28.10.2021 | Presseinfo Nr. 39

Erneut weniger Arbeitslose

·         12.958 Männer und Frauen im Agenturbezirk ohne Arbeit
·         Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 3,5 Prozent
 

Die Zahl an Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg ist im Monat Oktober erneut gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 12.958 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 919 Personen weniger als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf jetzt 3,5 Prozent. Bei den Frauen und Männern unter 25 Jahre sank die Quote um 0,4 Punkte auf jetzt 2,3 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend am Arbeitsmarkt fort.

„Ein Rückgang an Arbeitslosen haben wir erwartet, aber nicht in dieser Größenordnung“, freut sich der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Andreas Finke. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung sei das Vorkrisenniveau inzwischen erreicht. Das gelte aber noch nicht für die Grundsicherung. Die dort während der Corona-Krise entstandene Sockelarbeitslosigkeit wächst zwar nicht weiter, lässt sich aber nur schwer wieder aufbrechen. Entsprechend seien nachgefragte und angebotene Qualifikationen auf dem Arbeitsmarkt weiter auseinander als je zuvor. Das erschwere die Ausgleichsprozesse. „Es bedarf großer Anstrengungen, neuer Ideen und kreativer Lösungen, damit die Integration dieser Menschen in den Arbeitsmarkt gelingt“, sagt Finke. Denn die Anforderungen am ersten Arbeitsmarkt werden immer anspruchsvoller. So ist die Zahl der Arbeitsplätze im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg im Zeitraum 2016 bis 2020 vor allem bei den höher Qualifizierten gestiegen: bei Spezialisten um 10,0 Prozent und bei Experten sogar bei 15,2 Prozent (insgesamt um 7,9 Prozent). Entsprechend dauert es heute länger, bis offene Stellen besetzt werden, während Monat für Monat ihr Bestand wächst. Fachkräfteengpässe rücken wieder mehr und mehr in den Vordergrund. Dabei steht die große Herausforderung noch bevor. In den nächsten zehn Jahren verabschieden sich im Agenturbezirk rund 58.000 Arbeitnehmer in den Ruhestand. Das ist mehr als jeder Fünfte. Von ihnen sind 83,5 Prozent Fachkräfte, Spezialisten oder Experten. „Sie zu ersetzen wird für alle Beteiligten ein hartes Stück Arbeit“, sagt Finke.

Kurzarbeit

Nach vorläufigen Zahlen registrierte die Agentur für Arbeit Freiburg im Oktober 28 Anzeigen für insgesamt 513 Personen.

Inzwischen liegen für den Agenturbezirk erste Hochrechnungen für im Monat Juni 2021 tatsächlich in Anspruch genommene Kurzarbeit vor. Danach rechneten 1.917 Betriebe für insgesamt 10.661 Beschäftigte Kurzarbeit ab. Die Kurzarbeiterquote betrug im Juni 3,9 Prozent nach 6,8 Prozent im Mai.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im Berichtszeitraum meldeten sich 2.950 Personen arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 3.853 Menschen ihre Arbeitslosigkeit.

Struktur der Arbeitslosen

Auf Sicht von einem Jahr ist die Zahl an Arbeitslosen bei nahezu allen Zielgruppen gesunken. Eine Ausnahme bilden die Langzeitarbeitslosen, deren Zahl während der Pandemie stark angestiegen war und die von der Erholung bislang nur wenig profitierten. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.637 Arbeitslose (Anteil 43,5 Prozent), SGB II: 7.321 Arbeitslose (Anteil 56,5 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage bewegt sich weiter auf hohem Niveau. So meldeten die Unternehmen 1.286 offene Stellen. Das sind 98 oder 8,2 Prozent mehr als im September und 106 oder 9,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der größte Bedarf nach Branchen: Unternehmensnahe Dienstleistungen (247 Stellen, darunter 174 aus der Zeitarbeit), Verarbeitendes Gewerbe (200), Gesundheits- und Sozialwesen (196), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (134), Öffentliche Verwaltung (120), Gastgewerbe (97), Handel (89). Mitte Oktober lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 5.780 Aufträge zur Stellenbesetzung vor (81,1 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 18,9 Prozent für Helfer).

Entwicklung nach Regionen

Die Arbeitslosigkeit ist in allen Regionen des Agenturbezirks gesunken.