02.12.2020 | Presseinfo Nr. 81

Menschen mit Behinderungen

Arbeitsmarkt und Beschäftigungssituation

Anlässlich des Internationalen Tages von Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember


Mittelthüringen
In Mittelthüringen – in Erfurt, Weimar, dem Weimarer Land, dem Ilm-Kreis und dem Kreis Sömmerda – sind aktuell 1.202 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Das sind in etwa so viele wie im Oktober, jedoch 155 bzw. 15 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist die Arbeitslosigkeit jedoch weniger stark gestiegen als im Gesamtdurchschnitt. Hier lag der coronabedingte Anstieg zum Vorjahr bei knapp 22 Prozent.
 

Mit steigendem Lebensalter steigt auch der Anteil der Arbeitslosen mit Behinderung. Sieben von zehn sind 45 Jahre und älter. „Ob durch Unfall oder Krankheit –  gesundheitliche Einschränkungen können jede und jeden treffen. Lediglich vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. Viele Vorurteile lassen sich abbauen, wenn Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenarbeiten – alle bringen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Horizonte ein. Bunte Teams sind ideenreicher, schauen über den Tellerrand und alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen gut qualifizierte Beschäftigte“, erläutert Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Schließlich sind drei von vier Arbeitslosen mit Handicap Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Sechs von zehn sind erst kurzzeitig ohne Job und verfügen über aktuelle Berufserfahrung. Das wissen auch viele Arbeitgeber und setzen auf Inklusion gegen den Fachkräftemangel. Mit Unterstützung der Beratungsfachkräfte der Arbeitsagentur Erfurt fanden in diesem Jahr bisher knapp 400 behinderte Menschen einen Job.

Beschäftigungsquote: 4,9 Prozent

In den 1.127 Unternehmen in Mittelthüringen mit mindestens 20 Beschäftigten sind 7.659 Menschen mit einer Schwerbehinderung sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren stabil geblieben. Nach dem Gesetz müssten die beschäftigungspflichtigen Unternehmen weitere 1.433 Menschen mit einer Behinderung beschäftigen. Damit wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 5 Prozent mit 4,9 Prozent knapp nicht erreicht. Bei den privaten Unternehmen liegt die Beschäftigungsquote nur bei 3,8 Prozent. Neben der öffentlichen Verwaltung arbeiten die meisten Beschäftigten mit Handicap im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Logistik sowie im Handel.

Erfurt – Jeder 15. Arbeitslose hat eine Behinderung

In Erfurt sind aktuell 489 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Das sind 16 weniger als im Oktober, jedoch 60 bzw. 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist die Arbeitslosigkeit jedoch weniger stark gestiegen als im Gesamtdurchschnitt. Hier lag der coronabedingte Anstieg zum Vorjahr bei knapp 25 Prozent.

Mit steigendem Lebensalter steigt auch der Anteil der Arbeitslosen mit Behinderung. Drei von vier sind 45 Jahre und älter. „Ob durch Unfall oder Krankheit –  gesundheitliche Einschränkungen können jede und jeden treffen. Lediglich vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. Viele Vorurteile lassen sich abbauen, wenn Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenarbeiten – alle bringen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Horizonte ein. Bunte Teams sind ideenreicher, schauen über den Tellerrand und alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen gut qualifizierte Beschäftigte“, erläutert Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Schließlich sind drei von vier Arbeitslosen mit Handicap Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Sechs von zehn sind erst kurzzeitig ohne Job und verfügen über aktuelle Berufserfahrung.

Beschäftigungsquote durch öffentliche Arbeitgeber erfüllt

In der Stadt Erfurt sind 4.627 Menschen mit einer Schwerbehinderung in 449 Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren stabil geblieben. Nach dem Gesetz müssten die beschäftigungspflichtigen Unternehmen weitere 584 Menschen mit Handicaps beschäftigen. Insgesamt wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 5 Prozent zwar in der Stadt Erfurt mit 5,5 Prozent erfüllt, doch bei den privaten Arbeitgebern liegt die Beschäftigungsquote lediglich bei 4,3 Prozent. Auch dies ist seit Jahren stabil.

Neben der öffentlichen Verwaltung arbeiten die meisten Beschäftigten mit Handicap in der Logistik, im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Dienstleistungsbereich.

Ilm-Kreis – Jeder elfte Arbeitslose hat eine Behinderung

Im Ilm-Kreis sind aktuell 283 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Das sind 6 mehr als im Oktober und 73 bzw. 35 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist ihre Arbeitslosigkeit stärker stark gestiegen als im Gesamtdurchschnitt. Hier lag der coronabedingte Anstieg zum Vorjahr bei knapp 18 Prozent.

Mit steigendem Lebensalter steigt auch der Anteil der Arbeitslosen mit Behinderung. Drei von vier sind 45 Jahre und älter. „Ob durch Unfall oder Krankheit –  gesundheitliche Einschränkungen können jede und jeden treffen. Lediglich vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. Viele Vorurteile lassen sich abbauen, wenn Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenarbeiten – alle bringen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Horizonte ein. Bunte Teams sind ideenreicher, schauen über den Tellerrand und alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen gut qualifizierte Beschäftigte“, erläutert Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Schließlich sind vier von fünf Arbeitslosen mit Handicap Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Zwei von drei sind erst kurzzeitig ohne Job und verfügen über aktuelle Berufserfahrung.

Beschäftigungsquote liegt bei 3,8 Prozent

Im Ilm-Kreis sind 923 Menschen mit einer Schwerbehinderung in 232 Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren stabil geblieben. Nach dem Gesetz müssten die beschäftigungspflichtigen Unternehmen weitere 282 Menschen mit Handicaps beschäftigen. So wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 5 Prozent im Ilm-Kreis mit 3,8 Prozent nicht erfüllt. Bei privaten Arbeitgebern liegt sie nur bei 3,4 Prozent. Auch dies ist seit Jahren stabil.

Die meisten Beschäftigten mit Behinderung arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe, in der Verwaltung, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in Erziehung und Unterricht.

Landkreis Sömmerda – Jeder zwölfte Arbeitslose hat eine Behinderung

Im Landkreis Sömmerda sind aktuell 196 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Das sind 8 mehr als im Oktober und 36 bzw. 22 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist ihre Arbeitslosigkeit etwas stärker stark gestiegen als im Gesamtdurchschnitt. Hier lag der coronabedingte Anstieg zum Vorjahr bei 21 Prozent.

Mit steigendem Lebensalter steigt auch der Anteil der Arbeitslosen mit Behinderung. Drei von vier sind 45 Jahre und älter. „Ob durch Unfall oder Krankheit –  gesundheitliche Einschränkungen können jede und jeden treffen. Lediglich vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. Viele Vorurteile lassen sich abbauen, wenn Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenarbeiten – alle bringen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Horizonte ein. Bunte Teams sind ideenreicher, schauen über den Tellerrand und alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen gut qualifizierte Beschäftigte“, erläutert Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Schließlich sind vier von fünf Arbeitslosen mit Handicap Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Jeder zweite ist erst kurzzeitig ohne Job und verfügt über aktuelle Berufserfahrung.

Beschäftigungsquote liegt bei 3,8 Prozent

Im Landkreis sind 589 Menschen mit einer Schwerbehinderung in 138 Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren leicht gestiegen. Nach dem Gesetz müssten die beschäftigungspflichtigen Unternehmen weitere 180 Menschen mit Handicaps beschäftigen. So wird die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 5 Prozent mit 3,8 Prozent nicht erfüllt. Bei privaten Arbeitgebern liegt sie nur bei 3,5 Prozent. Auch dies ist seit Jahren stabil.

Die meisten Beschäftigten mit Behinderung arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Verwaltung und im Dienstleistungssektor.

Weimar – Jeder 16. Arbeitslose hat eine Schwerbehinderung

In der Stadt Weimar sind aktuell 123 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Das sind 10 mehr als im Oktober und 6 bzw. 5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Damit ist die Arbeitslosigkeit jedoch weniger stark gestiegen als im Gesamtdurchschnitt. Hier lag der coronabedingte Anstieg zum Vorjahr bei 25 Prozent.

Mit steigendem Lebensalter steigt auch der Anteil der Arbeitslosen mit Behinderung. Zwei von drei sind 45 Jahre und älter. „Ob durch Unfall oder Krankheit –  gesundheitliche Einschränkungen können jede und jeden treffen. Lediglich vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. Viele Vorurteile lassen sich abbauen, wenn Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenarbeiten – alle bringen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Horizonte ein. Bunte Teams sind ideenreicher, schauen über den Tellerrand und alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen gut qualifizierte Beschäftigte“, erläutert Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt.  Schließlich sind drei von vier Arbeitslosen mit Handicap Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Sechs von zehn sind erst kurzzeitig ohne Job und verfügen über aktuelle Berufserfahrung.

Beschäftigungsquote mit 4,3 Prozent nicht erfüllt

In der Stadt Weimar sind 1.032 Menschen mit einer Schwerbehinderung in 146 Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Hier ist in den vergangenen Jahren eine leichte Steigerung zu verzeichnen. Nach dem Gesetz müssten die beschäftigungspflichtigen Unternehmen weitere 155 Menschen mit Handicaps beschäftigen. Damit liegt die Beschäftigungsquote in der Kulturstadt mit 4,3 Prozent unter den vorgeschriebenen 5 Prozent. Bei privaten Unternehmen liegt sie nur bei 3,8 Prozent.

Abgesehen von der öffentlichen Verwaltung arbeiten die meisten Beschäftigten mit Handicap im Gesundheits- und Sozialwesen, im wissenschaftlichen Dienstleistungsbereich, im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Handel.

Weimarer Land – Jeder 17. Arbeitslose hat eine Behinderung

Im Kreis Weimarer Land sind aktuell 111 Menschen mit Schwerbehinderung arbeitslos. Das sind 4 weniger als im Oktober und 20 weniger als vor einem Jahr. Damit ist der Landkreis die einzige Region in Mittelthüringen, in der die Arbeitslosigkeit bei Schwerbehinderten innerhalb eines Jahres gesunken ist, und das obwohl sie im Gesamtdurchschnitt um 14 Prozent stieg.

Mit steigendem Lebensalter steigt auch der Anteil der Arbeitslosen mit Behinderung. Drei von vier sind 45 Jahre und älter. „Ob durch Unfall oder Krankheit –  gesundheitliche Einschränkungen können jede und jeden treffen. Lediglich vier Prozent aller Behinderungen sind angeboren. Viele Vorurteile lassen sich abbauen, wenn Menschen mit und ohne Einschränkungen zusammenarbeiten – alle bringen ihre Sichtweisen, Erfahrungen und Horizonte ein. Bunte Teams sind ideenreicher, schauen über den Tellerrand und alle profitieren von dieser Zusammenarbeit. Gleichzeitig gewinnen Unternehmen gut qualifizierte Beschäftigte“, erläutert Simone Faßbender, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Erfurt. Schließlich sind drei von vier Arbeitslosen mit Handicap Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Hochschulabschluss. Mehr als jeder Zweite ist erst kurzzeitig ohne Job und verfügt über aktuelle Berufserfahrung.

Beschäftigungsquote liegt bei 3,2 Prozent

Im Landkreis sind 486 Menschen mit einer Schwerbehinderung in 162 Betrieben mit mindestens 20 Mitarbeitern sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Ihre Zahl ist in den letzten Jahren gesunken. Nach dem Gesetz müssten die beschäftigungspflichtigen Unternehmen weitere 231 Menschen mit Handicaps beschäftigen. Insgesamt wird damit die gesetzlich vorgeschriebene Quote von 5 Prozent mit 3,2 Prozent nicht erfüllt. Bei privaten Arbeitgebern liegt die Beschäftigungsquote lediglich bei 2,8 Prozent. Auch hier ist die Quote in den vergangenen Jahren gesunken.

Die meisten Beschäftigten mit einer Schwerbehinderung arbeiten im Verarbeitenden Gewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, in der Verwaltung und im Handel.

Diese Förderung können Unternehmen bei der Einstellung bzw. Ausbildung von Menschen mit Behinderungen erhalten

  • Individuelle Beratung durch die Agentur für Arbeit
  • Unternehmen können bei Zweifeln an der Eignung die Probebeschäftigung nutzen. Dabei erstattet die Agentur für Arbeit i.d.R. alle mit einem Arbeitsverhältnis zusammenhängenden Kosten wie z.B. Lohn-/Gehaltskosten einschließlich der Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung.
  • Bei der Einstellung können Unternehmen einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten (Eingliederungszuschuss). Die Förderhöhe und die Förderdauer richten sich nach der Einschränkung der Arbeitsleistung des Arbeitnehmers und nach den Anforderungen des jeweiligen Arbeitsplatzes.
  • Bei der Ausbildung eines Auszubildenden mit Schwerbehinderung, können Unternehmen einen Zuschuss zur Ausbildungsvergütung erhalten. Zusätzlich werden schwerbehinderte Auszubildende bei der Berechnung der Ausgleichsabgabe auf zwei Pflichtplätze angerechnet.
  • Wenn eine behindertengerechte Ausgestaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen erforderlich ist, unterstützen Arbeitsagentur bzw. das Integrationsamt durch den Technischen Berater und finanzielle Zuschüsse.