Identifizierung ohne Behördengang

Das Selfie-Ident-Verfahren per Handy macht es möglich

Die Identitätsprüfung von Antragstellerinnen und Antragstellern auf Arbeitslosengeld I ist bei der Agentur für Arbeit ab sofort mit dem elektronischen Selfie-Ident-Verfahren möglich.

Um Arbeitslosengeld gewährt zu bekommen, schreibt das Gesetz eine Identitätsprüfung der Antragsteller vor. Diese ist jedoch ausgesetzt, seitdem sich die Corona-Pandemie in Deutschland auszubreiten begann.

Um diese Identitätsprüfung auch ohne persönliches Erscheinen zu ermöglichen, hat die Bundesagentur für Arbeit in Kooperation mit der Firma Nect GmbH eine digitale Möglichkeit geschaffen.

Das neue Werkzeug heißt Selfie-Ident-Verfahren. Alles, was dazu benötigt wird, ist ein App-fähiges Gerät wie Smartphone oder Tablet, eine Internetverbindung und ein gültiges Ausweisdokument wie Personalausweis oder Reisepass.

Nachdem die App heruntergeladen ist, erfolgt eine Anmeldung zu den eServices der Arbeitsagentur. Der Schutz der persönlichen Daten bleibt garantiert.

Mit der App benötigen die Antragsteller nur drei Schritte, um ihre Identität zu bestätigen: Kurzes Video von sich aufnehmen, die Vorderseite des Ausweises filmen und die Rückseite des Ausweisdokuments fotografieren.

Wichtig! Das Self-Ident-Verfahren ist für die Kundinnen und Kunden freiwillig.

Nimmt jemand nicht an diesem bis zum 31. Dezember 2020 befristeten Verfahren teil oder stehen die technischen Geräte nicht zur Verfügung, lädt die Arbeitsagentur zum persönlichen Gespräch ein. Dabei erfolgt die Identitätsprüfung auf herkömmliche Weise.

Wichtig! Alle, für die dieses Verfahren möglich ist, bekommen bis Ende Juli ein entsprechendes Schreiben, in dem das Selfie-Ident-Verfahren angeboten und erklärt wird. Betroffene müssen also erst aktiv werden, wenn sie angeschrieben werden. Alle Kundinnen und Kunden, die das Verfahren nutzen können, bekommen ein Schreiben mit einem QR-Code.