Höchststand bei sozialversicherungspflichtig Beschäftigten

„Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hat einen neuen Höchststand erreicht. Essen bewegt sich damit nicht nur im bundesweiten Trend, sondern liegt sogar im Vergleich zum Vorjahr im oberen-Drittel aller Agenturen in NRW“, kommentiert Andrea Demler, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Essen, den neuesten Arbeitsmarktbericht. „Ein genauerer Blick in die Statistik zeigt, dass die Zahl der Personen, die ihren Job verloren haben, gegenüber dem Vormonat gesunken ist. Die Betriebe versuchen also aufgrund des gestiegenen Arbeits- und Fachkräftemangels weiterhin ihre Mitarbeitenden auf jeden Fall zu halten. Und nicht nur das, es ist schon einige Jahre her, dass uns in einem März so viele neue freie Stellen von den Unternehmen gemeldet wurden. Der Arbeitsmarkt in Essen ist also weiterhin stabil, auch wenn die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkt gestiegen ist. Wie auch schon in den Monaten zuvor lässt sich dies damit erklären, dass es erneut einen Zuwachs ukrainischer Geflüchteter nach dem Auslaufen von Sprach- und Integrationskursen  in die Arbeitslosigkeit gegeben hat. Betrachtet man die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarkts, sind jedoch grundsätzlich gute Voraussetzungen gegeben, dass viele von ihnen im Laufe diesen Jahres eine Anstellung finden werden“, zeigt sich Demler optimistisch.

31.03.2023 | Presseinfo Nr. 15

Arbeitslosigkeit

Im März waren in Essen 31.325 Personen arbeitslos gemeldet, 174 mehr als im Vormonat (+0,6%). Die Arbeitslosenquote beträgt 10,4%, 0,1 %-Punkt mehr als im Februar. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit in Essen um 1.302 Personen zugenommen (+4,3%).´

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) ist die Zahl arbeitsloser Menschen gegenüber dem Vormonat um 65 auf 6.327 Menschen gesunken (-1,0%). Das waren 284 Personen mehr als im März vergangenen Jahres (+4,7%).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Im JobCenter Essen wurden im aktuellen Monat 24.998 Arbeitslose gezählt, 239 mehr als im Februar (+1,0%). Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die Zahl der Arbeitslosen um 1.018 Personen zugenommen (+4,2%).

Langzeitarbeitslosigkeit

Mit aktuell 13.352 Personen hat die Zahl derjenigen, die bereits ein Jahr oder länger bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind, gegenüber Februar um 7 Personen zugenommen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich ein Rückgang von 1.118 Frauen und Männern.

Arbeitslose Ausländer

Im Berichtsmonat waren 14.010 Ausländer/innen arbeitslos gemeldet, 167 mehr als im Februar und 2.030 mehr als im März des letzten Jahres.

Entwicklung der Jugendarbeitslosigkeit

Im März waren in Essen 2.804 junge Menschen unter 25 Jahre arbeitslos gemeldet, 35 mehr als im Februar (+1,3%) und 396 mehr als vor einem Jahr (+16,4%). Mit 2.188 Personen entfällt das Gros auf das JobCenter (26 mehr zum Vormonat und plus 294 zum Vorjahresmonat). 616 junge Frauen und Männer wurden von der Agentur für Arbeit betreut, 9 mehr als im Februar und 102 mehr als vor Jahresfrist.

Unterbeschäftigung

Die Unterbeschäftigung[1] lag im März bei 45.229 Personen. Das waren 117 Personen mehr als im Februar (+0,3%) und 2.633 mehr als vor einem Jahr (+6,2%). Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 14,5%.

Im Rechtskreis SGB III ist die Unterbeschäftigung gegenüber dem Vormonat um 36 auf 8.013 Personen gesunken (-0,4%). Die Unterbeschäftigung im Rechtskreis SGB II lag mit 37.216 Personen um 153 Personen über dem Wert von vor einem Monat (+0,4%).

Arbeitskräftenachfrage

Essener Unternehmen meldeten dem Arbeitgeber-Service insgesamt 787 Arbeitsstellen (-124 zum Vormonat und +58 zum Vorjahr). Im Bestand befanden sich zum Stichtag insgesamt 4.202   freie Stellen, 117 mehr als im Vormonat (+2,9%) und 140 mehr als im Vorjahresmonat (+3,4%).

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag Ende September 2022[2] waren am Arbeitsort Essen insgesamt 267.060 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 3.143 Beschäftigte mehr als

im Juni 2022 (+1,2 %) und 7.102 Personen oder 2,7 % mehr als im Vorjahresquartal (September 2021). Von den Beschäftigten arbeiteten 70,0 % in Vollzeit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme nach Branchen bei den Immobilien, freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (+1.8142 oder +5,8%). Am ungünstigsten war hingegen die Entwicklung bei der Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (-539 oder -7,9 %).


[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

[2] Die Beschäftigungsstatistik wird aus den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung gewonnen. Die statistische Berichterstattung erfolgt monatlich mit einer Wartezeit von 6 Monaten. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.