30.10.2019 | Presseinfo Nr. 66

Positive Entwicklung flacht langsam ab - Arbeitslosenquote verharrt bei 5,7 Prozent

Dies waren 135 Personen weniger als im September und 1.069 weniger als im Oktober 2018. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent, so wie schon im September. Vor genau einem Jahr hatte sie 6,1 Prozent betragen.

Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Die positive Entwicklung auf dem Ostbrandenburger Arbeitsmarkt wird langsam schwächer, ist aber nach wie vor vorhanden. Die Zahl der Arbeitslosen ist erneut leicht gesunken, die Quote verharrt auf niedrigem Niveau. Die weltwirtschaftliche Flaute ist vor allem in Süddeutschland schon deutlich spürbar – in Ostbrandenburg hingegen hat sie den Arbeitsmarkt noch nicht erreicht. Auch die Zahl der Kurzarbeiter, ein Frühindikator für eine schwächelnde Konjunktur, bleibt ähnlich gering wie im Vorjahr. Die leicht rückläufige Personalnachfrage, insbesondere durch Zeitarbeitsfirmen, deutet bislang lediglich auf eine abflachende Dynamik hin. Angesichts des demografischen Wandels und des anstehenden Strukturwandels durch Digitalisierung und neue Technologien verstärken wir unsere Qualifizierungsoffensive. Unternehmen, die ihre Mitarbeiter fit für die Zukunft machen wollen, können unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse von bis zu 100 Prozent bekommen.“


Neu oder erneut arbeitslos meldeten sich in diesem Monat 3.001 Personen. Gleichzeitig konnten 3.134 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

5.073 Menschen sind derzeit langzeitarbeitslos - 116 Personen weniger als noch im September sowie 865 weniger als vor genau einem Jahr.

Die Jugend-Arbeitslosigkeit ging leicht zurück. 1.084 Menschen unter 25 Jahre waren im Oktober arbeitslos gemeldet – 76 weniger als im Vormonat und 8 weniger als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag damit bei 7,8 Prozent – gegenüber 8,4 Prozent im September und 8,4 Prozent im Oktober letzten Jahres.

12,0 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 1.533 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 57 Personen weniger als im Vormonat und 26 mehr als im Oktober 2018.

Eine durch die Arbeitsagentur oder die Jobcenter geförderte berufliche Weiterbildung durchlaufen in Ostbrandenburg aktuell für 915 Personen.


Im Oktober zeigten die regionalen Unternehmen 688 offene Stellen neu an. Vakant sind derzeit insgesamt 3.062 Stellen. Die drei gefragtesten Berufe waren diesen Monat Fachkräfte für die Wartung von Eisenbahninfrastruktur, Fachkräfte für den Verkauf sowie Fachkräfte für den Objekt-, Werte- und Personenschutz.


Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder): „Eine berufliche Perspektive ist für arbeitslose Eltern besonders wichtig – schließlich wollen sie ihren Kindern ein Vorbild sein. Daher möchte ich alle Unternehmen, die auf der Suche nach motivierten Mitarbeitern sind, dazu ermuntern, Müttern und Vätern den Einstieg bzw. Wieder-Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen. Unser Arbeitgeberservice informiert über Fördermöglichkeiten. Gleichzeitig beraten wir im Jobcenter Frankfurt (Oder) Eltern, Alleinerziehende und werdende Mütter unter anderem zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, zur beruflichen Qualifizierung und zur Teilzeitausbildung.“

 

Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland: „Angesichts der immer noch sehr günstigen Bedingungen auf dem regionalen Arbeitsmarkt haben auch Menschen, die schon lange ohne Job sind, die Chance, eine Stelle zu finden. Es gibt Unternehmen, die auch Bewerber einstellen, die die notwendige Qualifikation noch nicht haben und diese dann berufsbegleitend qualifizieren. Dazu beraten meine Mitarbeiter sowohl die Arbeitgeber als auch die Langzeitarbeitslosen in persönlichen Gesprächen. Beim monatlichen Aktionstag „Jobs to go“ besteht auch immer die Möglichkeit, sich direkt bei Arbeitgebern aus Märkisch-Oderland vorzustellen. Die nächste Gelegenheit dazu ist am 12. November in Bad Freienwalde sowie am 21. November in Strausberg und Seelow.“