Der regionale Arbeitsmarkt im März 2023

Leichte Entspannung zu Frühlingsbeginn

31.03.2023 | Presseinfo Nr. 12

Der Bezirk der Agentur für Arbeit Freising umfasst die Landkreise Freising, Erding, Dachau und Ebersberg.

Der regionale Arbeitsmarkt im Überblick

Mit dem Beginn des Frühlings hat sich die Lage auf dem regionalen Arbeitsmarkt erneut verbessert: Die Zahl der Arbeitslosen in den Landkreisen Freising, Erding, Dachau und Ebersberg ist im März 2023 auf 9.216 Personen gesunken. Das waren 392 Arbeitslose weniger als noch im Vormonat. Dementsprechend sank auch die Arbeitslosenquote im März 2023 um 0,1 Prozentpunkte auf 2,5 Prozent. Im März vor einem Jahr errechnete sich eine Quote von 2,2 Prozent.

„Die Belebung, die in den letzten Wochen auf unserem Arbeitsmarkt zu beobachten war, ist vor allem dem saisonalen Effekt zuzuschreiben“, erklärt Nikolaus Windisch, Chef der Agentur für Arbeit Freising. Nach der Winterpause wurden in den witterungsabhängigen Branchen – beispielsweise im Bauhauptgewerbe, im Dachdeckerhandwerk, im Garten- und Landschaftsbau und im Gerüstbau – die Arbeiten wiederaufgenommen. Insgesamt konnten im März 1.417 Frauen und Männer ihre Arbeitslosigkeit beenden und eine neue Arbeitsstelle antreten, das waren 205 Personen mehr als im Februar 2023.

Personal wird nachgefragt

Die Nachfrage nach Personal ist in der Region weiterhin hoch, Arbeitskräfte werden gesucht: Die Betriebe informierten die Agentur für Arbeit Freising im März 2023 über 910 neu zu besetzende Arbeitsstellen in den vier Landkreisen. Damit befanden sich zuletzt insgesamt 6.343 Arbeitsangebote im Stellenpool der Arbeitsagentur. Den größten Personalbedarf meldete das produzierende Gewerbe. Hier waren 1.507 Stellen vakant. Im Berufsbereich Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit wurde Personal für 1.459 offene Stellen nachgefragt. Im Bereich Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus wurden Mitarbeitende für 992 offene Stellen gesucht.

Halbjahresbilanz auf dem regionalen Ausbildungsmarkt

Es ist Halbzeit auf dem Ausbildungsmarkt: Seit dem Beginn des Berufsberatungsjahres 2022/2023 am 1. Oktober 2022 wurden der Agentur für Arbeit Freising von den Ausbildungsbetrieben in den vier Landkreisen insgesamt 2.902 Ausbildungsstellen gemeldet. Das waren 195 Stellen mehr als im selben Zeitraum vor einem Jahr. Zeitgleich meldeten sich 2.009 Bewerberinnen und Bewerber für eine Berufsausbildung bei der Berufsberatung ihrer Arbeitsagentur, 108 Personen weniger als im Vorjahr. 1.185 Jugendliche hatten zuletzt noch nicht den passenden Ausbildungsplatz gefunden. Doch für alle, die noch auf der Suche sind, ist es für eine Bewerbung nicht zu spät: Im März 2023 waren noch 1.706 der bei der Agentur für Arbeit Freising gemeldeten Ausbildungsstellen vakant. Besonders gute Chancen eine Lehrstelle zu bekommen, haben – sofern die individuellen Voraussetzungen passen – junge Leute, die sich für Ausbildungen zu Einzelhandelskaufleuten, zu Verkäuferinnen und Verkäufern, zu Handelsfachwirtinnen und Handelsfachwirten, zu Lagerlogistik-Fachkräften oder zu Büromanagement-Kaufleuten interessieren. Auch für angehende Handwerker sind noch Ausbildungsstellen zu vergeben.

„Es ist erfreulich, dass sich die Unternehmen unserer Region durch eine sehr hohe Ausbildungsbereitschaft auszeichnen, denn die Ausbildung von Jugendlichen ist eine wichtige Säule zur Sicherung der Fachkräfte von morgen“, betont Nikolaus Windisch. Aktuell herrscht noch viel Bewegung auf dem regionalem Ausbildungsmarkt, doch es zeichnet sich bereits jetzt ab, dass dieser weiterhin ein Bewerbermarkt bleiben wird: Die Zahl der Ausbildungsstellen übersteigt die Anzahl der Bewerberinnen und Bewerber. „Ich rate den Unternehmen deshalb, bei der Suche nach zukünftigen Fachkräften verschiedene Wege zu beschreiten, zum Beispiel auch älteren Bewerberinnen und Bewerbern eine Chance zu geben“, so der Agenturchef. Die Agentur für Arbeit fördert die betriebliche Erstausbildung von Erwachsenen finanziell und unterstützt die Unternehmen bei der Suche nach geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten. „Häufig lohnt es sich auch, den Blick nach innen zu richten: In vielen Betrieben schlummern verborgene Talente, bewährte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die bisher als Hilfskräfte eingesetzt wurden, die aber durch eine betriebliche Ausbildung zu Fachkräften entwickelt werden könnten.“

Ausführliche Informationen zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten der Agentur für Arbeit – auch für Beschäftigte in Unternehmen – erhalten Betriebe bei ihrer Ansprechperson im Arbeitgeber-Service oder unter der gebührenfreien Service-Nummer 0800 4 5555 20.

 

Der Arbeitsmarkt in den Landkreisen

Betrachtet man die vier Landkreise jeweils für sich genommen, sind folgende Entwicklungen zu verzeichnen:

Landkreis Freising

Arbeitslosigkeit: Im Landkreis Freising reduzierte sich die Zahl der Arbeitslosen im März 2023 um 175 Personen. Damit waren zuletzt insgesamt 3.096 Frauen und Männer bei der Freisinger Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Diese Entwicklung ließ die Arbeitslosenquote um 0,1 Prozentpunkte auf einen aktuellen Wert von 2,8 Prozent sinken. Im Vorjahr errechnete sich eine Quote von 2,5 Prozent.

Personalnachfrage: Die Betriebe meldeten der Agentur für Arbeit Freising in den vergangenen Wochen 368 neu zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis. Insgesamt befanden sich damit im März 2.259 Arbeitsangebote im Stellenpool der Freisinger Arbeitsagentur.

Halbjahresbilanz Ausbildungsmarkt: Die Ausbildungsbereitschaft auf dem Freisinger Ausbildungsmarkt ist hoch: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2022 meldeten die Betriebe 1.060 zu besetzende Ausbildungsstellen im Landkreis, 95 Stellen mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 585 Ausbildungsstellen waren im März 2023 noch vakant. Gleichzeitig nahmen 710 Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungsstellen das Beratungsangebot ihrer Agentur für Arbeit wahr, 16 Personen mehr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Davon waren zuletzt noch 390 Jugendliche auf der Suche nach einer beruflichen oder schulischen Perspektive.

Landkreis Erding

Arbeitslosigkeit: Im März 2023 zählte die Agentur für Arbeit im Landkreis Erding 1.899 Arbeitslose und damit 85 Personen weniger als noch im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank entsprechend um 0,1 Prozentpunkte auf 2,2 Prozent. Im März vor einem Jahr lag sie bei 2,0 Prozent.

Personalnachfrage: Beim Arbeitgeber-Service der Erdinger Arbeitsagentur meldeten die Unternehmen zuletzt 185 neue Stellenangebote im Landkreis. Damit waren im ersten Frühlingsmonat insgesamt 1.173 bei der Agentur für Arbeit Erding gemeldete Stellen vakant.

Halbjahresbilanz Ausbildungsmarkt: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2022 ist ein halbes Jahr vergangen. In diesem Zeitraum meldeten die Betriebe 636 zu besetzende Berufsausbildungsstellen im Landkreis und damit 18 Stellen weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. 404 Ausbildungsstellen waren im März 2023 noch unbesetzt. Gleichzeitig machten sich 396 junge Leute mithilfe der Berufsberatung der Arbeitsagentur auf die Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle (-43 Personen). Davon hatten 246 Jugendliche im März 2023 noch keine berufliche oder schulische Perspektive gefunden.

Landkreis Dachau

Arbeitslosigkeit: Zum Frühlingsanfang waren bei der Agentur für Arbeit Dachau insgesamt 2.296 Personen arbeitslos gemeldet und somit 32 Frauen und Männer weniger als im Vormonat. Auf die Arbeitslosenquote hatte dies keinen Einfluss: Die Quote behielt den Vormonatswert von 2,5 Prozent bei. Im März vor einem Jahr errechnete sich für den Landkreis Dachau eine Arbeitslosenquote von 2,2 Prozent.

Personalnachfrage: Die Unternehmen der Region informierten den Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit im März 2023 über 141 neu zu besetzende Arbeitsstellen im Landkreis Dachau. Damit waren zuletzt insgesamt 1.477 bei der Dachauer Arbeitsagentur gemeldete Stellen vakant.

Halbjahresbilanz Ausbildungsmarkt: Die Halbjahresbilanz auf dem Dachauer Ausbildungsmarkt fällt wie folgt aus: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2022 informierten die Unternehmen die Agentur für Arbeit Dachau über 568 zu besetzende Ausbildungsstellen im Landkreis, 51 Stellen mehr als im Vorjahreszeitraum. 364 Ausbildungsstellen waren im März 2023 noch vakant. Im selben Zeitraum nahmen 506 Interessenten für Ausbildungsstellen das Beratungsangebot ihrer Agentur für Arbeit wahr (-49 Personen). Davon waren im März 2023 noch 309 Jugendliche auf der Suche nach einer beruflichen oder schulischen Perspektive.

Landkreis Ebersberg

Arbeitslosigkeit: Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Ebersberg verringerte sich im März 2023 um 100 Personen. Damit waren insgesamt 1.925 Frauen und Männer bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote für den Landkreis sank um 0,1 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent. Im März vor einem Jahr errechnete sich eine Quote von 1,9 Prozent.

Personalnachfrage: Im März 2023 wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ebersberg 216 neu zu besetzende Stellen im Landkreis gemeldet. Insgesamt befanden sich damit 1.434 Arbeitsangebote im Stellenpool der Ebersberger Arbeitsagentur.

Halbjahresbilanz Ausbildungsmarkt: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2022 ist ein halbes Jahr vergangen. In diesem Zeitraum meldeten die Betriebe 638 zu besetzende Berufsausbildungsstellen im Landkreis – 67 Stellen mehr als im Jahr zuvor. 353 Ausbildungsstellen waren im März 2023 noch unbesetzt. Im selben Zeitraum machten sich 397 Jugendliche mithilfe der Berufsberatung der Agentur für Arbeit Ebersberg auf die Suche nach einer passenden Ausbildungsstelle (-32 Personen). 240 Jugendliche hatten im März 2023 noch keine berufliche oder schulische Perspektive gefunden.