02.09.2020 | Presseinfo Nr. 63

Arbeitslosigkeit steigt saisonbedingt

Mittelthüringen
„Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem coronabedingten Einbruch im April und Mai wieder saisonal gewohnt entwickelt. Dabei hat vor allem das Kurzarbeitergeld stabilisierend gewirkt. So liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem höheren Niveau als vor einem Jahr: Über 3.700 Menschen sind in Mittelthüringen mehr arbeitslos. Doch im August zeigt sich vorrangig die Sommerflaute. Der Anstieg vom Juli zum August fällt ähnlich groß aus wie im letzten Jahr. Das liegt vor allem an saisonalen Faktoren wie dem Übergang von Schule zu Beruf oder Studium und der damit verbundenen erhöhten Jugendarbeitslosigkeit sowie den verhaltenen Neu-Einstellungen während der Urlaubszeit“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Erfurt, die Arbeitsmarktzahlen im August.
18.614 Menschen waren in Mittelthüringen – in der Stadt Erfurt, Weimar, dem Weimarer Land, dem Ilm-Kreis und dem Kreis Sömmerda – im August arbeitslos. Das sind 335 mehr als im Juli, jedoch 3.760 mehr als vor einem Jahr. Damit stieg die Arbeitslosenquote von 6,5 auf 6,6 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,3 Prozent.
 

Neue Hochrechnung: Jeder siebte Beschäftigte hat im April kurzgearbeitet

Seit März haben in Mittelthüringen 6.651 Unternehmen für 73.762 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die zumeist im März und April eingegangenen Anzeigen und die damit laufenden Bewilligungszeiträume führten im August zu wenig neuen Anzeigen: 46 Unternehmen zeigten Kurzarbeit für 488 Mitarbeiter an.

Kurzarbeit ist ein zweistufiges Verfahren: Zunächst zeigen die Unternehmen den Arbeitsausfall an und rechnen am Monatsende die realisierte Kurzarbeit ab. Dafür haben sie drei Monate Zeit. Nach den Hochrechnungen hatten im April 31.298 Beschäftigte in 4.350 Unternehmen tatsächlich einen Entgeltausfall von mindestens zehn Prozent. Kurzarbeit angezeigt hatten zu diesem Zeitpunkt 5.664 Unternehmen für 60.450 Mitarbeiter. „Viele Unternehmen haben vorsorglich den Arbeitsausfall für ihre Beschäftigten angezeigt. Nach unseren Hochrechnungen war im April jeder siebte Beschäftigte von Kurzarbeit betroffen, dabei gab es fast doppelt so viele Anzeigen. Damit bleibt der Betrieb auch in der Krise flexibel und kann auf unterschiedliche Auftragsvolumina reagieren“, erläutert Bock.

Mehr Einstellungen

1.278 Menschen verloren ihre Arbeit, davon waren vor allem Beschäftigte in der Arbeitnehmerüberlassung, im Handel, in der Logistik, im Verarbeitenden Gewerbe und im Sozialwesen betroffen. 1.096 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Wie bereits im dritten Monat in Folge ein Zuwachs. Auch starteten 805 Menschen eine Aus- bzw. Weiterbildung. Da Maßnahmeteilnehmer nach dem Gesetz nicht als arbeitslos gezählt werden, entlastet dies die Arbeitslosenzahlen.

Stelleneingang annähernd auf Vor-Corona-Niveau

Im August stieg die Zahl der neu gemeldeten Stellen auf 1.369. Das sind 225 mehr als im Juli, jedoch 106 weniger als vor einem Jahr. „Erstmals haben uns die Unternehmen in etwa wieder so viele neue Stellen gemeldet wie vor der Corona-Krise“, sagt Bock. Gesucht werden derzeit neue Mitarbeiter vor allem über Personaldienstleister, im Verarbeitenden Gewerbe, in der Verwaltung und Sozialversicherung, im Handel, in der Unternehmensverwaltung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.

Landeshauptstadt Erfurt – Arbeitslosigkeit steigt saisonal bedingt an

„Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem coronabedingten Einbruch im April und Mai wieder saisonal gewohnt entwickelt. Dabei hat vor allem das Kurzarbeitergeld stabilisierend gewirkt. So liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem höheren Niveau als vor einem Jahr: Über 1.700 Menschen sind in Erfurt mehr arbeitslos. Doch im August zeigt sich vorrangig die Sommerflaute. Der Anstieg vom Juli zum August fällt ähnlich groß aus wie im letzten Jahr. Das liegt vor allem an saisonalen Faktoren wie dem Übergang von Schule zu Beruf oder Studium und der damit verbundenen erhöhten Jugendarbeitslosigkeit sowie den verhaltenen Neu-Einstellungen während der Urlaubszeit“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Erfurt, die Arbeitsmarktzahlen im August.

In Zahlen: In der Stadt Erfurt waren im August 8.255 Menschen arbeitslos. Das sind 145 mehr als im Juli, jedoch 1.757 mehr als vor einem Jahr (bzw. 27 Prozent). Damit stieg die Arbeitslosenquote innerhalb eines Monats von 7,1 auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,8 Prozent.

Unternehmen zeigen für 30.500 Mitarbeitende Kurzarbeit an

Seit März haben in Erfurt 2.862 Unternehmen für 30.524 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die zumeist im März und April eingegangenen Anzeigen und die damit laufenden Bewilligungszeiträume führten im August zu wenig neuen Anzeigen: 21 Unternehmen zeigten Kurzarbeit für 61 Mitarbeiter an.

Kurzarbeit ist ein zweistufiges Verfahren: Zunächst zeigen die Unternehmen den Arbeitsausfall an und rechnen am Monatsende die realisierte Kurzarbeit ab. Dafür haben sie drei Monate Zeit. Nach den Hochrechnungen hatten im März 6.312 Beschäftigte in 1.151 Unternehmen tatsächlich einen Entgeltausfall von mindestens zehn Prozent. Kurzarbeit angezeigt hatten zu diesem Zeitpunkt 1.374 Unternehmen für 15.316 Mitarbeiter. „Viele Unternehmen haben vorsorglich den Arbeitsausfall für ihre Beschäftigten angezeigt. Nach unseren Hochrechnungen waren im März knapp sechs Prozent aller Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, dabei gab es deutlich mehr Anzeigen. Damit bleibt der Betrieb auch in der Krise flexibel und kann auf unterschiedliche Auftragsvolumina reagieren“, sagt Bock.

Leichter Anstieg bei den neuen Arbeitslosmeldungen

601 Menschen verloren ihre Arbeit, davon waren vor allem Beschäftigte in der Arbeitnehmerüberlassung, im Handel, in der Logistik, im Sozialwesen, im Gastgewerbe sowie in Erziehung und Unterricht betroffen. Die Zugänge waren mehr als im Juli, jedoch weniger als vor einem Jahr.

584 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Dies ist im dritten Monat in Folge ein Zuwachs.

Auch starteten 391 Menschen eine Aus- bzw. Weiterbildung. Da Maßnahmeteilnehmer nach dem Gesetz nicht als arbeitslos gezählt werden, entlastet dies die Arbeitslosenzahlen.

Stelleneingang annähernd auf Vor-Corona-Niveau

Im August stieg die Zahl der neu gemeldeten Stellen auf 590. Das sind 94 mehr als im Juli, jedoch 73 weniger als vor einem Jahr. „Erstmals haben uns die Unternehmen fast wieder so viele neue Stellen gemeldet wie vor der Corona-Krise“, so Bock. Der durchschnittliche Stelleneingang lag bei 650 Stellen pro Monat.   Gesucht werden derzeit neue Mitarbeiter vor allem über Personaldienstleister, in der Verwaltung und Sozialversicherung, im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Unternehmensverwaltung und im Handel.

 

Stadt Weimar – Sommerflaute lässt Arbeitslosigkeit steigen

„Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem coronabedingten Einbruch im April und Mai wieder saisonal gewohnt entwickelt. Dabei hat vor allem das Kurzarbeitergeld stabilisierend gewirkt. So liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem höheren Niveau als vor einem Jahr: Über 400 Menschen sind in Weimar mehr arbeitslos. Doch im August zeigt sich vorrangig die Sommerflaute. Der Anstieg vom Juli zum August fällt ähnlich groß aus wie im letzten Jahr. Das liegt vor allem an saisonalen Faktoren wie dem Übergang von Schule zu Beruf oder Studium und der damit verbundenen erhöhten Jugendarbeitslosigkeit sowie den verhaltenen Neu-Einstellungen während der Urlaubszeit“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Erfurt, die Arbeitsmarktzahlen im August.

In Zahlen: In der Stadt Weimar waren im August 2.290 Menschen arbeitslos. Das sind 68 mehr als im Juli, jedoch 408 mehr als vor einem Jahr (bzw. 22 Prozent). Damit stieg die Arbeitslosenquote innerhalb eines Monats von 6,9 auf 7,1 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,9 Prozent.

Kurzarbeit: Im März jeder zwölfte Beschäftigte betroffen

Seit März haben in Weimar 882 Unternehmen für 8.286 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die zumeist im März und April eingegangenen Anzeigen und die damit laufenden Bewilligungszeiträume führten im August zu wenig neuen Anzeigen: 6 Unternehmen zeigten Kurzarbeit für 49 Mitarbeiter an. Damit erwarten die Unternehmen für jeden dritten Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent.

Kurzarbeit ist ein zweistufiges Verfahren: Zunächst zeigen die Unternehmen den Arbeitsausfall an und rechnen am Monatsende die realisierte Kurzarbeit ab. Dafür haben sie drei Monate Zeit. Nach den Hochrechnungen hatten im März 2.036 Beschäftigte in 355 Unternehmen tatsächlich einen Entgeltausfall von mindestens zehn Prozent. Kurzarbeit angezeigt hatten zu diesem Zeitpunkt 433 Unternehmen für 4.177 Mitarbeiter. „Viele Unternehmen haben vorsorglich den Arbeitsausfall für ihre Beschäftigten angezeigt. Nach unseren Hochrechnungen war im März jeder zwölfte Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, dabei gab es deutlich mehr Anzeigen. Damit bleibt der Betrieb auch in der Krise flexibel und kann auf unterschiedliche Auftragsvolumina reagieren“, sagt Bock.

Leichter Anstieg bei den neuen Arbeitslosmeldungen

160 Menschen verloren ihre Arbeit, davon waren vor allem Beschäftigte im Handel, im Gastgewerbe, in Heimen und im Sozialwesen sowie im Dienstleistungsbereich betroffen. Verglichen mit Juli gab es etwas mehr neue Arbeitslosmeldungen, im Vergleich zu 2019 sind sie rückläufig.

116 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind etwas mehr als im Juli, jedoch weniger als vor einem Jahr.

Auch starteten 94 Menschen eine Aus- bzw. Weiterbildung. Da Maßnahmeteilnehmer nach dem Gesetz nicht als arbeitslos gezählt werden, entlastet dies die Arbeitslosenzahlen.

Stelleneingang fast auf Vor-Corona-Niveau

Im August sank die Zahl der neu gemeldeten Stellen leicht auf 160. Das sind 24 weniger als im Juli und 15 mehr als vor einem Jahr. „Der Trend bei der Personalsuche der Wirtschaft ist positiv. Die Unternehmen haben uns fast so viele Stellen wie vor der Krise gemeldet“, so Bock. Der monatliche Stelleneingang lag bei durchschnittlich 170 Stellen pro Monat. Gesucht werden derzeit neue Mitarbeiter vor allem über Personaldienstleister, im Sozial- und Gesundheitswesen, in Verwaltung, im Handel und Verarbeitenden Gewerbe sowie im Gastgewerbe.

Ilm-Kreis – Anstieg der Arbeitslosigkeit

„Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem coronabedingten Einbruch im April und Mai wieder stabil entwickelt. Dabei hat vor allem das Kurzarbeitergeld stabilisierend gewirkt. So liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem höheren Niveau als vor einem Jahr: Über 650 Menschen sind im Ilm-Kreis mehr arbeitslos. Im August zeigt sich vorrangig die Sommerflaute. Vor allem der Übergang von Schule zu Beruf oder Studium führt zu einer erhöhten Jugendarbeitslosigkeit. Zusätzlich ist gab es in der Region verstärkt Entlassungen“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Erfurt, die Arbeitsmarktzahlen im August.

In Zahlen: Im Ilm-Kreis waren im August 3.359 Menschen arbeitslos. Das sind 70 mehr als im Juli, jedoch 651 mehr als vor einem Jahr (bzw. 24 Prozent). Damit stieg die Arbeitslosenquote innerhalb eines Monats geringfügig von 5,9 auf 6,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,9 Prozent.

Unternehmen setzen auf Kurzarbeit, um Mitarbeiter zu halten

Seit März haben im Ilm-Kreis 1.279 Unternehmen für 14.588 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die zumeist im März und April eingegangenen Anzeigen und die damit laufenden Bewilligungszeiträume führten im August zu wenig neuen Anzeigen: 8 Unternehmen zeigten Kurzarbeit für 262 Mitarbeiter an. Damit erwarten die Firmen für mehr als jeden dritten Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent.

Kurzarbeit ist ein zweistufiges Verfahren: Zunächst zeigen die Unternehmen den Arbeitsausfall an und rechnen am Monatsende die realisierte Kurzarbeit ab. Dafür haben sie drei Monate Zeit. Nach den Hochrechnungen hatten im März 2.349 Beschäftigte in 479 Unternehmen tatsächlich einen Entgeltausfall von mindestens zehn Prozent. Kurzarbeit angezeigt hatten zu diesem Zeitpunkt 575 Unternehmen für 6.340 Mitarbeiter. „Viele Unternehmen haben vorsorglich den Arbeitsausfall für ihre Beschäftigten angezeigt. Nach unseren Hochrechnungen waren im März sechs Prozent aller Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, dabei gab es deutlich mehr Anzeigen. Damit bleibt der Betrieb auch in der Krise flexibel und kann auf unterschiedliche Auftragsvolumina reagieren“, sagt Bock.

Mehr Entlassungen – mehr Einstellungen

252 Menschen verloren ihre Arbeit. Das waren 38 mehr als im Juli und 18 mehr als vor einem Jahr. Vor allem Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, in der Logistik, in der Arbeitnehmerüberlassung sowie in Erziehung und Unterricht waren betroffen.

217 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Auch starteten 159 Menschen eine Aus- bzw. Weiterbildung. Da Maßnahmeteilnehmer nach dem Gesetz nicht als arbeitslos gezählt werden, entlastet dies die Arbeitslosenzahlen.

Hoher Stelleneingang

Im August lag die Zahl der neu gemeldeten Stellen bei 314. Das sind 71 mehr als im Juli und 49 weniger als vor einem Jahr. „Der Stelleneingang im August stimmt uns hoffnungsvoll. Er liegt gar über dem Vor-Corona-Durchschnitt von monatlich 280 Stellen“, so Bock. Gesucht werden derzeit neue Mitarbeiter vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, über Personaldienstleister, im Handel, in der Verwaltung sowie im Gastgewerbe.

Nördlicher Ilm-Kreis

Im August ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. 1.976 Menschen waren arbeitslos. Das sind 60 mehr als im Juli und 426 mehr als vor einem Jahr. Das ist ein Anstieg im Jahresvergleich um 28 Prozent. Damit stieg die Arbeitslosenquote von 6,1 auf 6,3 Prozent und liegt nun erneut auf dem Juni-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 4,9 Prozent.

147 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im August verloren 155 Menschen ihre Arbeit.

Die Zahl der neu gemeldeten Stellen stieg deutlich: 207 neue Arbeitsstellen meldeten die Unternehmen im Juli. Damit liegen die Personalbedarfe noch unter dem Vor-Corona-Niveau. Vor der Krise meldeten die Unternehmen durchschnittlich 175 neue Stellen pro Monat. Aktuell suchen neben den Personaldienstleistern vor allem das Verarbeitende Gewerbe, die Verwaltung und der Handel neues Personal.

Südlicher Ilm-Kreis

Im August ist die Arbeitslosigkeit nur minimal gestiegen. 1.383 Menschen waren im südlichen Ilm-Kreis arbeitslos. Das sind 10 mehr als im Juli und 225 mehr als vor einem Jahr. Damit stieg die Arbeitslosenquote leicht von 5,6 Prozent im Juni auf 5,7 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,8 Prozent.

91 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im gleichen Zeitraum verloren 105 Menschen ihren Job.

Die Zahl der neugemeldeten Stellen stieg leicht und liegt fast auf dem Vor-Corona-Niveau. 107 neue Arbeitsstellen meldeten die Unternehmen im Juli. Vor-Corona hatten die Unternehmen einen durchschnittlichen Personalbedarf von 110 Stellen. Neben dem Verarbeitenden Gewerbe suchen vor allem der Handel, Erziehung und Unterricht sowie Verwaltung und das Gastgewerbe neues Personal.

Kreis Sömmerda – Sommerflaute am Arbeitsmarkt lässt Arbeitslosigkeit steigen

„Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem coronabedingten Einbruch im April und Mai wieder saisonal gewohnt entwickelt. Dabei hat vor allem das Kurzarbeitergeld stabilisierend gewirkt. So liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem höheren Niveau als vor einem Jahr: Über 580 Menschen sind im Kreis Sömmerda mehr arbeitslos. Doch im August zeigt sich vorrangig die Sommerflaute. Der Anstieg vom Juli zum August fällt ähnlich groß aus wie im letzten Jahr. Das liegt vor allem an saisonalen Faktoren wie dem Übergang von Schule zu Beruf oder Studium und der damit verbundenen erhöhten Jugendarbeitslosigkeit sowie den verhaltenen Neu-Einstellungen während der Urlaubszeit“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Erfurt, die Arbeitsmarktzahlen im August.

In Zahlen: Im Kreis Sömmerda waren im August 2.580 Menschen arbeitslos. Das sind 75 mehr als im Juli, jedoch 587 weniger als vor einem Jahr (bzw. 30 Prozent). Damit stieg die Arbeitslosenquote innerhalb eines Monats von 7,1 auf 7,3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 5,5 Prozent.

Landkreis am stärksten in Mittelthüringen von Kurzarbeit betroffen

Seit März haben im Landkreis Sömmerda 715 Unternehmen für 11.328 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die zumeist im März und April eingegangenen Anzeigen und die damit laufenden Bewilligungszeiträume führten im August zu wenig neuen Anzeigen: 8 Unternehmen zeigten Kurzarbeit für 63 Mitarbeiter an. Damit erwarten die Unternehmen für fast jeden zweiten Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent.

Kurzarbeit ist ein zweistufiges Verfahren: Zunächst zeigen die Unternehmen den Arbeitsausfall an und rechnen am Monatsende die realisierte Kurzarbeit ab. Dafür haben sie drei Monate Zeit. Nach den Hochrechnungen hatten im März 2.913 Beschäftigte in 282 Unternehmen tatsächlich einen Entgeltausfall von mindestens zehn Prozent. Kurzarbeit angezeigt hatten zu diesem Zeitpunkt 381 Unternehmen für 5.657 Mitarbeiter. „Viele Unternehmen haben vorsorglich den Arbeitsausfall für ihre Beschäftigten angezeigt. Nach unseren Hochrechnungen war im März jeder achte Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, dabei gab es deutlich mehr Anzeigen. Damit bleibt der Betrieb auch in der Krise flexibel und kann auf unterschiedliche Auftragsvolumina reagieren“, sagt Bock.

Weniger Entlassungen und Neueinstellungen im August

Sowohl Entlassungen als auch Neueinstellungen waren im August rückläufig.

140 Menschen verloren ihre Arbeit, davon waren vor allem Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel und in der Arbeitnehmerüberlassung, in Erziehung und Unterricht sowie in der Logistik betroffen. 96 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Das sind deutlich weniger als im Juli und als vor einem Jahr.

Auch starteten 77 Menschen eine Aus- bzw. Weiterbildung. Da Maßnahmeteilnehmer nach dem Gesetz nicht als arbeitslos gezählt werden, entlastet dies die Arbeitslosenzahlen.

Geringe Personalnachfrage im Juli

Im August ist der Stelleneingang wieder leicht gestiegen: 97 neue Stellen meldeten die Unternehmen im Landkreis. Das sind 26 mehr als im Juli, jedoch 69 weniger als vor einem Jahr. „Im Landkreis Sömmerda zeichnet sich ein positiver Trend bei den Stellenmeldungen ab, doch sie liegen noch nicht auf dem Vor-Corona-Niveau. Dieses lag bei durchschnittlich 135 Stellen pro Monat“, so Bock. Gesucht werden derzeit neue Mitarbeiter vor allem über Personaldienstleister, im Verarbeitenden Gewerbe, im Handel, in der Verwaltung und im Gesundheits- und Sozialwesen.

Kreis Weimarer Land – Arbeitslosigkeit sinkt

„Der Arbeitsmarkt hat sich nach dem coronabedingten Einbruch im April und Mai stabil entwickelt. Dabei hat vor allem das Kurzarbeitergeld stabilisierend gewirkt. So liegt die Arbeitslosigkeit derzeit auf einem höheren Niveau als vor einem Jahr: Über 350 Menschen sind mehr arbeitslos. Als einzige Region in Mittelthüringen ist im Kreis Weimarer Land die Arbeitslosigkeit erneut leicht gesunken. Es scheint, dass der Kreis von der Sommerflaute verschont blieb. So ist zwar die Jugendarbeitslosigkeit wie im Sommer üblich leicht gestiegen, doch die rückläufigen Arbeitslosmeldungen und verstärkten Beschäftigungsaufnahmen haben es ausgeglichen“, erläutert Holger Bock, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Erfurt, die Arbeitsmarktzahlen im August.

In Zahlen: Im Kreis Weimarer Land waren im August 2.130 Menschen arbeitslos. Das sind 23 weniger als im Juli, jedoch 357 mehr als vor einem Jahr (bzw. 20 Prozent). Damit lag die Arbeitslosenquote wie in den vergangenen Monaten bei 4,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,0 Prozent.

Unternehmen setzen auf Kurzarbeit, um Mitarbeiter zu halten

Seit März haben im Weimarer Land 913 Unternehmen für 9.036 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die zumeist im März und April eingegangenen Anzeigen und die damit laufenden Bewilligungszeiträume führten im August zu wenig neuen Anzeigen: 3 Unternehmen zeigten Kurzarbeit für 53 Mitarbeiter an. Damit erwarten die Unternehmen für jeden dritten Beschäftigten einen Arbeitsausfall von mindestens 10 Prozent.

Kurzarbeit ist ein zweistufiges Verfahren: Zunächst zeigen die Unternehmen den Arbeitsausfall an und rechnen am Monatsende die realisierte Kurzarbeit ab. Dafür haben sie drei Monate Zeit. Nach den Hochrechnungen hatten im März 1.653 Beschäftigte in 320 Unternehmen tatsächlich einen Entgeltausfall von mindestens zehn Prozent. Kurzarbeit angezeigt hatten zu diesem Zeitpunkt 392 Unternehmen für 3.968 Mitarbeiter. „Viele Unternehmen haben vorsorglich den Arbeitsausfall für ihre Beschäftigten angezeigt. Nach unseren Hochrechnungen waren im März sechs Prozent aller Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen, dabei gab es deutlich mehr Anzeigen. Damit bleibt der Betrieb auch in der Krise flexibel und kann auf unterschiedliche Auftragsvolumina reagieren“, sagt Bock.

Weniger Entlassungen – mehr Neueinstellungen

Im Kreis Weimarer Land wurden im August weniger Menschen entlassen und mehr neu eingestellt als im Juli.

125 Menschen verloren ihre Arbeit, davon waren vor allem Beschäftigte in der Arbeitnehmerüberlassung, im Verarbeitenden Gewerbe, im Sozialwesen und im Handel betroffen. 139 Menschen konnten eine neue Beschäftigung aufnehmen und ihre Arbeitslosigkeit beenden. Auch starteten 84 Menschen eine Aus- bzw. Weiterbildung. Da Maßnahmeteilnehmer nach dem Gesetz nicht als arbeitslos gezählt werden, entlastet dies die Arbeitslosenzahlen.

Stelleneingang über Vor-Corona-Niveau

Im August stieg die Zahl der neu gemeldeten Stellen auf 208. Das sind 58 mehr als im Juli und 70 mehr als vor einem Jahr. „Der Stelleneingang im August stimmt uns hoffnungsvoll. Er liegt gar über dem Vor-Corona-Durchschnitt von monatlich 140 Stellen“, so Bock. Gesucht werden derzeit neue Mitarbeiter vor allem im Verarbeitenden Gewerbe, über Personaldienstleister, im Handel sowie im Baugewerbe.