03.05.2022 | Presseinfo Nr. 27

Die Arbeitsmarktentwicklung im Monat April 2022

Anhaltende Frühjahrsbelebung
 

Vormonat: Minus 486 Personen oder 4,5 Prozent auf 10.332

Vorjahresmonat: Minus 2.953 Personen oder 22,2 Prozent

  • Aktuelle Arbeitslosenquote: 3,0 Prozent - Vorjahr: 3,8 Prozent
  • Stellenzugang 2022: Plus 42,4 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum
  • Kurzarbeit 2022 - Geprüfte Anzeigen: 370, Personen: 3.469

    Im Agenturbezirk Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheimsind im April 10.332 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 486 Personen oder 4,5 Prozent weniger als im Vormonat und 2.953 oder 22,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,0 Prozent gesunken und liegt damit um 0,8 Prozentpunkte niedriger als im letztjährigen April.

    Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, sagt: „Der insgesamt erfreuliche Trend des 1. Quartals setzt sich un-gebrochen fort. Der schon im März recht deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahl hat sich im April sogar noch verstärkt. Dazu kommt die anhaltend lebhafte Personalnachfrage und die weiterhin geringe Zahl von Anzeigen auf Kurzarbeit. Indikatoren, die zeigen, wie robust unser Arbeitsmarkt ist. Dem gegenüber stehen jedoch die unkalkulierbaren Folgen des Ukraine-Krieges, welche sich in deutlich reduzierten Konjunkturerwartungen für 2022 widerspiegeln. So stehen beispielsweise bedrohliche Szenarien mit Blick auf die Energieversorgung im Raum. Sie hätten wohl - je nach Ausprägung - enorme Auswirkungen auf alle Wirtschaftssektoren und damit auf die Gesellschaft insgesamt. Hinzu kommen Störungen der globalen Lieferketten, die Auswirkungen strikter Coronabeschränkungen in China und die teils drastischen Preissteigerungen bei vielen Produkten und Dienstleistungen. In Summe führt das dazu, dass kaum seriös abzuschätzen ist, wie sich der Arbeitsmarkt in der nächsten Zeit entwickeln wird.“

    Personengruppen – Langzeitarbeitslosigkeit nimmt langsam ab

    Von der anhaltenden Frühjahrsbelebung profitieren fast alle Personengruppen mehr oder weniger. So sind derzeit 832 junge Menschen im Alter von 15 bis 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind sieben Personen oder 0,8 Prozent weniger als im Vormonat und 372 oder 30,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. Darunter befinden sich 182 Jugendliche von 15 bis 20 Jahren. das sind zwölf Personen oder 7,1 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 33 oder 15,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Am anderen Ende der Altersklassen nimmt die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls ab. So sind 4.142 Frauen und Männer im Alter ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 198 Personen oder 4,6 Prozent weniger als vor einem Monat und 788 oder 16,0 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Darunter befinden sich 3.001 Arbeitslose im Alter ab 55 Jahren. Das sind 128 Personen oder 4,1 Prozent weniger als im März und 426 oder 12,4 weniger als vor einem Jahr. Wenn auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen immer noch weit über Vorkrisenniveau liegt, zeigt sich ein langsames Abnehmen. So sind derzeit 3.808 Frauen und Männer als langzeitarbeitslos gemeldet. Das sind 77 Personen oder 2,0 Prozent weniger als im Vormonat und 503 oder 11,7 Prozent weniger als im letztjährigen April. Die Gruppe schwerbehinderter Menschen umfasst derzeit 1.419 Arbeitslose. Das sind 48 Personen oder 3,3 Prozent weniger als im Vormonat und 137 oder 8,8 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen mit ausländischem Pass beträgt 3.184. Das sind 187 Frauen und Männer oder 5,5 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 938 oder 22,8 Prozent weniger als im April letzten Jahres.


    Gemeldete Arbeitsstellen – Hohes Aufkommen im April

    Nach Zurückhaltung im März legt der Stellenmarkt im April wieder kräftig zu. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 1.608 offene Stellen gemeldet. Das sind 399 Angebote oder 33,0 Prozent mehr als im Vormonat und 488 oder 43,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 5.277 Vakanzen gemeldet. Das sind 1.570 Ausschreibungen oder 42,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 5.924 offene Stellen. Das sind 173 Angebote oder 3,0 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 1.726 oder 41,1 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Die meisten Stellen werden in diesen Branchen angeboten: Verarbeitendes Gewerbe: 1.001, Handel: 931, Zeitarbeit: 834, Gesundheits- und Sozialwesen: 770.  


    Unterbeschäftigung weiter fallend

    Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen subsummiert: Zum einen die registrierten Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die zwar nach Sozialgesetzbuch nicht als arbeitslos gezählt werden, aber ohne reguläres Beschäftigungsverhältnis sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Mit darunter fallen auch Selbständige, die Gründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der Beschäftigungssituation. Dazu die aktuellen Daten der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 13.505 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 410 Personen oder 2,9 Prozent weniger als im Vormonat und 2.788 oder 17,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,9 Prozent (Vormonat: 4,0 / Vorjahresmonat: 4,7).


    Kurzarbeit 2022: Arbeitslosigkeit und Anzeigen auf Kurzarbeit

    Seit Jahresbeginn haben sich 4.713 Menschen arbeitslos gemeldet, die vorher am 1. Arbeitsmarkt beschäftigt waren. Das sind 662 Personen oder 12,3 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Seit Jahresbeginn wurden 370 Anzeigen auf Kurzarbeit geprüft. Diese betreffen 3.469 Personen. Im April waren es 42 Anzeigen mit 261 Personen.

    Blick in die Städte und Landkreise



    Stadt Fürth: Personalnachfrage zieht merklich an

    April 2022: Arbeitslosenquote Stadt Fürth

    In der Stadt Fürth sind 3.628 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 155 Personen oder 4,1 Prozent weniger als im Vormonat und 973 oder 21,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 4,7 Prozent gesunken und liegt damit 1,3 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. Die Personalnachfrage hat merklich zugelegt. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 294 offene Stellen gemeldet. Das sind 48 Angebote oder 19,5 Prozent mehr als im Vormonat und 106 oder 56,4 Prozent mehr als im letztjährigen April. Seit Jahresbeginn wurden 1.019 Vakanzen gemeldet. Das sind 281 oder 38,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst der 1.222 offene Stellen. Das sind 50 Angebote oder 3,9 Prozent weniger als im Vormonat, aber 398 oder 48,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

    Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 4.988 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 6,4 Prozent (Vormonat: 6,6 / Vorjahresmonat: 7,6).


     

    Landkreis Fürth: Arbeitslosigkeit sinkt deutlich

    Im Landkreis Fürth sind 1.681 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 105 Personen oder 5,9 Prozent weniger als im Vormonat und 623 oder 27,0 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 2,5 Prozent gesunken und liegt damit um 0,9 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist belebt. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 177 offene Stellen gemeldet. Das sind 27 Angebote oder 18,0 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 77 oder 77,0 Prozent mehr als im letztjährigen April. Seit Jahresbeginn wurden 582 Vakanzen gemeldet. Das sind 159 Ausschreibungen oder 37,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 793 offene Stellen. Das sind 16 Angebote oder 2,1 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 245 oder 44,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.085 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,1 Prozent (Vormonat: 3,2 / Vorjahresmonat: 4,0).


     

    Stadt Erlangen: Personalnachfrage steigt sprunghaft  

    In der Stadt Erlangen sind 2.331 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 63 Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Vormonat und 517 oder 18,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,6 Prozent gesunken und liegt damit um 0,8 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage hat nach einer Abkühlung im März erneut sprunghaft zugelegt. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 711 offene Stellen gemeldet. Das sind 254 Angebote oder 55,6 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 242 oder 51,6 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 2.126 Vakanzen gemeldet. Das sind 858 Ausschreibungen oder 67,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 1.767 offene Stellen. Das sind 164 Angebote oder 10,2 Prozent mehr als im Vormonat und 578 oder 48,6 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.885 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,4 Prozent (Vormonat: 4,5 / Vorjahresmonat: 5,2).


     

    Erlangen-Höchstadt: Starke Personalnachfrage

    Im Landkreis Erlangen-Höchstadt sind 1.649 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 85 Personen oder 4,9 Prozent weniger als im Vormonat und 382 oder 18,8 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 2,1 Prozentpunkte gesunken und liegt damit um 0,5 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage hat nach einer Abkühlung im März wieder sprunghaft zugelegt. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 253 offene Stellen gemeldet. Das sind 91 Angebote oder 56,2 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 71 oder 39,0 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 801 Vakanzen gemeldet. Das sind 240 Ausschreibungen oder 42,8 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst aktuell 994 offene Stellen. Das sind 54 Angebote oder 5,7 Prozent mehr als vor einem Monat und 324 oder 48,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.141 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 2,7 Prozent (Vormonat: 2,8 Prozent, Vorjahresmonat: 3,1 Prozent).


    Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Arbeitslosigkeit sinkt nochmals stark  

    Arbeitsagentur Neustadt/Aisch: – Arbeitslosigkeit geht weiter steil bergab

    Bei der Agentur für Arbeit Neustadt/Aisch sind 631 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 78 Personen oder 11,0 Prozent weniger als im Vormonat und 280 oder 30,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 1,7 Prozent gesunken und liegt damit um 0,8 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist nach einer Abkühlung im März nur leicht angestiegen. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 91 offene Stellen gemeldet. Das sind neun Angebote oder 11,0 Prozent mehr als ein Monat zuvor und fünf oder 5,8 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 384 Vakanzen gemeldet. Das sind acht Ausschreibungen oder 2,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 578 offene Stellen. Das sind 16 Angebote oder 2,7 Prozent weniger als im Vormonat, aber 157 oder 37,3 Prozent mehr als im April letzten Jahres.

    Arbeitsagentur Bad Windsheim: Personalnachfrage mit deutlicher Bremsspur

    Bei der Agentur für Arbeit Bad Windsheim sind 412 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind exakt so viele wie im Vormonat, aber 178 oder 30,2 Prozent weniger als vor einem Jahr. Demzufolge bleibt die Arbeitslosenquote mit aktuell 1,9 Prozent seit März unverändert, liegt jedoch um 0,8 Prozentpunkte niedriger als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage hatte im März merklich zugelegt, ist jedoch im April spürbar abgekühlt. So haben die Arbeitgeber 82 offene Stellen gemeldet. Das sind 30 Angebote oder 26,8 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 13 oder 13,7 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 365 Vakanzen gemeldet. Das sind 24 Ausschreibungen oder 7,0 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 570 offene Stellen. Das sind fünf Angebote oder 0,9 Prozent mehr als im Vormonat und 24 oder 4,4 Prozent mehr als im letztjährigen April.