01.02.2022 | Presseinfo Nr. 7

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Januar 2022

Die Entspannung am Arbeitsmarkt von den Folgen der Pandemie setzt sich weiter fort. Im laufenden Berichtsmonat sind 14.068 Menschen arbeitslos gemeldet, dass ist der niedrigste Stand seit Inkrafttreten der Hartz IV Reform im Januar 2005.
 

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Januar 2022

•    Aktuell: 14.068 Arbeitslose im Agenturbezirk
-    Veränderungen der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahresmonat -15,8 Prozent, zum Vormonat +5,5 Prozent.

•     „Die Entspannung am Arbeitsmarkt von den Folgen der Pandemie setzt sich weiter fort. Im laufenden Berichtsmonat sind 14.068 Menschen arbeitslos gemeldet, dass ist der niedrigste Stand seit Inkrafttreten der Hartz IV Reform im Januar 2005,“ sagt Hans-Martin Rump. 

•    Nach hochgerechneten Zahlen bezogen im Berichtsmonat August 2021 insgesamt 538 Betriebe für 1.996 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld.

•    Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen im Vorjahresvergleich um 3.853 (Stand: Juni 2021).

•    Der aktuelle Bestand an sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen beträgt 3.928. Das sind 1.330 Stellen mehr, als im Januar des Vorjahres gemeldet waren. Im Januar 2019, dem letzten Vergleichsmonat vor Corona, waren der Agentur für Arbeit Flensburg 2.985 sozial-versicherungs¬pflichtige Stellen gemeldet. „Der hohe Stellen-bestand zeigt die aktuell hohe Nachfrage nach Arbeits-kräften,“ sagt Rump.

Arbeitslosigkeit
Im Agenturbezirk Flensburg hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Januar, im Vergleich zum Vorjahresmonat, um 2.632 Personen oder -15,8 Prozent reduziert. Sie liegt aktuell bei 14.068 Personen, zum Vormonat ein Anstieg um 729 oder 5,5 Prozent. Im Januar 2019 lag die Zahl der Arbeitslosen bei 15.223.

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,6 Prozent, ein Minus von 1,0 Prozent zum Vorjahresmonat, +0,3 Prozentpunkte zum Vormonat.

„Die Entspannung am Arbeitsmarkt von den Folgen der Pandemie setzt sich weiter fort. Im laufenden Berichtsmonat sind 14.068 Menschen arbeitslos gemeldet, dass ist der niedrigste Stand seit Inkrafttreten der Hartz IV Reform im Januar 2005,“ sagt Hans-Martin Rump. 
Das ist zum einen auf das in diesem Jahr leicht nach hinten verschobenem Saisonende in den touristischen Hochburgen an der Ost- und Westküste, aber auch auf den Entschluss der Betriebe ihre bewährten Arbeitskräfte im Unternehmen zu halten zurückzuführen.
„Die trotz Krise hohe Nachfrage nach Arbeitskräften hat dazu geführt, dass Betriebe ihre Beschäftigten gehalten haben. Das Instrument Kurzarbeit hat wesentlich dazu beigetragen, dass Arbeitgeber Beschäftigung sichern konnten,“ sagt Hans-Martin Rump, Leiter der Arbeitsagentur Flensburg.

Arbeitslosigkeit in den Kreisen und Geschäftsstellen:

Arbeitslosigkeit in den Kreisen:
•    Kreis Schleswig-Flensburg:    5,0 Prozent 
•    Kreis Nordfriesland:          5,2 Prozent
•    Stadt Flensburg:         7,7 Prozent

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:
•    SGB III: 2,3 Prozent, Vorjahresmonat 3,0 Prozent, Vormonat 2,0 Prozent
•    SGB II: 3,3 Prozent, Vorjahresmonat 3,6 Prozent, Vormonat 3,4 Prozent

Arbeitslosigkeit in den Geschäftsstellen:
•    Niedrigste Quote: Westerland mit 4,5 Prozent
•    Höchste Quote:    Flensburg mit 6,0 Prozent


Arbeitskräftenachfrage 
Im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg waren im Januar 3.874 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet, ein Plus von 1.328 Stellen (+52,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat, 946 Stellen mehr als im Januar 2019, dem letzten Vergleichsmonat vor der Coronapandemie. Arbeitgeber meldeten im Januar 733 neue sozialversicherungs¬pflichtige Arbeitsstellen, ein Plus von 161 Stellen oder +28,1 Prozent zum Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn sind insgesamt 736 Stellenangebote eingegangen, ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum um156 oder 26,9 Prozent. 
„Der hohe Stellenbestand spiegelt die aktuell hohe Nachfrage nach Arbeitskräften wider,“ sagt Rump.


Kurzarbeit
Die Coronazeit hat sich als wellenartige Bewegung von Lockerungen und Lockdown dargestellt. Die Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld folgt dem Wechsel von Lockdowns und Lockerungen. Mit Lockerungen ging stets eine Abnahme der Zahlung von Kurzarbeitergeld einher.
Anzeigen und Anträge auf Kurzarbeitergeld bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Jedoch sind Materialengpässe aktuell ein häufiger Grund, Kurzarbeit anzuzeigen. Trotz des hohen Anzeigen- und Antragsaufkommens können wir Kurzarbeitergeld durchschnittlich innerhalb von zwei Wochen zur Auszahlung bringen. Zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommt es, wenn die Anzeigen oder Anträge nicht vollständig ausgefüllt bzw. nicht alle notwendigen Unterlagen eingereicht werden und deshalb Nachfragen erforderlich sind.
„Anzeigen und Anträge sorgfältig auszufüllen, hilft sowohl Arbeitsagentur als auch Arbeitgebern. Zeitaufwendige Nachfragen lassen sich vermeiden 
und die Bewilligung der beantragten Leistungen beschleunigen," sagt Hans-Martin Rump.

Realisierte Kurzarbeit
Nach hochgerechneten Zahlen* bezogen im Berichtsmonat August 2021 insgesamt 538 Betriebe für 1.996 Personen konjunkturelles Kurz-arbeitergeld.
Die Abrechnung von Kurzarbeit ist nach Branchen unterschiedlich. Vor allem die Branchen Handel, Gastgewerbe und das Beherbergungs¬gewerbe nutzten das Instrument. 
*Endgültige Daten liegen nach fünf Monaten Wartezeit mit Stand Januar 2020 vor. Diese beinhalten detaillierten Informationen zur Struktur der Kurzarbeit. 

Beschäftigung
Ende Juni 2021 waren im Agenturbezirk Flensburg 165.614 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein Anstieg von 3.853 oder 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal, + 1.020 oder +0,6 Prozentpunkte zum Vorquartal. Nach Branchen gab es absolut betrachtet die stärkste Zunahme bei der Herstellung von überwiegend häuslich konsumierten Gütern, einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes (+1.285 oder +24,5%); am ungünstigsten war dagegen die Entwicklung in der Metall- und Elektroindustrie sowie Stahlindustrie, einem Teilbereich des Verarbeitenden Gewerbes (–449 oder –5,6%).


Geschäftsstelle Husum

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Geschäftsstelle Husum waren im Januar 2022 2.192 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Januar 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 328 oder -13,0 Prozent, stieg zum Vormonat leicht um 26 oder +1,2 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,4 Prozent 0,8 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats, +0,1 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,9 Prozent, Vorjahresmonat 2,6 Prozent, Vormonat 1,6 Prozent
•    SGB II: 3,5 Prozent, Vorjahresmonat 3,6 Prozent, Vormonat 3,7 Prozent

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Husum lag im Januar über dem Niveau des Vorjahresmonats (34 / 39,5 Prozent) sank zum Vormonat um 23 oder -16,1 Prozent. Im Januar 2022 waren 672 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Husum insgesamt 120 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen, im Handel, im Gesundheits- und Sozial-wesen.

Geschäftsstelle Kappeln

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Geschäftsstelle Kappeln waren im Januar 2022 780 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Januar 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 89 oder -10,2 Prozent, stieg zum Vormonat um 108 oder 16,1 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,5 Prozent 0,6 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats, +0,7 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 2,3 Prozent, Vorjahresmonat 2,7 Prozent, Vormonat 1,8 Prozent
•    SGB II: 3,2 Prozent, Vorjahresmonat 3,4 Prozent, Vormonat 3,0 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Kappeln lag im Januar 2022 leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats (11 / +57,9 Prozent), sank zum Vormonat um 10 oder -25,0 Prozent. Im Januar 2022 waren 210 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem x der Geschäftsstelle Kappeln 30 Stellen an-gezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheits- und Sozialwesen, im Gastgewerbe und bei den sonstigen wirtschaftlichen DL 

Geschäftsstelle Niebüll

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Geschäftsstelle Niebüll waren im Januar 2022 1.439 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Januar 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 251 oder -14,9 Prozent, stieg zum Vormonat um 53 oder 3,8 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,0 Prozent 0,8 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats, +0,2 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 2,9 Prozent, Vorjahresmonat 3,6 Prozent, Vormonat 2,5 Prozent
•    SGB II: 2,1 Prozent, Vorjahresmonat 2,2 Prozent, Vormonat 2,3 Prozent

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Niebüll stieg im Januar 2022 zum Vorjahresmonat um 51 Stellenangebote oder 204,0 Prozent an, zum Vormonat um 13 oder +20,6 Prozent. Im Januar 2022 waren 334 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Niebüll insgesamt 76 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie bei den freiber., wissenschft. u. techn. Dienstleistungen.

Geschäftsstelle Schleswig

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Geschäftsstelle Schleswig waren im Januar 2022 2.663 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Januar 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 274 oder -9,3 Prozent, stieg zum Vormonat um 101 oder 3,9 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,8 Prozent 0,6 Prozentpunkte unter der des Januar 2021, +0,2 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,6 Prozent, Vorjahresmonat 2,0 Prozent, Vormonat 1,6 Prozent
•     SGB II: 3,9 Prozent, Vorjahresmonat 3,9 Prozent, Vormonat 4,0 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:

Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Schleswig lag im Januar unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-36 / -30,3 Prozent) und des Vormonats (-74 / -47,1 Prozent). Im Januar 2022 waren 598 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Schleswig insgesamt 83 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch war die Nachfrage nach Arbeitskräften im Bereich der sonstigen wirtsch. DL, dem Handel und im verarbeitenden Gewerbe.


Geschäftsstelle Westerland

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Geschäftsstelle Westerland waren im Januar 2022 543 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Januar 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 151 oder -21,8 Prozent, stieg zum Vormonat um 132 oder +32,1 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,5 Prozent 1,2 Prozent unter der des Januar 2021, +1,1 Prozent zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 4,1 Prozent, Vorjahresmonat 5,2 Prozent, Vormonat 3,0 Prozent
•    SGB II: 0,4 Prozent, Vorjahresmonat 0,5 Prozent, Vormonat 0,4 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Westerland lag im Januar über dem Niveau des Vorjahresmonats (13 / +43,3 Prozent) und dem des Vormonats (10/ +30,3 Prozent). Im Januar 2022 waren 375 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Westerland insgesamt 43 Stellen angezeigt. 
Eine hohe Nachfrage an Personal bestand im Gastgewerbe, im Handel und bei den freiberuflichen und sonstigen wirtsch. Dienstleistungen.


Geschäftsstelle Tönning

Arbeitsmarkt

Im Bereich der Geschäftsstelle Tönning waren im Januar 2022 616 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Januar 2021 sank die Zahl der Arbeitslosen um 168 oder -21,4 Prozent, stieg zum Vormonat um 32 oder 5,5 Prozent an.
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,3 Prozent 1,4 Prozent unter der des Januars 2021, +0,3 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 2,7 Prozent, Vorjahresmonat 3,7 Prozent, Vormonat 2,4 Prozent
•    SGB II: 2,6 Prozent, Vorjahresmonat 3,0 Prozent, Vormonat 2,6 Prozent

Arbeitskräftenachfrage

Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Tönning lag im Januar über dem Niveau des Vorjahrmonats (18 / +36,7 Prozent) und zum Vormonat 2 oder +3,1 Prozent. Im Januar 2022 waren 301 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Tönning insgesamt 67 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Handel.