29.07.2021 | Presseinfo Nr. 37

Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Juli 2021

Im Juli 2021 setzt sich die Entspannung am Arbeitsmarkt gegenüber dem Vorjahresmonat als auch gegenüber dem Vormonat weiter fort. Die Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt im Agenturbezirk aus

Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Agenturbezirk Flensburg Juli 2021

• Aktuell: 14.345 Arbeitslose im Agenturbezirk
- Reduzierung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli des Vorjahres: -10,5 Prozent.
- zum Vormonat Juni: -0,1 Prozent.
• Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juli mussten sich 93 weniger Menschen wegen des Verlustes ihres Arbeitsplatzes arbeitslos melden. Im gleichen Zeitraum konnten 93 Menschen weniger ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden.
• „Im Juli 2021 setzt sich die Entspannung am Arbeitsmarkt gegenüber dem Vorjahresmonat als auch gegenüber dem Vormonat weiter fort. Die Lockerungen im Rahmen der Corona-Pandemie wirken sich positiv auf den Arbeitsmarkt im Agenturbezirk aus“, sagt Markus Hoell, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Flensburg.
• „Der Endspurt am Ausbildungsmarkt hat begonnen, jedoch ist hier noch vieles in Bewegung“. 
• In den Monaten Dezember 2020 bis Juli 2021 haben im Agenturbezirk 2.137 Betriebe für 22.978 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt.
• Nach hochgerechneten Zahlen bezogen im Berichtsmonat März 2021 insgesamt 2.844 Betriebe für 21.351 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld.
• Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen im Vorjahresvergleich um 1.381 (Stand: Dezember 2020).

Arbeitslosigkeit
Im Agenturbezirk Flensburg hat sich die Zahl der Arbeitslosen im Juli, im Vergleich zum Vorjahresmonat, um 1.674 Personen reduziert. Sie liegt aktuell bei 14.345 Personen, zum Vormonat -12 oder -0,1 Prozentpunkte.

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent, ein Minus von 0,7 Prozentpunkten zum Vorjahresmonat, keine Veränderung zum Vormonat.

„Im Agenturbezirk Flensburg setzt sich die Entspannung am Arbeitsmarkt weiter fort. Das zeigt sich nicht nur an der aktuellen Entwicklung der Arbeitslosenzahlen, sondern auch an dem deutlichen Plus bei den Stellenzugängen“, sagte Markus Hoell, Geschäftsführer operativ der Arbeitsagentur Flensburg.  „Im Vorjahresvergleich konnten fast alle Personengruppen von der positiven Lage am Arbeitsmarkt partizipieren. Im Vormonatsvergleich ist insbesondere bei den Jugendlichen 15 bis 25 Jahre ein Anstieg zu verzeichnen.
„Ein Effekt, den wir auch in den Jahren vor Corona beobachten konnten. Dabei handelt es sich um Jugendliche, die ihre Berufsausbildung beendet haben und nicht von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen wurden, aber auch um junge Menschen, die nach dem Abschluss der allgemeinbildenden Schule noch keinen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben oder die noch keine Zusage für den Besuch einer weiterbildenden Schule oder zur Aufnahme eines Studiums erhalten haben“, so Hoell weiter. 


Arbeitslosigkeit in den Kreisen und Geschäftsstellen:

Arbeitslosigkeit in den Kreisen:
•    Kreis Nordfriesland:          4,6 Prozent
•    Kreis Schleswig-Flensburg:    5,3 Prozent 
•    Stadt Flensburg:         8,6 Prozent


Arbeitslosigkeit in den Geschäftsstellen:
•    Niedrigste Quote: Westerland mit 1,5 Prozent
•    Höchste Quote:    Flensburg mit 6,7 Prozent

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:
•    SGB III: 2,1 Prozent, Vorjahresmonat 2,6 Prozent, Vormonat 2,0 Prozent
•    SGB II: 3,7 Prozent, Vorjahresmonat 3,8 Prozent, Vormonat 3,7 Prozent

Arbeitskräftenachfrage
„Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Nachfrage nach Personal gestiegen (+246 Stellen /+29,0 Prozent). Auch das ist ein Beleg dafür, dass die aktuell angestoßenen Lockerungen zu einer steigenden Arbeitskräftenachfrage führen“, berichtet Markus Hoell. 
Im Juli wurden dem Arbeitgeberservice (AGS) der Arbeitsagentur Flensburg und dem Jobcenter Flensburg insgesamt 1.063 sozial-versicherungspflichtige Stellen gemeldet, ein Plus von 237 oder 28,7 Prozent gegenüber dem Juli des Vorjahres. 

Kurzarbeit
Neben den Auswirkungen der Corona-Pandemie sind Materialengpässe aktuell ein häufiger Grund, Kurzarbeit anzuzeigen. Trotz des hohen Anzeigen- und Antragsaufkommens können wir Kurzarbeitergeld durchschnittlich innerhalb von zwei Wochen zur Auszahlung bringen. Zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommt es, wenn die Anzeigen oder Anträge nicht vollständig ausgefüllt bzw. nicht alle notwendigen Unterlagen eingereicht werden und deshalb Nachfragen erforderlich sind „Anzeigen und Anträge sorgfältig auszufüllen hilft sowohl Arbeitsagentur als auch Arbeitgebern. Zeitaufwendige Nachfragen lassen sich vermeiden und die Bewilligung der beantragten Leistungen beschleunigen," sagt Markus Hoell.

Angezeigte Kurzarbeit
In den Monaten Dezember 2020 bis Juli 2021 haben im Agenturbezirk 2.137 Betriebe für 22.978 Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt.
Realisierte Kurzarbeit
Nach hochgerechneten Zahlen* bezogen im Berichtsmonat März 2021 insgesamt 2.844 Betriebe für 21.351 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld.
Die Abrechnung von Kurzarbeit ist nach Branchen unterschiedlich. Vor allem das Baugewerbe, der Einzelhandel und die Gastronomie nutzten das Instrument. 

Ausgezahlte Leistungen für konjunkturelle Kurzarbeit
Vom 1. Januar 2020 bis zum 31. Dezember 2020 wurden im Agenturbezirk Flensburg 80 Millionen € an Leistungen inkl. Erstattung der Sozial-versicherungsbeiträge an die Betriebe ausgezahlt. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 640.000 €.
*Endgültige Daten liegen nach fünf Monaten Wartezeit vor. Diese beinhalten detaillierten Informationen zur Struktur der Kurzarbeit. 

Beschäftigung
Ende Dezember 2020 waren im Agenturbezirk Flensburg 163.563 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein Anstieg von 1.381 gegenüber dem Vorjahresquartal. Den größten Anstieg an sozial-versicherungspflichtiger Beschäftigung gab es in den Wirtschafts¬bereichen Heime u. Sozialwesen (+383), Gesundheitswesen (+317), Erziehung u. Unterricht (+225) und im Bau¬gewerbe (+222). Bei den Wirtschafts-bereichen, sonst. Dienstl. u. private Haushalte (-259), verarbeitendes Gewerbe (-219) und im Bereich Handel, Instandhaltung/Reparatur KFZ (-127) waren die meisten Reduzierungen zu verzeichnen.
Im Bereich des verarbeitenden Gewerbes waren besonders die Metall-, Elektro- und Stahlindustrie (-249) sowie der Bereich der Herstellung von Vorleistungsgütern (-65) betroffen.


Ausbildungsmarkt 
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Flensburg 2.688 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Rückgang um 11,2 Prozent zum Vorjahres¬zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 2.933 gemeldete Berufsaus¬bildungsstellen, ein Minus von 0,6 Prozentpunkten. Ende Juli waren 839 Bewerber noch unversorgt und 1.168 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 15,9 Prozent weniger un¬versorgte Bewerber, die Zahl der der unbesetzten Berufsausbildungs-stellen stieg um 0,8 Prozent. 

„Es sind nur noch wenige Tage bis zum Beginn des Ausbildungsjahres 2021 und der Endspurt am Ausbildungsmarkt ist in vollem Gange. Doch hier ist noch vieles in Bewegung. Ich möchte daher an alle Betriebe, die bekanntermaßen vor großen Herausforderungen stehen und mit Blick auf das Thema Ausbildung nicht selten unsicher sind, appellieren: Fachkräfte werden auch nach der Krise dringend benötigt. Nutzen Sie unsere Unterstützungsangebote wie z.B. die Ausbildungsprämie*, mit der Betriebe unterstützt werden, die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze zu erhalten oder sogar zu erhöhen. Geben Sie auch Jugendlichen eine Chance, die Ihre Anforderungen auf den ersten Blick nicht ganz erfüllen“, so Hoell.

Ausführliche Informationen zu unseren Unterstützungsmöglichkeiten erhalten Sie bei Ihre Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Flensburg unter der Hotline: 0800-4 5555 20 oder auf der Webseite #Ausbildung-klarmachen.“ 

* Fördervoraussetzungen: Sie haben ein Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeiter/innen. Ihr Unternehmen war zudem wirtschaftlich von Corona betroffen, weil Sie seit Januar 2020 für einen Zeitraum, der vor dem Ausbildungsbeginn liegt, Kurzarbeitergeld bezogen oder einen Umsatzeinbruch seit April 2020 in mindestens einem, vor dem Ausbildungsbeginn liegenden Monat, um mindestens 30 Prozent gegenüber dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 hatten. Dann können Sie eine Ausbildungsprämie erhalten. Sie erhalten 4.000 Euro, wenn die Zahl der Auszubildenden gehalten und 6.000 Euro, wenn sie erhöht wird. Weitere Informationen unter https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern

Hoell weiter: „Ich möchte alle Schülerinnen und Schüler ohne Ausbildungs-vertrag ermuntern, die kommenden Wochen zu nutzen und sich dabei nicht nur auf einen Wunschberuf zu fixieren. Werft auch einen Blick auf ähnliche Berufe, eventuell kommt auch eine Ausbildung in einem verwandten Berufsfeld in Frage.“ Junge Menschen, die bei der Berufswahl noch unentschlossen sind, sollten so schnell wie möglich bei der Berufsberatung der Arbeitsagentur Flensburg einen Termin für ein Beratungsgespräch vereinbaren. „Nutzt auch unsere zahlreichen digitalen Medienangebote.“


Top 10 der unbesetzten Ausbildungsstellen im Juli: 
Kaufmann/-frau im Einzelhandel                124 Ausbildungsstellen 
Verkäufer/in                             85 Ausbildungsstellen 
Koch/Köchin                             60 Ausbildungsstellen 
Hotelfachmann/-frau                        59 Ausbildungsstellen 
Handelsfachwirt/in (Ausb.)                      53 Ausbildungsstellen 
Restaurantfachmann/-frau                    42 Ausbildungsstellen
Anlagenmech. – Sanitär-/Heiz. –Klimatech.           34 Ausbildungsstellen 
Fachverk.-Lebensm.handwerk -Fleischerei           31 Ausbildungsstellen
Fachkraft -  Gastgewerbe                 31 Ausbildungsstellen        
Elektroniker/in – Energie-/Gebäudetechnik             30 Ausbildungsstellen      
 

Geschäftsstelle Schleswig
Arbeitsmarkt
Im Bereich der Geschäftsstelle Schleswig waren im Juli 2021 2.775 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Juli 2020 sank die Zahl der Arbeitslosen um 157 oder -5,4 Prozent, stieg zum Vormonat leicht um 56 oder 2,1 Prozent. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 6,0 Prozent 0,4 Prozentpunkte unter der des Juli 2020, -0,1 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,9 Prozent, Vorjahresmonat 2,2 Prozent, Vormonat 1,9 Prozent
•     SGB II: 4,1 Prozent, Vorjahresmonat 4,2 Prozent, Vormonat 4,1 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:
Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Schleswig lag im Juli unter dem Niveau des Vorjahresmonats (-29 / -17,7 Prozent), stieg zum Vormonat um 28 oder 26,2 Prozent an. Im Juli 2021 waren 465 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Schleswig insgesamt 813 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Bereich des Baugewerbes, des Handels und bei den sonstigen wirtsch. DL.

Ausbildung
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Geschäftsstelle Schleswig 697 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Rückgang um 18,8 Prozent zum Vorjahres-zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 477 gemeldete Berufsaus-bildungsstellen, ein Minus von 5,0 Prozentpunkten. Ende Juli waren 255 Bewerber noch unversorgt und 189 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 16,7 Prozent weniger un¬versorgte Bewerber, die Zahl der der unbesetzten Berufsausbildungs¬stellen stieg um 1,1 Prozent. 

Geschäftsstelle Kappeln
Arbeitsmarkt
Im Bereich der Geschäftsstelle Kappeln waren im Juli 2021 756 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Juli 2020 sank die Zahl der Arbeitslosen um 88 oder -10,4 Prozent, stieg zum Vormonat leicht um 20 oder -2,7 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,3 Prozent 0,6 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats, +0,1 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,8 Prozent, Vorjahresmonat 2,6 Prozent, Vormonat 1,7 Prozent
•    SGB II: 3,5 Prozent, Vorjahresmonat 3,4 Prozent, Vormonat 3,5 Prozent

Arbeitskräftenachfrage:
Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Kappeln lag im Juli 2021 über dem Niveau des Vorjahresmonats (34 / +73,9 Prozent) und dem Vormonat (1/ +1,3 Prozent). Im Juli 2021 waren 248 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Kappeln 421 Stellen an-gezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gastgewerbe, dem verarbeitenden Gewerbe und den freiberufl., wissensch. u. techn. Dienstleistungen.

Ausbildung
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Geschäftsstelle Kappeln 186 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Rückgang um 5,6 Prozent zum Vorjahres-zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 186 gemeldete Berufsaus-bildungsstellen, ein Plus von 16,3 Prozent. Ende Juli waren 71 Bewerber noch unversorgt und 79 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 10,9 Prozent mehr un¬versorgte Bewerber, die Zahl der der unbesetzten Berufsausbildungs¬stellen stieg um 17,9 Prozent. 

Geschäftsstelle Husum
Arbeitsmarkt
Im Bereich der Geschäftsstelle Husum waren im Juli 2021 2.327 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Juli 2020 sank die Zahl der Arbeitslosen um 179 oder -7,1 Prozent, stieg zum Vormonat um 32 oder 1,4 Prozent an. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 5,7 Prozent 0,5 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats, keine Veränderung zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,9 Prozent, Vorjahresmonat 2,2 Prozent, Vormonat 1,8 Prozent
•    SGB II: 3,8 Prozent, Vorjahresmonat 4,0 Prozent, Vormonat 3,9 Prozent

Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Husum lag im Juli über dem Niveau des Vorjahresmonats (55/ +47,4 Prozent), sank zum Vormonat leicht um -3 oder -1,7 Prozent. Im Juli 2021 waren 521 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Husum insgesamt 948 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gastgewerbe, dem Gesundheits- und Sozialwesen sowie dem Baugewerbe.

Ausbildung
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bezirk der Geschäftsstelle Husum 409 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Rückgang um 8,9 Prozent zum Vorjahres-zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 568 gemeldete Berufsaus-bildungsstellen, ein Plus von 13,6 Prozentpunkten. Ende Juli waren 119 Bewerber noch unversorgt und 165 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 24,2 Prozent weniger un¬versorgte Bewerber, die Zahl der der unbesetzten Berufsausbildungs¬stellen stieg um 3,1 Prozent. 

Geschäftsstelle Tönning
Arbeitsmarkt
Im Bereich der Geschäftsstelle Tönning waren im Juli 2021 536 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Juli 2020 sank die Zahl der Arbeitslosen um 109 oder -16,9 Prozent, zum Vormonat um 30 oder -5,3 Prozent.
Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,6 Prozent 0,9 Prozentpunkt unter der des Julis 2020, -0,3 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,7 Prozent, Vorjahresmonat 2,2 Prozent, Vormonat 1,8 Prozent
•    SGB II: 2,9 Prozent, Vorjahresmonat 3,4 Prozent, Vormonat 3,1 Prozent

Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Tönning lag im Juli über dem Niveau des Vorjahrmonats (14 / +25,9 Prozent), sank zum Vormonat um 25 oder -26,9 Prozent. Im Juli 2021 waren 277 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Tönning insgesamt 415 Stellen angezeigt. 
Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen und im Baugewerbe.

Ausbildung
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bereich der Geschäftsstelle Tönning 111 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Anstieg um 14,4 Prozent zum Vorjahres-zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 145 gemeldete Berufsaus-bildungsstellen, ein Minus von 4,0 Prozent. 


Geschäftsstelle Niebüll
Arbeitsmarkt
Im Bereich der Geschäftsstelle Niebüll waren im Juli 2021 1.222 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Juli 2020 sank die Zahl der Arbeitslosen um 142 oder -10,4 Prozent, zum Vormonat um 79 oder -6,1 Prozent. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 4,2 Prozent 0,5 Prozentpunkte unter der des Vorjahresmonats, -0,3 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,8 Prozent, Vorjahresmonat 2,3 Prozent, Vormonat 2,0 Prozent
•    SGB II: 2,4 Prozent, Vorjahresmonat 2,4 Prozent, Vormonat 2,5 Prozent

Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Niebüll stieg im Juli 2021 zum Vorjahresmonat leicht um 3 Stellenangebote oder 5,5 Prozent, zum   Vormonat um 5 oder 9,4 Prozent an. Im Juli 2021 waren 298 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Niebüll insgesamt 375 Stellen angezeigt. Besonders hoch ist die Nachfrage nach Arbeitskräften im Gesundheits- und Sozialwesen, im Handel sowie im Gastgewerbe.

Ausbildung
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bereich der Geschäftsstelle Niebüll 308 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Rückgang um 12,5 Prozent zum Vorjahres-zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 245 gemeldete Berufsaus-bildungsstellen, ein Minus von 14,6 Prozent. Ende Juli waren 77 Bewerber noch unversorgt und 115 Ausbildungsstellen noch unbesetzt. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 10,5 Prozent weniger un¬versorgte Bewerber, die Zahl der der unbesetzten Berufsausbildungs¬stellen sank um 10,9 Prozent. 

Geschäftsstelle Westerland
Arbeitsmarkt
Im Bereich der Geschäftsstelle Westerland waren im Juli 2021 185 Menschen ohne Beschäftigung. Im Vergleich zum Juli 2020 sank die Zahl der Arbeitslosen um 146 oder -44,1 Prozent, zum Vormonat um 47 oder -20,3 Prozent. 
Die Arbeitslosenquote liegt mit 1,5 Prozent 1,2 Prozent unter der des Juli 2020, -0,4 Prozentpunkte zum Vormonat. 

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen:

•    SGB III: 1,1 Prozent, Vorjahresmonat 2,2 Prozent, Vormonat 1,4 Prozent
•    SGB II: 0,4 Prozent, Vorjahresmonat 0,5 Prozent, Vormonat 0,5 Prozent.

Arbeitskräftenachfrage
Die Nachfrage nach Personal im Bereich der Geschäftsstelle Westerland lag im Juli über dem Niveau des Vorjahresmonats, 42 / +65,6 Prozent, und zum Vormonat 57 oder 116,3 Prozent. Im Juli 2021 waren 269 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Seit Jahresbeginn wurden dem Arbeitgeberservice der Geschäftsstelle Westerland insgesamt 396 Stellen angezeigt. 
Eine hohe Nachfrage an Personal bestand im Gastgewerbe, bei den sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen und im Handel.

Ausbildung
Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober letzten Jahres meldeten sich im Bereich der Geschäftsstelle Westerland 40 Bewerber für Berufsausbildungsstellen, ein Rückgang um 9,1 Prozent zum Vorjahres-zeitraum. Im gleichen Zeitraum gab es 201 gemeldete Berufsaus-bildungsstellen, ein Minus von 9,0 Prozent.