Aktuelles zu Corona

Informationen für Kundinnen und Kunden und Unternehmen

Kundinnen und Kunden:

Die Arbeitsagentur Frankfurt ist weiterhin für Sie da, aber verzichten Sie wegen der aktuellen Gesundheitsgefährdung bitte auf persönliche Vorsprachen.

Zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und unserer Kundinnen und Kunden wollen wir alle persönlichen Kontakte minimieren. Zahlung von Geldleistungen wie Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld werden wir in dieser schwierigen Lage sicherstellen. Sie erreichen uns weiterhin online oder in Notfällen gebührenfrei telefonisch:

Mo - Fr von 8:00 bis 18:00 Uhr unter 0800 4 5555-00

Informationen für Kundinnen und Kunden oder zur Arbeitslosmeldung

Informationen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus finden Sie auf unserer Sonderseite FAQ: Corona-Virus.

Informationen zur Grundsicherung

Alles Wichtige über die finanzielle Unterstützung mit Arbeitslosengeld II finden Sie auf der Internetseite Corona-Grundsicherung

Für Unternehmen

Kurzarbeitergeld zur Sicherung Ihrer Fachkräfte

Der Gesetzgeber hat Erleichterungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen.

Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 01. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt. Folgende Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld hat der Gesetzgeber beschlossen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge werden für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zu Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.

Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld behalten ihre Gültigkeit.

Antworten auf die zehn wichtigsten Fragen für Arbeitgeber.

Was ist Kurzarbeit überhaupt?
Muss ein Betrieb aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses oder wegen wirtschaftlicher Ursachen die Arbeitszeit seiner Mitarbeiter vorübergehend verringern oder ganz einstellen, kann er Kurzarbeit beantragen. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, zahlt die Agentur für Arbeit das Kurzarbeitergeld. Das entspricht ungefähr dem Arbeitslosengeld – wird aber vom Betrieb gezahlt, der das Geld von der Arbeitsagentur erstattet bekommt. Die schlechte Auftragslage wird damit überbrückt und Entlassungen können vermieden werden.

„Wirtschaftliche Ursachen“ und „unabwendbaren Ereignisse“: Was heißt das konkret?
Der Gesetzgeber hat festgelegt, dass Unternehmen wirklich nur im Notfall Kurzarbeitergeld beanspruchen können und nicht etwa bei normalen Betriebsrisiken. Wirtschaftliche Ursachen meinen die Einflüsse, die nicht in der Verantwortung des Betriebes liegen. Beim Coronavirus kann davon gesprochen werden, wenn beispielsweise Teile ausbleiben, nicht ersetzt werden können und Bänder stillstehen. Dann gibt es noch die sogenannten „unabwendbaren Ereignisse“. Darunter fällt beispielsweise Hochwasser. Und dazu zählen auch Anordnungen der Gesundheitsämter.

Wann kann ein Unternehmen Kurzarbeit beantragen?
Die Voraussetzungen dafür sind im Sozialgesetzbuch III geregelt. Der Arbeitgeber kann Kurzarbeit anmelden, wenn der Arbeitsausfall unvermeidbar ist und der Betrieb alles getan hat, um ihn zu vermindern oder zu beheben. Dazu zählt auch, dass Arbeitnehmer ihre Überstunden und Zeitguthaben abfeiern müssen.
Mit der Neuregelung können Betriebe rückwirkend zum 1. März 2020 Kurzarbeitergeld nutzen, wenn zehn Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als zehn Prozent haben. Auch Zeitarbeitsfirmen können Kurzarbeit anzeigen.

Wie kann ich Kurzarbeit beantragen?
Als Erstes muss die Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angezeigt werden: Erst danach können Sie diese beantragen. Den Vordruck, um Kurzarbeit anzuzeigen, finden Sie hier. Das unterzeichnete Formular reichen Sie dann bei Ihrer Agentur für Arbeit ein.
Ist die Kurzarbeit angezeigt, können Sie mit diesem Leistungsantrag die Kurzarbeit beantragen.
Alle Infos dazu, finden Sie auch auf www.arbeitsagentur.de/kurzarbeit

Welche Unterlagen muss ich für den Antrag einreichen?
Damit die Arbeitsagentur prüfen kann, ob der Betrieb die Voraussetzungen für Kurzarbeit erfüllt, müssen Unternehmer mehrere Unterlagen einreichen. Dazu gehört auch die Vereinbarung über die Einführung von Kurzarbeit mit dem Betriebsrat oder, wenn es keinen gibt, mit den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern. Arbeitgeber sollten auch die möglichen Änderungskündigungen einreichen.

Wie hoch ist das Kurzarbeitergeld?
Es beträgt 60 Prozent des ausgefallenen Nettolohns. Arbeitnehmer, die mindestens 0,5 Kinder auf der Lohnsteuerkarte eingetragen haben, bekommen 67 Prozent des Nettolohns.

Wie lange kann die Förderung bezogen werden?
Die mögliche Dauer beträgt zwölf Monate, ist aber immer vom Einzelfall abhängig.

Was ist mit den Sozialversicherungsbeiträgen, die die Unternehmen zahlen?
Die werden dem Unternehmen in voller Höhe erstattet. Auch das zählt zu den Neuerungen.
Bisher mussten Arbeitgeber 80 Prozent der ausgefallenen Sozialbeiträge zahlen, sowohl vom eigenen Anteil als auch vom Anteil des Arbeitnehmers. Nun werden die Sozialbeiträge zu 100 Prozent erstattet.

Was gilt für Selbstständige?
Da Selbstständige nicht in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert sind, können sie auch kein Kurzarbeitergeld beantragen.

Reicht das Geld der Bundesagentur für Arbeit überhaupt für eine schwere Konjunkturkrise aus?
Ja, die Bundesagentur für Arbeit kann auf Konjunkturreserven zurückgreifen. Derzeit liegen die bei 26 Milliarden Euro.

Aktuelle Informationen zu Corona und Kurzarbeit sowie alle nötigen Formulare finden Sie hier.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat hier alle Antworten zu arbeitsrechtlichen Fragen, Kurzarbeit und Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung gesammelt.

Das Bundesfinanzministerium beantwortet hier die Fragen zum Corona-Hilfsprogramm.

Und wenn Sie als Arbeitnehmer die Höhe Ihres Kurzarbeitergeldes berechnen wollen, finden Sie hier die aktuelle Tabelle.

Wichtig: Betriebe müssen Kurzarbeit vorher für den Monat der gewünschten Kurarbeit bei der Arbeitsagentur anzeigen. Erst danach können Sie dieses beantragen. Kurzarbeit kann über diesen Vordruck angezeigt werden. Den unterzeichneten Vordruck bitte bei der Agentur für Arbeit Frankfurt einreichen.

Auch der Leistungsantrag kann online ausgefüllt werden. Diesen bitte bei der zuständigen Agentur für Arbeit einreichen.

Immer auf dem neuesten Stand sind Sie hier: http://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus