28.02.2020 | Presseinfo Nr. 12

Der Ostbrandenburger Arbeitsmarkt im Februar

Die Arbeitslosigkeit ist in der Stadt Frankfurt (Oder) sowie in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree im Februar wieder leicht zurückgegangen. Insgesamt waren 13.989 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 108 Personen weniger als im Januar und 1.474 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 6,2 Prozent und damit niedriger als im Februar 2019. Damals hatte sie 6,8 Prozent betragen.

Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder): „Aufgrund des außergewöhnlich milden Wetters ist die Winterarbeitslosigkeit auch in diesem Jahr schon im Februar leicht zurückgegangen. Die Personalnachfrage der Unternehmen liegt unter dem Vorjahr, aber weiter auf hohem Niveau. Arbeitgeber halten auch in schwierigen Phasen an ihren Mitarbeitern fest. Deshalb war das Risiko, entlassen zu werden, noch nie so niedrig wie jetzt. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ist ein sinnvoller Schritt. Es wird die hohe Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften vorerst nicht entspannen. Das neue Gesetz wird jedoch einzelnen Unternehmen, die einen längeren Atem mitbringen, Chancen bieten. Wir haben uns mit den Ausländerbehörden und Kammern zum Verfahren abgestimmt und beraten gerne.

Firmen mit aktuell offenen Stellen können unsere Telefonaktion am 12. März nutzen, um zu klären, wie wir bei der Bewerbergewinnung unterstützen und die Qualifizierung von Beschäftigten fördern können.“

Die Telefonaktion findet am 12. März zwischen 15 und 17 Uhr statt. Unter der Rufnummer 0335/ 570 2020 können sich interessierte Arbeitgeber kostenfrei beraten lassen.


Gabriele Schoel, Geschäftsführerin des Jobcenters Märkisch-Oderland, bewertet die aktuelle Situation für den Landkreis: „Am 13. und 14. März sind wir mit der Jugendberufsagentur auf der Ausbildungsmesse Career Compass in Petershagen vertreten. Alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 sollten dieses Angebot nutzen, um sich einen Überblick über die Ausbildungsvielfalt in der Region zu verschaffen. Unsere Jugendberufsagentur in Märkisch-Oderland steht jungen Menschen bei der Berufswahl zur Seite, unterstützt bei der Lehrstellensuche und gibt Tipps für eine erfolgversprechende Bewerbung. Eine abgeschlossene Ausbildung ist heute mehr denn je der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit und steigert die Verdienstaussichten deutlich.“


Armin Müller, Bereichsleiter im Jobcenter Frankfurt (Oder), bewertet die aktuelle Situation für die Stadt: „Vom 16. bis 20. März wirbt die Frankfurter Jugendberufsagentur im Rahmen der bundesweiten „Woche der Ausbildung“ in Betriebsbesuchen und Gesprächen mit Arbeitgebern dafür, auch jungen Menschen mit schwierigeren Startbedingungen eine Chance zu geben. In der Jugendberufsagentur können wir bei vielen individuellen Problemen helfen. Wichtig ist die Motivation auf beiden Seiten. Wir können mit einem breiten Fächer an Förderangeboten unterstützen, damit eine Ausbildung auch erfolgreich abgeschlossen wird.“


Neu arbeitslos meldeten sich in diesem Monat 3.025 Personen. Gleichzeitig konnten 3.114 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden.

4.952 Menschen sind derzeit langzeitarbeitslos - 115 Personen weniger als im Januar und 1.032 weniger als vor genau einem Jahr.

Die Jugend-Arbeitslosigkeit ist leicht gestiegen. 1.197 Menschen unter 25 Jahre waren im Februar arbeitslos gemeldet – 78 mehr als im Vormonat und 20 mehr als vor einem Jahr. Die Jugend-Arbeitslosenquote lag damit bei 8,7 Prozent – gegenüber 8,1 Prozent im Januar. Im Februar 2019 hatte sie 9,1 Prozent betragen.

11,9 Prozent der Arbeitslosen waren Ausländer. Aktuell sind 1.661 Menschen mit ausländischer Staatsbürgerschaft arbeitslos gemeldet. Das sind 35 Personen mehr als im Vormonat und 12 weniger als vor einem Jahr.


Eine durch die Arbeitsagentur oder die Jobcenter geförderte berufliche Weiterbildung durchlaufen in Ostbrandenburg aktuell 1.027 Personen.


Im Februar zeigten die regionalen Unternehmen 788 offene Stellen neu an. Als vakant gemeldet sind derzeit insgesamt 2.691 Stellen. Am meisten nachgefragt wurden diesen Monat Fachkräfte für die Wartung und Überwachung von Eisenbahninfrastruktur, Büro- und Sekretariatsfachkräfte sowie Berufskraftfahrer.


Fast zwei Drittel aller Arbeitslosen betreuen die Jobcenter im Bezirk der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder)*. Im Februar waren es insgesamt 8.594 Arbeitslose – 2 weniger als im Januar und 1.386 weniger als im Februar 2019.
(*Neben dem kommunal geführten Jobcenter im Landkreis Oder-Spree sind dies die gemeinsamen Einrichtungen aus Arbeitsagentur und Kommune in Frankfurt (Oder) und dem Landkreis Märkisch-Oderland.)


Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt

1.587 Jugendliche haben sich seit Beginn des Berufsberatungsjahres 2019/2020 im Oktober bei der Agentur für Arbeit als Lehrstellenbewerber gemeldet. Das sind 114 Bewerber weniger als zum selben Zeitraum im Vorjahr.

Demgegenüber haben die regionalen Betriebe seit Oktober 1.538 Berufsausbildungsstellen bei der Agentur für Arbeit gemeldet. Das sind 112 weniger als vor genau einem Jahr.