30.06.2021 | Presseinfo Nr. 23

Der Essener Ausbildungs- und Arbeitsmarkt im Juni

Eckwerte des Ausbildungsmarktes

 
  • Gemeldete Bewerber/innen (gegenüber Vorjahr):           3.362 (+97; +3,0%)
  • Gemeldete Ausbildungsstellen (gegenüber Vorjahr):     2.853 (-144; -4,8%)
  • Unversorgte Jugendliche:                                                1.256
  • Unbesetzte Ausbildungsstellen:                                       1.232
  • Berufsausbildungsstellen je Bewerber/in:                        0,85    
  • Unbesetzte Berufsausbildungsstellen je Bewerber/in:   0,98

Eckwerte des Arbeitsmarktes

  • Arbeitslosenzahl:                                                              32.648
  • Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich:                        -370 oder -1,1% 
  • Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich:                          -1.992 oder -5,8%
    Arbeitslosenquote (gegenüber Vormonat):                        10,8 % (-0,1 Prozentpunkte)
  • Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen - SGB III:         2,4% (Vorjahr: 2,8%)
  • Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen - SGB II:          7,3% (Vorjahr: 7,7%)

Der Ausbildungsmarkt in Essen

„Nun stehen die Ferien kurz bevor und immer noch suchen mehr als 1.200 junge Essenerinnen und Essener einen Ausbildungsplatz für diesen Sommer. Demgegenüber steht fast die gleiche Anzahl an freien Ausbildungsstellen. Rein rechnerisch könnte also jeder junge Mensch eine Ausbildungsstelle bekommen. Dass diese Rechnung nicht auf geht, wissen wir aus den letzten Jahren.“ betont Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Essen, und fügt hinzu: „In der letzten Woche haben wir eine sehr erfolgreiche virtuelle Ausbildungsmesse mit mehr als 1.600 jungen Menschen aus der Region durchgeführt. Der Beratungsbedarf ist immer noch groß! Mein Appell an die Jugendlichen lautet aktuell: es ist noch nicht zu spät! Es gibt noch mehr als tausend Chancen in Essen – ergreift sie und sprecht mit der Berufsberatung. Auch in den Sommerferien sind wir für Euch da und bieten terminierte persönliche Beratung sowie Videochats an. Am 8. Juli findet zum Beispiel ein Videot@lk-Aktionstag statt, an dem alle herzlich eingeladen sind mit der Berufsberatung ins Gespräch zu kommen. Einfach die 0201 181 1234 wählen und anmelden.“

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2020 meldeten sich 3.362 Bewerber/innen für Berufsausbildungsstellen (+3,0 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) bei der Berufsberatung.

Insgesamt wurden der Agentur für Arbeit Essen im gleichen Zeitraum 2.853 Ausbildungsstellen gemeldet. Das entspricht einem Rückgang von 144 Stellen und 4,8 % zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Aktuell gelten noch 1.256 Bewerber/innen als unversorgt (-10,9 % im Vergleich zu Juni 2020). Dem stehen 1.232 unbesetzte Ausbildungsstellen gegenüber (-26,8 % im Vergleich zum Vorjahresmonat).

Unbesetzte Ausbildungsstellen gibt es noch in fast allen Bereichen. Zu den TOP 10 gehören    Verkäufer/in (130), Kaufmann/-frau im Einzelhandel (102), Kaufmann/-frau – Büromanagement (79), Medizinische/r Fachangestellte/r (69), Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r      (62), Bankkaufmann/-frau (41), Handelsfachwirt/in (Ausbildung) (30), Fachverkäufer/in -Lebensmittelhandwerk – Fleischerei (27), Fachkraft – Lagerlogistik (26), Kaufmann/-frau für Dialogmarketing (26).

Link zum Angebot Check-U: https://www.arbeitsagentur.de/bildung/welche-ausbildung-welches-studium-passt

Link zu Berufe TV: https://con.arbeitsagentur.de/prod/berufetv/start


Der Arbeitsmarkt in Essen

„Auch im Juni können wir wieder einen Rückgang der Arbeitslosigkeit vermelden. Die Arbeitslosenquote ist um 0,1 %-Punkte gesunken und beträgt nun 10,8 %. Unsere Hoffnung, dass mit den Lockerungen der Eindämmungsmaßnahmen auch eine wieder anziehende Nachfrage nach Personal einhergeht, hat sich bestätigt. Im Juni haben uns die Betriebe 849 freie Arbeitsstellen gemeldet, das waren immerhin 1,7 % mehr als im Mai und sogar 51,6 % mehr als im Juni 2020.“ resümiert Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen.

Die Arbeitsmarktexpertin fügt hinzu: „Wir wissen, dass die Pandemie für die Unternehmen ein enormer Kraftakt war und viele, vor allem Kleinstbetriebe, um ihre Existenz bangen mussten. Nun ist wieder Licht am Horizont und in einigen Branchen springt der Konjunkturmotor jetzt deutlich an und wir möchten die Betriebe ermuntern genau jetzt an die Zukunft zu denken und vor allem an die ihres Personals. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die eigenen Beschäftigten mit Unterstützung der Arbeitsagentur zu qualifizieren. Alle Betriebe sind herzlich eingeladen, sich bei uns zu melden und individuelle Lösungen mit uns zu besprechen. Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Arbeitgeber-Serice stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Arbeitslosigkeit
Im Juni waren in Essen 32.648 Personen arbeitslos gemeldet, 370 weniger als im Vormonat       (-1,1 %). Die Arbeitslosenquote beträgt 10,8 Prozent, im Mai lag sie bei 10,9%. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit in Essen um 1.992 Personen abgenommen (-5,8 %).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) ist die Zahl arbeitsloser Menschen gegenüber dem Vormonat um 206 auf 7.402 Menschen gesunken (-2,7 %). Das waren 892 weniger als im Juni vergangenen Jahres (-10,8 %).

Entwicklung in der Grundsicherung

Im JobCenter Essen wurden im aktuellen Monat 25.246 Arbeitslose gezählt, 164 weniger als im Mai (-0,6 %). Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Zahl der Arbeitslosen um 1.100 Personen abgenommen (-4,2 %).

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 15.571 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Mai um 70 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Anstieg von 2.567 Frauen und Männern.

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im Juni waren in Essen 2.724 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet, 42 weniger als im Mai (-1,5 %) und 339 weniger als vor einem Jahr (-11,1 %). Mit 2.055 Personen entfällt das Gros auf das JobCenter (51 weniger zum Vormonat und 180 weniger zum Vorjahresmonat). 669 junge Frauen und Männer wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 9 mehr als im Mai und 159 weniger als vor Jahresfrist.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] lag im Juni bei 45.814 Personen. Das waren 486 Personen weniger als im Mai (-1,0 %) und 1.610 weniger als vor einem Jahr (-3,4 %). Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 14,6 Prozent.

Im Rechtskreis SGB III hat die Unterbeschäftigung gegenüber dem Vormonat um 262 auf 8.798 Personen abgenommen (-2,9 %). Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis SGB II lag mit 37.016 Personen um 224 Personen oder 0,6 % unter dem Wert von vor einem Jahr.

Arbeitskräftenachfrage

Essener Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service insgesamt 849 Arbeitsstellen, 14 mehr als im Vormonat und 289 mehr als im Vorjahr. Im Bestand befanden sich zum Stichtag insgesamt 3.918 freie Stellen, 189 mehr als im Vormonat (+5,1 %) und 979 mehr als im Vorjahresmonat (+33,3 %).

Kurzarbeit

Im Juni haben 23 Essener Betriebe für 852 potentiell betroffene Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Die Anzeigen auf Kurzarbeit haben damit merklich abgenommen. Trotzdem liegt dieses Anzeigevolumen noch höher als vor Corona. Wie viele Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten.

Demnach befanden sich im Dezember 2020 in Essen 2.263 Betriebe in Kurzarbeit mit insgesamt 15.001 betroffenen Beschäftigten.

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag Ende Dezember 2020[2] waren am Arbeitsort Essen insgesamt 263.031 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 6.357 Beschäftigte mehr als im Dezember 2019 (+2,5 %) und 373 Personen oder 0,1 % mehr als im Vorquartal (September 2020). Von den Beschäftigten arbeiteten 71,4 % in Vollzeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme nach Branchen bei der Herstellung von Vorleistungsgütern, einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes (+4.234 oder +101,1%). Am ungünstigsten war hingegen die Entwicklung im Gastgewerbe (-1.098 oder -15,0 %).

 

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

[2] Die Beschäftigungsstatistik wird aus den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung gewonnen. Die statistische Berichterstattung erfolgt monatlich mit einer Wartezeit von 6 Monaten. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

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