berufsberatungsjahres im September 2021 zeigt: erneut bewarben sich weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Bewerber*innenrückgang fort. 419 Jugendliche waren als Bewerber*innen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 33 bzw. 7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es sind auch 4 Prozent weniger als vor fünf Jahren. Der Rückgang fällt jedoch im Ilm-Kreis geringer aus als in anderen Region in Mittelthüringen, wo es deutlich zweistellige Rückgänge gibt. „Es sind auch im Ilm-Kreis weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche – das stimmt mich nachdenklich. Die Chancen für guten Berufsnachwuchs sind hervorragend. Motivierte, gut qualifizierte Beschäftigte werden in allen Branchen in Mittelthüringen gesucht. Viele Unternehmen bieten sehr gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die Rentenabgänge in den nächsten Jahren wird der Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf weiter zunehmen“, zieht Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, Bilanz.

Auch im Ilm-Kreis stieg der Anteil der Bewerber*innen, die die Schule bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen haben. Das spricht dafür, dass sich auch Jugendliche für eine Ausbildung beworben haben, die im letzten Jahr nicht auf Ausbildungssuche oder nicht erfolgreich waren. Jeder neunte hat eine körperliche, geistige, psychische oder seelische Beeinträchtigung. Jeder elfte hat einen ausländischen Pass.

24 Prozent der Ausbildungssuchenden bewarben sich mit Hauptschulabschluss, 51 Prozent mit Realschulabschluss und 14 Prozent mit (Fach-)Hochschulreife.

Zum 30. September begannen 97 Prozent der Ausbildungssuchenden eine Ausbildung, weitere Schulbildung o.a. 14 Jugendliche fanden keine Ausbildungsstelle oder Alternative. Das waren in etwa so viele wie in den vergangenen Jahren. „Rückblickend war eine geregelte berufliche Orientierung in diesem Jahr aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen schwerlich möglich. Zwar haben wir viele junge Menschen über neue Kanäle wie Video- oder Telefonberatung angesprochen, doch die praktische Erprobung, das Kennenlernen und Ausprobieren von Berufen hat gefehlt“, so Michel.

Unternehmen investieren in Ausbildung

625 Ausbildungsstellen galt es zu besetzen, darunter 603 von Unternehmen. Damit wollte die Wirtschaft wieder mehr ausbilden als 2020 (+102 bzw. 20 Prozent) und ist wieder fast auf dem Vor-Pandemie-Niveau.

Auch in diesem Jahr gab es mehr Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende. Rein rechnerisch waren es 1,5 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 62 Stellen blieben zum 30. September unbesetzt. Das sind doppelt so viele wie 2020 und auch mehr als vor der Corona-Pandemie. Vier von zehn der unbesetzten Ausbildungsstellen waren im verarbeitenden Gewerbe, jede vierte in Handel und Verkauf, vereinzelte auch in der Logistik und in Büroberufen. „Wir sind weiterhin für die Ausbildungsbetriebe und Azubis da und können sie individuell mit Stützunterricht und sozialpädagogischer Begleitung unterstützen und sie so fit für den Beruf machen“, sagt Michel. Und an die jungen Menschen gerichtet, die in naher Zukunft ins Berufsleben starten: „Testet euch aus, nutzt die Zeit, um herauszufinden, wer ihr seid und welcher Beruf zu euch passt. Wir stehen euch mit der Berufs- und Studienberatung zur Seite und unterstützen mit Beratung, Tests, Vermittlung und auch finanziell. Selten gab es so gute Chancen mit einem festen Ausbildungsvertrag, einer sicheren Vergütung und klaren Aufstiegsperspektiven in das Berufsleben zu starten.“

Kreis Weimarer Land

Bewerber*innen-Rückgang setzt sich fort

Der Abschluss des Berufsberatungsjahres im September 2021 zeigt: erneut bewarben sich weniger junge Menschen für eine Berufsausbildung. Damit setzt sich der seit Jahren anhaltende Bewerber*innenrückgang fort. 304 Jugendliche waren als Bewerber*innen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 38 bzw. 11 Prozent weniger als vor einem Jahr. Es sind auch etwas weniger als vor der Corona-Pandemie. „Es sind deutlich weniger junge Menschen auf Ausbildungssuche – das stimmt mich nachdenklich. Die Chancen für guten Berufsnachwuchs sind hervorragend. Motivierte, gut qualifizierte Beschäftigte werden in allen Branchen in Mittelthüringen gesucht. Viele Unternehmen bieten sehr gute Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Durch die Rentenabgänge in den nächsten Jahren wird der Fachkräfte- und Nachwuchsbedarf weiter zunehmen“, zieht Irena Michel, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt, Bilanz.

Mehr Bewerber*innen aus früheren Schuljahren

Die Ausbildungsbewerber*innen waren in diesem Jahr etwas älter als 2020. Auch der Anteil derer, die die Schule bereits in den vergangenen Jahren abgeschlossen haben, stieg auf 45 Prozent.  Das spricht dafür, dass sich auch Jugendliche für eine Ausbildung beworben haben, die im letzten Jahr nicht auf Ausbildungssuche oder nicht erfolgreich waren. Jeder neunte hat eine körperliche, geistige, psychische oder seelische Beeinträchtigung. Jeder zehnte hat einen ausländischen Pass.

20 Prozent der Ausbildungssuchenden bewarben sich mit Hauptschulabschluss, 50 Prozent mit Realschulabschluss und 21 Prozent mit (Fach-)Hochschulreife.

Zum 30. September begannen 98 Prozent der Ausbildungssuchenden eine Ausbildung, weitere Schulbildung o.a. 6 Jugendliche fanden keine Ausbildungsstelle oder Alternative. Das waren in etwa so viele wie in den vergangenen Jahren. „Rückblickend war eine geregelte berufliche Orientierung in diesem Jahr aufgrund der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen schwerlich möglich. Zwar haben wir viele junge Menschen über neue Kanäle wie Video- oder Telefonberatung angesprochen, doch die praktische Erprobung, das Kennenlernen und Ausprobieren von Berufen hat gefehlt“, so Michel.

97 unbesetzte Ausbildungsstellen

495 Ausbildungsstellen galt es zu besetzen, darunter 489 von Unternehmen. Damit meldete die Wirtschaft etwas weniger Ausbildungsplätze als 2020 (-11 bzw. 2 Prozent), liegt jedoch über dem Vor-Pandemie-Niveau.

Auch in diesem Jahr gab es mehr Ausbildungsstellen als Ausbildungssuchende. Rein rechnerisch waren es 1,6 Ausbildungsstellen pro Bewerber*in. 97 Stellen blieben zum 30. September unbesetzt. Das sind in etwa so viele wie in den vergangenen Jahren. Die unbesetzten Ausbildungsstellen kamen vor allem aus Handel und Verkauf, aus dem Bauwesen, verarbeitenden Gewerbe sowie vereinzelt auch aus der Logistik und der Tierwirtschaft. „Wir sind weiterhin für die Ausbildungsbetriebe und Azubis da und können sie individuell mit Stützunterricht und sozialpädagogischer Begleitung unterstützen und sie so fit für den Beruf machen“, sagt Michel. Und an die jungen Menschen gerichtet, die in naher Zukunft ins Berufsleben starten: „Testet euch aus, nutzt die Zeit, um herauszufinden, wer ihr seid und welcher Beruf zu euch passt. Wir stehen euch mit der Berufs- und Studienberatung zur Seite und unterstützen mit Beratung, Tests, Vermittlung und auch finanziell. Selten gab es so gute Chancen mit einem festen Ausbildungsvertrag, einer sicheren Vergütung und klaren Aufstiegsperspektiven in das Berufsleben zu starten.

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