Arbeitsmarkt im März - Weiter sehr stabil

- 12.552 Männer und Frauen im Agenturbezirk ohne Arbeit - Arbeitslosenquote bei 3,4 Prozent (-0,1 Punkte)

31.03.2022 | Presseinfo Nr. 21

Die Zahl an Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg ist im Monat März weiter gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 12.552 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 558 Personen weniger als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote liegt jetzt bei 3,4 Prozent. Bei den Frauen und Männern unter 25 Jahre beträgt die Quote 2,1 Prozent. Für den Rückgang sind zum Auftakt der Frühjahrsbelebung vor allem saisonale Gründe verantwortlich.

„Der regionale Arbeitsmarkt ist in einem schwierigen Umfeld weiter sehr stabil. Darüber freue ich mich“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Andreas Finke, der trotz Corona- und Ukraine-Krise die niedrigste Zahl an Arbeitslosen in einem Monat März seit 30 Jahren verkünden kann. Erneut hätten alle Zielgruppen von der positiven Entwicklung profitieren können. Je besser sich die Situation für Arbeitssuchende darstellt, desto schwerer wird es allerdings für Betriebe, ihre offenen Stellen mit Wunschkanditaten zu besetzen. Viele Unternehmen suchen händeringend Arbeitskräfte. Entsprechend wächst der Bestand an offenen Arbeitsstellen Monat für Monat an. „Wenn ich sehe, wie viel erfahrene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den nächsten Jahren aus dem Erwerbsleben ausscheiden und wie viele junge Frauen und Männer auf der anderen Seite nachrücken, dann stehen wir erst am Anfang einer ernsten Arbeitskräftekrise. Sie wird von uns noch viel abverlangen.“, sagt Finke. Dabei gelte es, alle Potenziale auszuschöpfen. Auf die Frage, ob Geflüchtete aus der Ukraine Teil der Lösung sein können, sagt Finke: „Im Vordergrund steht erst einmal humanitäre Hilfe. Diese Menschen müssen erst mal ankommen, unterkommen, zur Ruhe kommen und ihre Kinder versorgen. Dann erst geht es um Sprache und möglichst qualifikationsgerechter Arbeit. Die wollen wir dann vermitteln. Ich bin überzeugt, dass so manche Stelle mit ukrainischen Geflüchteten schneller besetzt werden kann“.

Kurzarbeit

Nach vorläufigen Zahlen registrierte die Agentur für Arbeit Freiburg im März 44 Anzeigen für insgesamt 426 Personen.

Inzwischen liegen für den Agenturbezirk erste Hochrechnungen für im Monat November 2021 tatsächlich in Anspruch genommene Kurzarbeit vor. Danach rechneten 701 Betriebe für insgesamt 4.266 Beschäftigte Kurzarbeit ab. Die Kurzarbeiterquote betrug im November 1,5 Prozent nach 1,6 Prozent im Oktober.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im Berichtszeitraum meldeten sich 2.717 Personen arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 3.259 Menschen ihre Arbeitslosigkeit.

Struktur der Arbeitslosen

Auf Sicht von einem Jahr ist die Zahl an Arbeitslosen bei allen Zielgruppen gesunken. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.586 Arbeitslose (Anteil 44,5 Prozent), SGB II: 6.966 Arbeitslose (Anteil 55,5 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage bewegt sich weiter auf hohem Niveau. So meldeten die Unternehmen 1.321 offene Stellen. Das sind 145 oder 12,3 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Der größte Bedarf nach Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen (229 Stellen), Verarbeitendes Gewerbe (202), Öffentliche Verwaltung (153), Handel (146), Unternehmensnahe Dienstleistungen (133, darunter 95 aus der Zeitarbeit), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (101), Gastgewerbe (97). Mitte März lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 5.862 Aufträge zur Stellenbesetzung vor (84 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 16 Prozent für Helfer).

Entwicklung nach Regionen

Die Arbeitslosigkeit ist in allen Regionen des Agenturbezirks gesunken.

Mehr Infos zur BA finden Sie in unseren sozialen Kanälen

  • Xing
  • Kununu
  • Linkedin
  • Instagram
  • Facebook
  • Youtube
  • Twitter