Leichter Rückgang

Arbeitsmarkt im Februar

01.03.2023 | Presseinfo Nr. 12

  • 4.233 Männer und Frauen im Agenturbezirk ohne Arbeit
  • Arbeitslosenquote unverändert bei 3,8 Prozent

 

Die Zahl an Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg ist im Monat Februar leicht gesunken. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 14.233 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 58 Personen weniger als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote notiert unverändert bei 3,8 Prozent. Bei den Frauen und Männern unter 25 Jahre beträgt die Quote 2,4 Prozent. Für einen Monat Februar ist die Entwicklung unauffällig.

„Der Frühjahrsaufschwung hat zwar noch nicht eingesetzt, aber die milde Witterung kam dem Arbeitsmarkt entgegen. Deshalb registrieren wir etwas weniger Arbeitslose. Darüber freue ich mich“, sagt die Vorsitzende der Geschäftsführungen der Agenturen für Arbeit Freiburg und Offenburg, Theresia Denzer-Urschel. Besonders erfreulich ist weiter die Situation bei den längerfristig Arbeitslosen, die sich sowohl auf Jahressicht als auch im Vormonatsvergleich besser entwickelt haben als der Gesamtmarkt. „Wir investieren viel in Prävention, betreuen unsere Zielgruppen intensiv und arbeiten dabei eng mit anderen Behörden und Einrichtungen zusammen, teilweise sogar unter einem Dach und mit eigener Identität Das zahlt sich aus“, sagt Denzer-Urschel. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage ist die Arbeitskräftenachfrage weiter hoch. Treiber waren vor allem gemeldete Vakanzen für Fachkräfte im Bereich Erziehung, Verwaltung, Büro und Sekretariat, Lager und Transport sowie Verkauf. Auf der Helferebene fielen zahlreiche Stellenmeldungen aus dem Reinigungsgewerbe auf. „Die Unternehmen sorgen sich um Engpässe bei Arbeitskräften. Diese Sorge wiegt schwerer als die Risiken, die von Personaleinstellungen in einem unsicheren wirtschaftlich Umfeld ausgehen“, sagt Denzer-Urschel. Wegen der einsetzenden Frühjahrsbelebung rechnet sie in den kommenden Monate mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit.

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im Berichtszeitraum meldeten sich 3.770 Personen arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 3.838 Menschen ihre Arbeitslosigkeit.

Struktur der Arbeitslosen

Während auf Jahressicht die Zahl an längerfristig Arbeitslosen und Schwerbehinderten weiter sinkt, steigt sie bei Jugendlichen, Älteren und wegen der Krise in der Ukraine vor allem bei Ausländern. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 6.292 Arbeitslose (Anteil 44,2 Prozent), SGB II: 7.941 Arbeitslose (Anteil 55,8 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage bewegt sich weiter auf hohem Niveau. So meldeten die Unternehmen 1.550 offene Stellen. Das sind 506 oder 48,5 Prozent mehr als im Januar und 11 oder 0,7 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Der größte Bedarf nach Branchen: Unternehmensnahe Dienstleistungen (261, darunter 195 aus der Zeitarbeit), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (243), Gesundheits- und Sozialwesen (239 Stellen), Verarbeitendes Gewerbe (189), Öffentliche Verwaltung (159), Handel (123). Mitte Februar lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 5.999 Aufträge zur Stellenbesetzung vor (81 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 19 Prozent für Helfer).

Entwicklung nach Regionen

Während in Freiburg und Umgebung weniger Arbeitslose registriert waren, nahm ihre Zahl im Hochschwarzwald, im Markgräflerland und im westlichen Teil des Landkreis Emmendingen noch einmal leicht zu.

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