02.03.2021 | Presseinfo Nr. 11

Der Arbeitsmarkt im Kreis Schleswig-Flensburg Februar 2021

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat Januar bewegt sich im Kreis Schleswig-Flensburg im saisontypischen Ausmaß. Gleichzeitig bewegt sich die Zahl der Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, auf demselben Niveau wie zum Vorjahreszeitpunkt. Dieses und der Umstand, dass zeitgleich die Zahl der Betriebe, die seit dem Beginn der stärkeren Einschränkungen Kurzarbeit angezeigt haben, steigt, kann so interpretiert werden, dass Betriebe ihre Arbeits­kräfte mit Hilfe der Kurzarbeit halten und sich so ihre Fachkräfte sichern

Der Arbeitsmarkt im Kreis Schleswig-Flensburg Februar 2021

  • Aktuell: 6.227 Arbeitslose im Kreis Schleswig-Flensburg
  • Anstieg des Bestands an Arbeitslosigkeit im Vergleich zum  

-    Vorjahresmonat: +903 oder +17,0 Prozent.
-    Vormonat Dezember: +67 oder +1,1 Prozent.

  • Im Februar des Jahres mussten sich Menschen im ähnlichen Ausmaß wegen Verlust ihres Arbeitsplatzes arbeitslos melden wie zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Im gleichen Monat ist die Zahl der Menschen, die Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer Beschäftigung beenden konnten um -93 zurückgegangen.
  • In den Monaten November 2020 (dem Beginn der erneuten Einschränkungen) bis Februar 2021 haben im Kreisgebiet 719 Betriebe Kurzarbeit für 12.259 Arbeitnehmer angezeigt.
  • „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat Januar bewegt sich im Kreis Schleswig-Flensburg im saisontypischen Ausmaß. Gleichzeitig bewegt sich die Zahl der Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, auf demselben Niveau wie zum Vorjahreszeitpunkt. Dieses und der Umstand, dass zeitgleich die Zahl der Betriebe, die seit dem Beginn der stärkeren Einschränkungen Kurzarbeit angezeigt haben, steigt, kann so interpretiert werden, dass Betriebe ihre Arbeits¬kräfte mit Hilfe der Kurzarbeit halten und sich so ihre Fachkräfte sichern,“ sagt Hans-Martin Rump.
  • Im Berichtsmonat August 2020 bezogen insgesamt 429 Betriebe und 1.969 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld.
  • Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen im Vorjahresvergleich um 9 (Stand: Juni 2020).

Arbeitslosigkeit
Im Kreis Schleswig-Flensburg ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar, im Vergleich zum Vorjahresmonat, um 903 oder 17,0 Prozent gestiegen. Sie liegt aktuell bei 6.227 Personen, zum Vormonat stieg die Arbeitslosigkeit um 67 oder +1,1 Prozent.

Die Arbeitslosenquote lag bei 5,9 Prozent, ein Anstieg zum Vorjahresmonat um 1,0 Prozent, zum Vormonat um 0,1 Prozentpunkte.
Der Bestand an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kreis Schleswig-Flensburg - Stand Juni 2020 - stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um +9 Personen auf 56.533. 

„Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat Januar bewegt sich im Kreis Schleswig-Flensburg im saisontypischen Ausmaß. Gleichzeitig bewegt sich die Zahl der Menschen, die ihre Arbeit verloren haben, auf demselben Niveau wie zum Vorjahreszeitpunkt. Dieses und der Umstand, dass zeitgleich die Zahl der Betriebe, die seit dem Beginn der stärkeren Einschränkungen Kurzarbeit angezeigt haben, steigt, kann so interpretiert werden, dass Betriebe ihre Arbeits¬kräfte mit Hilfe der Kurzarbeit halten und sich so ihre Fachkräfte sichern,“ sagt Hans-Martin Rump.

Arbeitslosigkeit nach Rechtskreisen
•    SGB III: 2,6 Prozent, Vorjahresmonat 2,1 Prozent, Vormonat 2,6 Prozent
•    SGB II: 3,3 Prozent, Vorjahresmonat 2,9 Prozent, Vormonat 3,2 Prozent


Arbeitskräftenachfrage
„Die Nachfrage nach Personal im Kreis Schleswig-Flensburg befindet sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf einem niedrigen Niveau. Seit Beginn des Jahres wurden dem Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Flensburg insgesamt 467 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet, ein Minus von 46 oder -9,0 Prozent. Besonders das Baugewerbe und der Bereich Information und Kommunikation habe mehr offene Stellen gemeldet“, so Hans-Martin Rump, Chef der Arbeitsagentur Flensburg.

Der AGS unterstützt Betreibe auch weiterhin bei der Beratung zu Kurzarbeitergeld, Qualifizierung und bei der Suche nach neuem Personal einschließlich freier Ausbildungsstellen. 
Die gebührenfreie Hotline lautet 0800 4 5555 20.

Beschäftigung
Ende Juni 2020 waren im Kreis Schleswig-Flensburg 56.533 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ein Anstieg um 9 gegenüber dem Vorjahresquartal. Die svBs teilt sich im Kreis Schleswig-Flensburg zu je 50,9 Prozent auf Männer und 49,1 Prozent auf Frauen auf. 65,4 Prozent der Beschäftigten waren in Vollzeit, 34,6 Prozent in Teilzeit beschäftigt.  

Die größten Zuwächse an sozialversicherungs¬pflichtiger Beschäftigung gab es im Heime- und Sozialwesen (+179), in der öffentlichen Verwaltugn (+176), im Baugewerbe (+ 133) bei den Immobilien und freiber./wiss./techn. Dienstleistungen (+111). 
In den Wirtschaftsbereichen sonstige wirtschaftlichen Dienstleistungen (-153), im verarbeitenden Gewerbe (-148), den sonstige Dienstleistungen (-134) sowie im Handel, Instandsetzung/Reparatur Kfz (-120) sank die Beschäftigung.

Kurzarbeit

Angezeigte Kurzarbeit
In den Monaten November 2020 (dem Beginn der erneuten Einschränkungen) bis Februar 2021 haben im Kreis 429 Betriebe Kurzarbeit für 12.259 Arbeitnehmer angezeigt.
Realisierte Kurzarbeit
Nach hochgerechneten Zahlen* bezogen im Berichtsmonat August 2020 insgesamt 429 Betriebe und 1.969 Personen konjunkturelles Kurzarbeitergeld.
Ausgezahlte Leistungen für konjunkturelle Kurzarbeit
Vom 1. Januar 2020 bis zum 31.Dezember 2020 wurden im Agenturbezirk Flensburg 80.000.000 Millionen € an Leistungen inkl. Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge an die Betriebe ausgezahlt. Im Jahr 2019 waren es insgesamt 640.000 €
*Endgültige Daten liegen nach fünf Monaten Wartezeit vor. Diese beinhalten detaillierten Informationen zu Struktur der Kurzarbeit.