08.12.2020 | Presseinfo Nr. 58

Kurzarbeit im Mai 2020

45.000 Kurzarbeiter - Wie viele Betriebe und Beschäftigte tatsächlich in Kurzarbeit sind.

Anzeigen auf Kurzarbeit sagen noch nichts darüber aus, wie viele Betriebe und Beschäftigte die Unterstützung tatsächlich in Anspruch nehmen. So hatten von März bis Ende Mai im Agenturbezirk Fürth mit seinen Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim knapp 5.900 Betriebe für über 95.200 Beschäftigte eine Anzeige für Kurzarbeit eingereicht. Tatsächlich zur Abrechnung kamen knapp 63 Prozent der Anzeigen für annähernd die Hälfte der darin benannten Personen. 

Realisierte Kurzarbeit im Mai 2020 – Am stärksten betroffene Branchen

Im Agenturbezirk Fürth rechnen von März bis Ende Mai über 3.700 Unternehmen für etwas mehr als 45.000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld ab. Die meisten Betriebe kommen aus dem Gastgewerbe. Hier nehmen genau 700 Betriebe für über 3.800 Beschäftigte Kurzarbeitergeld in Anspruch. Die meisten Personen in Kurzarbeit sind im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt – knapp 21.200 Personen in rund 440 Betrieben. Eine weitere mit am stärksten von Kurzarbeit betroffene Branche ist der Handel mit rund 660 Betrieben und annähernd 5.900 Beschäftigten. Die bisherigen Aufwendungen für Kurzarbeitergeld von 91,3 Millionen Euro und Zahlungen zur Sozialversicherung von 71,7 Millionen Euro ergeben für den Agenturbezirk Fürth bis zum 30. November einen Gesamtbetrag von 163 Millionen Euro.

Hintergrund – Das Verfahren

Die Betriebe müssen vor Beginn von Kurzarbeit eine schriftliche Anzeige* bei der zuständigen Agentur für Arbeit erstatten. Das muss spätestens bis zum Ende des Monats erfolgt sein, für den erstmalig Leistungen bezogen werden sollen. Nach Bewilligung der Anzeige durch die Arbeitsagentur kann der Betrieb für jeden Kalendermonat in Kurzarbeit, einen Antrag auf Kurzarbeitergeld stellen. Die Ausschlussfrist dafür beträgt drei Monate. Die für die Zahlung notwendigen Angaben werden in einer Abrechnungsliste vermerkt. Diese wird von der Agentur für Arbeit anschließend dahingehend geprüft, ob Leistungsanspruch besteht, bewilligt und letztlich ausgezahlt werden kann.

*Anzeigen sind für konjunkturelle Kurzarbeit sowie für Transferkurzarbeit abzugeben.