28.02.2019 | Presseinfo Nr. 16

Moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt im Februar

Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Frankfurt ist im Februar 2019 erwartungsgemäß leicht angestiegen.

Insgesamt waren 20.996 Erwerbslose bei der Agentur für Arbeit Frankfurt gemeldet. Dies war ein Plus von 0,2 Prozent gegenüber dem letzten Monat, aber 8,7 Prozent weniger als im Februar 2018.

Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im Februar 5,2 Prozent - sie war damit so hoch wie im Januar 2019. Im Februar des letzten Jahres lag sie bei 5,8 Prozent.

Im Rechtskreis Sozialgesetzbuch (SGB) III (Arbeitsagentur) lag die Arbeitslosigkeit bei 7.588 Personen, das waren 128 Menschen (1,7 Prozent) mehr als im Vormonat und 136 weniger als im Vorjahr. Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) gab es 13.408 Arbeitslose, das ist ein Minus von 92 Personen (0,7 Prozent) gegenüber Januar 2019, im Vergleich zum Februar 2018 waren es 1.867 weniger (minus 12,2 Prozent).

Nach den vorläufigen hochgerechneten Werten gab es in der Stadt Frankfurt im Februar 35.256 Bedarfsgemeinschaften in denen 47.122 erwerbsfähige Leistungsempfänger lebten. Hinzu kamen noch 20.730 nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte.   

Karl-Heinz Huth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt ist optimistisch, dass sich mit dem erwarteten Frühjahrsaufschwung auch die Situation auf dem Arbeitsmarkt weiter entspannen wird. Erstes Signal dafür ist, dass mehr Menschen im Februar eine Beschäftigung aufnehmen konnten als noch im Januar:

„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin stabil. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Februar betrifft wie in jedem Jahr vor allem die Jüngeren unter 25 Jahren. Aber gerade für die jungen Menschen, die sich nach der Berufsausbildung arbeitslos gemeldet hatten, gibt es gute Perspektiven. Qualifizierte Kräfte werden ständig gesucht. Berücksichtigt man die Menschen, die an arbeitsmarktpolitischen Programmen teilnehmen, dann ist die Unterbeschäftigung heute geringer als vor einem Jahr. Der Frankfurter Arbeitsmarkt befindet sich trotz des saisonalen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den letzten beiden Monaten in einer guten Verfassung. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist erneut gesunken, aber bei fast 28 Prozent an allen Arbeitslosen liegt hier eine unserer Prioritäten, damit diese Personengruppe wieder eine gute Perspektive auf dem Arbeitsmarkt hat und so eine Chance zur Verbesserung der persönlichen Lebensgestaltung findet. Hierzu trägt auch das neue Teilhabechancengesetz bei, das gerade die Menschen berücksichtigt, die schon lange auf Grundsicherungsleistungen angewiesen sind und aktuell faktisch keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten“.

Huth appelliert deshalb an Unternehmen, auch bei den Langzeitarbeitslosen mit der Hilfe der Arbeitsagentur und des Jobcenters auf die Suche nach neuem Personal zu gehen. Unter der kostenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 20 ist der Arbeitgeber-Service zu erreichen und berät Arbeitgeber zu allen Fragen der Personalsuche und über Fördermöglichkeiten für Arbeitslose, die zum Wiedereinstieg in das Berufsleben einen Qualifizierungsbedarf haben.

Im Februar waren 11.063 Arbeitsstellen gemeldet - 419 mehr als im vorigen Jahr. Die Vakanzzeit in Tagen - die Zeitspanne vom gewünschten Besetzungstermin der Stelle bis zu ihrem Abgang aus dem Bestand – stieg im Februar gegenüber dem Vorjahr von 153 auf 181 Tage.  

Huth: „Ein Zeichen dafür, dass es weiterhin sehr schwierig ist, passende Arbeitnehmer und Arbeitgeber zueinander zu bringen. Der Fachkräftebedarf ist nach wie vor auf einem hohen Niveau. In Frankfurt werden die meisten Beschäftigten in den Berufsbereichen Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit gesucht. Aber auch im Verkauf und den Hotel- und Gaststättenberufen standen im Februar über 1.500 Stellen zur Verfügung. Die Schwierigkeit der Besetzung besteht hier hauptsächlich bei den Arbeitszeiten. Da ist ein hohes Maß an Flexibilität gefordert, dass nicht immer zu erfüllen ist. Ebenfalls gute Chancen auf eine Arbeitsstelle haben Fachkräfte in Mechatronik-, Energie-, und Elektroberufen, aber auch in den Gesundheits- und Erziehungsberufen wird bei entsprechender Eignung schnell eine neue Stelle gefunden.“

Prognose:

In den kommenden Monaten wird weiterhin eine positive Arbeitsmarktentwicklung erwartet. Obwohl die Konjunktur schwächelt, geht der Beschäftigungsaufschwung weiter. Huth: „Ich halte weitere Rückgänge der Arbeitslosigkeit für möglich, aber die Dynamik lässt nach. Ich erwarte aber, dass wegen des hohen Bedarfs an Arbeitskräften in Frankfurt dies auch künftig so bleibt. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei Personen aus den sogenannten nichteuropäischen Asylherkunftsländern ist als durchaus positiv zu bewerten. Im Februar 2017 wurden in diesem Bereich 2.094 Arbeitslose gezählt – im Februar 2019 waren es 2.002. Der Anstieg der Beschäftigung bei dieser Personengruppe ist noch positiver zu bewerten. Waren im Februar vor zwei Jahren 5.979 Menschen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gemeldet, so waren es bei der letzten Auswertung im August 2018 bereits über 8.500.“