29.11.2019 | Presseinfo Nr. 72

Arbeitslosigkeit leicht gesunken - Quote bei 5,6 Prozent - Ostbrandenburger Arbeitsmarkt weiter robust

Das waren 88 Personen weniger als im Oktober und 972 weniger als im November 2018. Die Arbeitslosenquote sank von 5,7 Prozent im Oktober auf jetzt 5,6 Prozent. Vor genau zwölf Monaten hatte sie 6,0 Prozent betragen.

Mathias Lemcke, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Die Zahl der Arbeitslosen ist nochmals leicht gesunken. Die Arbeitskräftenachfrage ist im Vergleich zum Vormonat sogar leicht gestiegen. Die Arbeitslosigkeit bleibt auf einem historischen Tiefststand. Und die dieser Tage angekündigten Ansiedlungsvorhaben in Ostbrandenburg versprühen eine Aufbruchsstimmung, die Kräfte freisetzen und alle Beteiligten noch näher zusammenrücken lassen. Diesen Schwung wollen wir nach 2020 mitnehmen. So bleiben Flexibilität und Qualifizierung die wichtigsten Werkzeuge bei der Besetzung von Arbeitsplätzen. Dabei haben wir alle potenziellen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Blick. Das gilt auch schon jetzt. Zum Beispiel bei der diesjährigen Woche der Menschen mit Behinderung vom 2. – 6. Dezember. Inklusion geht uns alle an. Jede Frau und jeder Mann hat seine Chance verdient. Insbesondere in Zeiten knapper Arbeitskräfte. So beteiligen sich die Agentur für Arbeit und die Jobcenter in Märkisch Oderland und der Stadt Frankfurt (Oder) aktiv an der Aktionswoche und gestalten zahlreiche Veranstaltungen. Darüber hinaus helfen unsere Spezialisten immer gern, etwa bei Fragen der Einrichtung behindertengerechter Arbeitsplätze oder zur Beschäftigung behinderter Menschen.“


Neu arbeitslos meldeten sich in diesem Monat 2.863 Personen. Gleichzeitig konnten 2.959 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden. 4.976 Menschen sind derzeit langzeitarbeitslos - 97 Personen weniger als im Oktober und 846 weniger als vor genau einem Jahr. Auch die Jugend-Arbeitslosigkeit ist leicht gesunken. 1.053 Menschen unter 25 Jahre waren im November arbeitslos gemeldet – 31 weniger als im Vormonat und 9 mehr als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag damit bei 7,6 Prozent – gegenüber 7,8 Prozent im Oktober und 8,1 Prozent im November letzten Jahres. 12,1 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 1.536 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 3 Personen mehr als im Vormonat und 79 mehr als im November 2018.

Eine durch die Arbeitsagentur oder die Jobcenter geförderte berufliche Weiterbildung durchlaufen in Ostbrandenburg aktuell 979 Personen.

Im November zeigten die regionalen Unternehmen 740 offene Stellen neu an. Vakant sind derzeit insgesamt 2.832 Stellen. Die drei gefragtesten Berufe waren diesen Monat Berufskraftfahrer, Lagerwirtschaft-Fachkraft und Kraftfahrzeugtechnik-Fachkraft.

Zwei Drittel aller Arbeitslosen betreuen die Jobcenter im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)*. Im November waren es insgesamt 8.375 Arbeitslose – 99 weniger als im Oktober und 1.134 weniger als im November 2018.

(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)


Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland, bewertet die aktuelle Situation für den Landkreis: „Im Jobcenter Märkisch-Oderland werden aktuell 152 arbeitslose Menschen mit Schwerbehinderung gezählt, das sind 10 weniger als vor einem Jahr. Die vom Jobcenter betreuten Schwerbehinderten bedürfen häufig einer besonderen Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen. Um diese Personen auch künftig zielgerichtet bei der Aufnahme einer Arbeit zu unterstützen, nutzt das Jobcenter Märkisch – Oderland neben Aktivierungs- und Qualifizierungsinstrumenten auch Leistungen der Arbeitgeberförderung und die fachliche Kompetenz besonders spezialisierter Mitarbeiter.“


Frank Mahlkow, Geschäftsführer des Jobcenters Frankfurt (Oder), bewertet die aktuelle Situation für die Stadt: „Am 8. November 2018 hat der Deutsche Bundestag die Einführung des Teilhabechancengesetzes zum 01.01.2019 beschlossen. Es sollten auch Diejenigen, die schon lange ohne Arbeit sind, von der aktuell sehr guten Lage auf dem Arbeitsmarkt profitieren. Die Umsetzung dieses Gesetzes, bei denen es sich im Kern um zwei Arten von Lohnkostenzuschüssen handelt (2 und 5 Jahre Förderung) war in der Stadt Frankfurt (Oder) ein voller Erfolg. Es konnten 81 Arbeitsverträge mit langzeitarbeitslosen Menschen, beziehungsweise mit Menschen, die schon sehr lange im Leistungsbezug des Jobcenters stehen, gefördert werden. Das sind 81 Einzelschicksale, Menschen, die nun die berechtigte Hoffnung haben, auch langfristig von der eigenen Hände Arbeit leben zu können. Das macht mich stolz und froh und zeigt auch, dass es Arbeitgeber gibt, die bereit sind, MitarbeiterInnen eine Chance zu geben, die nicht sofort voll leistungsfähig sind. Dafür möchte ich an dieser Stelle meinen ganz herzlichen Dank aussprechen.“


Manfred Pollnow, Leiter der Familienkasse Berlin-Brandenburg informiert zum Familien-Starke-Gesetz: „Mit dem Kinderzuschlag sorgt die Familienkasse dafür, dass einkommensschwache Familien finanziell unterstützt werden, um eine Abhängigkeit von Hartz IV zu verhindern. Mit dem Starke-Familien-Gesetz hat die Bundesregierung seit Juli 2019 neue Rahmenbedingungen geschaffen um Familien besser unterstützen zu können. Doch noch längst nicht alle Familien oder Alleinerziehende mit geringem Einkommen machen ihren Anspruch geltend. Konkret heißt das, dass wir mit der Auszahlung des Kinderzuschlages an Familien nicht nur den Bedarf von Kindern sichern können. Wir tragen ebenso dazu bei, dass sich auch bei kleinem Einkommen eine Erwerbstätigkeit lohnt,“ bekräftigt Manfred Pollnow, Leiter der Familienkassen für Brandenburg und Berlin.