01.09.2020 | Presseinfo Nr. 39

Arbeitsmarkt Essen

Der Essener Arbeitsmarkt im August – Der Markt normalisiert sich zunehmend wieder, der Pandemie-Effekt schwindet
 
Arbeitslosenzahl: 35.850

Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich: +343 oder +1,0%

Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: +4.742 oder +15,2%

Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat): 11,8% (+0,1%- Punkte)

Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen - SGB III: 3,6% (Vorjahr: 2,4%)

Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen - SGB II: 8,0% (Vorjahr: 7,0%)
 

Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt normalisiert sich zunehmend wieder. Die Arbeitslosenquote in Essen ist im August nur leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 11,8 Prozent gestiegen. Der prozentuale Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gegenüber dem Vorjahres- und Vorquartal bewegt sich im oberen Drittel von NRW. „Wir stellen wieder vermehrt Abgänge in Arbeit und Ausbildung fest. Allein in diesem Monat sind 1607 Menschen aus der Arbeitslosigkeit in Erwerbstätigkeit übergegangen, das sind rud 400 mehr als im Vormonat“, meint Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen.

Im August haben weitere 63 Betriebe in Essen Kurzarbeit angezeigt. In den Anzeigen wurden 747 Personen genannt. Im Vormonat Juli waren es 163 Anzeigen mit 2.419 Personen. Damit ist der Corona bedingte Anstieg der angezeigten Kurzarbeit stark zurückgegangen. „Die Auswirkungen der Pandemie lassen sichtbar nach, jedoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften in vielen Branchen noch weit unter dem Niveau vor Corona.“ Andrea Demler begrüßt die Verlängerung der Kurzarbeit durch die Bundesregierung. „Auch der Anreiz zur Qualifizierung während der Kurzarbeit ist richtig.“ Bei einer Verbindung von Kurzarbeit und Qualifizierung können bis zu 100 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge erstattet werden.

Arbeitslosigkeit
Im August waren in Essen 35.850 Personen arbeitslos gemeldet, 343 mehr als im Vormonat
(+1,0%). Die Arbeitslosenquote stieg damit auf 11,8 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit in Essen um 4.742 Personen zugenommen (+15,2%). Der Zugang an Arbeitslosen betrug im August insgesamt 4.841 Personen, 1.958 weniger als noch vor einem Jahr.

 

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) ist die Zahl arbeitsloser Menschen gegenüber dem Vormonat um 220 auf 9.352 Menschen angestiegen (+2,4%). Das waren 3.234 mehr als im August vergangenen Jahres (+52,9%).

Entwicklung in der Grundsicherung

Im JobCenter Essen wurden im aktuellen Monat 26.498 Arbeitslose gezählt, 123 mehr als im Juli (+0,5%). Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Zahl der Arbeitslosen um 1.508 Personen zugenommen (+6,0%).

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 13.639 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Juli um 285 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg von 1.195 Frauen und Männern.

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im August waren in Essen 3.388 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet, 177 mehr als im Juli (+5,5%) und 643 mehr als vor einem Jahr (+23,4%). Mit 2.331 Personen entfällt das Gros auf das JobCenter (112 mehr zum Vormonat und +292 zum Vorjahresmonat). 1.057 junge Frauen und Männer wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 65 mehr als im Juli und 351 mehr als vor Jahresfrist.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] lag im August bei 48.408 Personen. Das waren 223 Personen mehr als im Juli (+0,5%) und 2.622 mehr als vor Jahresfrist (+5,7%). Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 15,4 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III hat die Unterbeschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 2.994 auf 10.571 Personen zugenommen (+39,5%). Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis SGB II lag mit 37.837 Personen um 372 Personen oder 1% unter dem Wert von vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Essener Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service insgesamt 766 Arbeitsstellen (-293 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich zum Stichtag insgesamt 3.373 freie Stellen, 55 mehr als im Vormonat (+1,7%) und 584 weniger als im Vorjahresmonat (-14,8%).

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

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