Arbeitsmarkt im Juni

Wenig Veränderung

30.06.2023 | Presseinfo Nr. 58

  • 13.849 Männer und Frauen im Agenturbezirk ohne Arbeit
  • Arbeitslosenquote sinkt auf 3,6 Prozent

 

Die Zahl an Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg ist im Monat Juni geringfügig zurückgegangen. Zum Stichtag waren in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen insgesamt 13.849 Frauen und Männer ohne Beschäftigung. Das sind 68 Personen weniger als einen Monat zuvor. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf jetzt 3,6 Prozent. Bei den Frauen und Männern unter 25 Jahre notiert die Quote unverändert bei 2,4 Prozent. Der Ausblick bleibt verhalten optimistisch.

 

„Die aktuellen Zahlen sind für einen Monat Juni unauffällig. Der Arbeitsmarkt ist weiter sehr stabil. Das ist gemessen an den Rahmenbedingungen alles andere als selbstverständlich“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Alexander Merk. Die Unternehmen würden ihr Personal halten, bei Neueinstellungen sich aber in Zurückhaltung üben. Erfreulich sei die Entwicklung bei den längerfristig Arbeitslosen, deren Zahl als einzige unter den Zielgruppen auf Jahressicht gesunken ist. „Wir investieren viel in Prävention, betreuen unsere Zielgruppen intensiv und arbeiten dabei eng mit anderen Behörden und Einrichtungen zusammen, teilweise sogar unter einem Dach und mit eigener Identität. Das zahlt sich aus“, sagt Merk, der allerdings davor warnt, dass der positive Trend bald ein Ende finden könnte. „Wir nähern uns langsam wieder dem harten Kern an und das in einem unsicheren wirtschaftlichen Umfeld“. Insgesamt habe sich an den strukturellen Herausforderungen nichts geändert. Die Region steuere mit Fachkräfteengpässen, einer verfestigten Arbeitslosigkeit und mit über 40.000 ungelernten Beschäftigten auf einen Arbeitsmarkt zu, der vor einem tiefgreifenden demographischen und technologischen Wandel steht. „Nie war es wichtiger in Weiterbildung zu investieren“, wirbt Merk bei Arbeitgebern, Beschäftigten und Erwerbslosen. Das sei der Schlüssel, um da gut durch zu kommen.

 

Dynamik am Arbeitsmarkt

Im Berichtszeitraum meldeten sich bei geringer Dynamik 3.108 Personen arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 3.160 Menschen ihre Arbeitslosigkeit.

 

Struktur der Arbeitslosen

Während auf Jahressicht die Zahl an längerfristig Arbeitslosen noch einmal geringfügig sinkt, steigt sie bei Jugendlichen, Älteren, Schwerbehinderten und wegen der Krise in der Ukraine vor allem bei Ausländern. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 5.820 Arbeitslose (Anteil 42,0 Prozent), SGB II: 8.029 Arbeitslose (Anteil 58,0 Prozent).

 

Arbeitskräftenachfrage

Die Arbeitskräftenachfrage ist weiter stabil, erreicht aber nicht das hohe Niveau vom vergangenen Jahr. So meldeten die Unternehmen 1.081 offene Stellen. Das sind 64 oder 6,3 Prozent mehr als im Mai, aber 125 oder 10,4 Prozent weniger als im Juni 2022. Der größte Bedarf nach Branchen: Gesundheits- und Sozialwesen (197 Stellen), Öffentliche Verwaltung (174 Stellen), Verarbeitendes Gewerbe (160), Handel (115), Unternehmensnahe Dienstleistungen (112, darunter 92 aus der Zeitarbeit), Freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen (109), Gastgewerbe (63). Mitte Juni lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 5.954. Aufträge zur Stellenbesetzung vor (81,6 Prozent für Fachkräfte, Experten und Spezialisten, 18,4 Prozent für Helfer).

 

Entwicklung nach Regionen

Während im Breisgau-Hochschwarzwald die Arbeitslosigkeit abnahm, stieg sie in der Stadt Freiburg und im Landkreis Emmendingen leicht an.

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