Die Arbeitsmarktentwicklung im Monat April 2023

Nur schwache Frühjahrsbelebung

28.04.2023 | Presseinfo Nr. 20

Vormonat: Minus 158 Personen oder 1,3 Prozent auf 11.550

Vorjahresmonat: Plus 1.218 Personen oder 11,8 Prozent

  • Aktuelle Arbeitslosenquote: 3,3 Prozent - Vorjahr: 3,0 Prozent
  • Arbeitslose Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit: 1.078
  • Stellenzugang 2023: Minus 12,6 Prozent gegenüber Vorjahreszeitraum
  • Kurzarbeit 2023: Geprüfte Anzeigen: 69, Personen: 1.301

 

Für einen April ist der Rückgang der Arbeitslosigkeit eher zurückhaltend. So sind im Agenturbezirk Fürth mit den Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch – Bad Windsheim derzeit 11.550 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 158 Personen oder 1,3 Prozent weniger als im Vormonat, aber 1.218 oder 11,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 3,3 Prozent gesunken und liegt damit um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

Ines Fuchs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth, sagt: „Grundsätzlich blicken wir auf eine solide Arbeitsmarktlage, auch wenn wir bei den Arbeitslosenzahlen und den Stellenmeldungen dem Vorjahresniveau merklich hinterherhinken. Dennoch sind wir von einer alarmierenden Situation weit entfernt. Bei der aktuellen Arbeitslosenquote hat man in früheren Jahren schon fast von Vollbeschäftigung gesprochen. Auch bei Frühwarnzeichen wie Kurzarbeit oder Insolvenzanträgen sind keine Auffäligkeiten zu sehen. Eine seriöse Vorhersage, wie sich das zweite Quartal wohl entwickeln könnte, ist wohl kaum zu treffen. Denn ein Ende der insgesamt krisenhaften Situation rund um die Ukraine und nach wie vor hohen Energiekosten ist momentan nicht abzusehen.“

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Februar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Agenturbezirk Fürth aktuell 1.078 Frauen und Männer. Das sind 96 Personen oder 9,8 Prozent mehr als im März.

Personengruppen – Langzeitarbeitslosigkeit unter Vorjahresniveau

Derzeit sind 3.442 langzeitarbeitslose Frauen und Männer gemeldet. Das sind 14 Personen oder 0,4 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 366 oder 9,6 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Ebenfalls weniger Arbeitslose als vor einem Jahr haben wir in der Gruppe schwerbehinderter Menschen. Hier sind derzeit 1.353 arbeitslose Frauen und Männer gemeldet. Das sind 31 Personen oder 2,2 Prozent weniger als im März und 66 oder 4,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.  Bei allen anderen Personengruppen ist die Arbeitslosigkeit höher als im Vorjahresmonat. So sind im April 946 Jüngere von 15 bis 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 40 Personen oder 4,1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 114 oder 13,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Darunter befinden sich 196 Jugendliche im Alter von 15 bis 20 Jahren. Das sind zwölf Personen oder 5,8 Prozent weniger als ein Monat zuvor, aber 14 oder 7,7 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Auch am anderen Ende der Altersklassen gehen die Zahlen zurück. So sind im Berichtsmonat 4.398 Frauen und Männer ab 50 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 53 Personen oder 1,2 Prozent weniger als im März, aber 256 oder 6,2 Prozent mehr als im letztjährigen April.  Darunter befinden sich 3.201 Ältere ab 55 Jahren. Das sind 30 Personen oder 0,9 Prozent weniger als im Vormonat, aber 200 oder 6,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit ausländischem Pass beträgt 4.438 Das sind 78 Frauen und Männer oder 1,8 Prozent mehr als vor einem Monat und 1.254 oder 39,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

 

Gemeldete Arbeitsstellen – Personalnachfrage erneut rückläufig

Im Februar hatte die Personalnachfrage geradezu sprunghaft zugelegt, ist jedoch seit März rückläufig. So haben die Arbeitgeber im April 1.131 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 55 Angebote oder 4,6 Prozent weniger als im Vormonat und 477 oder 29,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 4.614 Vakanzen gemeldet. Das sind 663 Ausschreibungen oder 12,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 6.175 gemeldete Stellen. Das sind 66 Angebote oder 1,1 Prozent mehr als ein Monat zuvor und 251 oder 4,2 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Die meisten Stellen werden in diesen Branchen angeboten: Verarbeitendes Gewerbe: 1.116, Gesundheits- und Sozialwesen: 885, Handel: 777, Zeitarbeit: 727.

 

Unterbeschäftigung deutlich höher als vor einem Jahr

Unter dem Begriff der Unterbeschäftigung werden grundsätzlich zwei Gruppen subsummiert: Zum einen die registrierten Arbeitslosen, zum anderen diejenigen, die zwar nach Sozialgesetzbuch nicht als arbeitslos gezählt werden, aber ohne reguläres Beschäftigungsverhältnis sind. Dazu gehören beispielsweise Menschen, die sich in einer beruflichen Weiterbildung befinden oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Mit darunter fallen auch Selbständige, die Gründerzuschuss erhalten. Beim Ausweisen der Unterbeschäftigung geht es um die transparente Darstellung der Beschäftigungssituation. Dazu die aktuellen Daten der Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) wie folgt: Im Berichtsmonat sind 15.497 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 167 Personen oder 1,1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 2.050 oder 15,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,5 Prozent (Vormonat: 4,5 / Vorjahresmonat: 3,9).

 

Kurzarbeit 2023: Anzeigen und darin benannte Personen

Seit Jahresbeginn wurden 69 Anzeigen auf Kurzarbeit geprüft. Diese betreffen 1.301 Personen. Im April waren es sechs Anzeigen mit 129 Personen.

 

Blick in die Städte und Landkreise

Stadt Fürth: Arbeitslosigkeit nahe Vorjahresniveau  

Im April sind in der Stadt Fürth 3.769 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 53 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Vormonat, aber 141 oder 3,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 5,0 Prozent seit März unverändert, liegt jedoch 0,3 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr. Die Personalnachfrage hat sich seit März kaum verändert und liegt im Berichtsmonat merklich unter Vorjahresniveau. So haben die hiesigen Arbeitgeber im April 222 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind fünf Angebote oder 2,3 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 72 oder 24,5 Prozent weniger als vor einem Jahr. Seit Jahresbeginn wurden 874 Vakanzen gemeldet. Das sind 145 Ausschreibungen oder 14,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 1.389 gemeldet Arbeitsstellen. Das sind 24 Angebote oder 1,7 Prozent weniger als ein Monat zuvor, aber 167 oder 13,7 Prozent mehr als im April letzten Jahres. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 5.360 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 6,9 Prozent (Vormonat: 7,0 / Vorjahresmonat: 6,4).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Februar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Fürth aktuell 255 Frauen und Männer. Das sind 41 Personen oder 19,2 Prozent mehr als im März.

 

Landkreis Fürth: Zurückhaltende Personalnachfrage  

 

Im Landkreis Fürth sind im Berichtsmonat 1.804 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 49 Personen oder 2,6 Prozent weniger als im Vormonat, aber 123 oder 7,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 2,7 Prozent gesunken, liegt jedoch um 0,2 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist seit Februar zurückhaltend. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 96 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind zwei Angebote oder 2,1 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 81 oder 45,8 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 375 Vakanzen gemeldet. Das sind 207 Ausschreibungen oder 35,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 812 gemeldete Stellen. Das sind fünf Angebote oder 0,6 Prozent weniger als im März, aber 19 oder 2,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.417 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,6 Prozent (Vormonat: 3,7 / Vorjahresmonat: 3,1).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Februar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Fürth aktuell 149 Frauen und Männer. Das sind neun Personen oder 6,4 Prozent mehr als im März.

 

Stadt Erlangen: Arbeitslosigkeit gegen Allgemeintrend gestiegen  

In der Stadt Erlangen sind im Berichtsmonat 2.637 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Das sind 70 Personen oder 2,7 Prozent mehr als im Vormonat und 306 oder 13,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,1 Prozentpunkte auf aktuell 4,0 Prozent gestiegen und liegt damit um 0,4 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage bleibt stabil auf insgesamt gutem Niveau. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 516 offene Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 63 Angebote oder 10,9 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 195 oder 27,4 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 2.151 Vakanzen gemeldet. Das sind 25 Ausschreibungen oder 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Der Bestand umfasst 1.903 gemeldet Arbeitsstellen. Das sind 76 Angebote oder 4,2 Prozent mehr als vor einem Monat und 136 oder 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 3.258 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 4,9 Prozent (Vormonat: 4,9 / Vorjahresmonat: 4,3).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Februar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst in der Stadt Erlangen aktuell 306 Frauen und Männer. Das sind 47 Personen oder 18,2 Prozent mehr als im März.

 

Erlangen-Höchstadt: Personalnachfrage bleibt deutlich unter Vorjahresniveau

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt sind im Berichtsmonat 2.020 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 47 Personen oder 2,3 Prozent weniger als im Vormonat, aber 371 oder 22,5 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 2,6 Prozent seit März unverändert, liegt jedoch um 0,5 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage hat im April zwar zugelegt, bleibt jedoch deutlich unter Vorjahresniveau. So haben die Arbeitgeber im Berichtsmonat 166 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 23 Angebote oder 16,1 Prozent mehr als ein Monat zuvor, aber 87 oder 34,4 Prozent weniger als im letztjährigen April. Seit Jahresbeginn wurden 636 Vakanzen gemeldet. Das sind 165 Ausschreibungen oder 20,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 957 gemeldete Arbeitsstellen. Das sind 58 Angebote oder 6,5 Prozent mehr als vor einem Monat, aber 37 oder 3,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit): Im Berichtsmonat sind 2.646 Personen unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 3,4 Prozent (Vormonat: 3,4 / Vorjahresmonat: 2,7).

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Februar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Erlangen-Höchstadt aktuell 211 Frauen und Männer. Das sind acht Personen oder 3,9 Prozent mehr als im März.

 

Neustadt/Aisch-Bad Windsheim: Arbeitslosigkeit weit über Vorjahresniveau   

 

Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit

Der Bestand seit Februar 2022 arbeitslos gemeldeter Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit umfasst im Landkreis Neustadt/Aisch – Bad Windsheim aktuell 157 Frauen und Männer. Das sind neun Personen oder 5,4 Prozent weniger als im März.

 

Arbeitsagentur Neustadt/Aisch: Gut ein Drittel mehr Arbeitslose…  

Bei der Agentur für Arbeit Neustadt/Aisch sind im Berichtsmonat 854 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. das sind 59 Personen oder 6,5 Prozent weniger als im Vormonat, aber 223 oder 35,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote ist seit März um 0,2 Prozentpunkte auf aktuell 2,3 Prozent gesunken, liegt jedoch um 0,6 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage bleibt erneut zurückhaltend. So haben die hiesigen Arbeitgeber im Berichtsmonat 59 Arbeitsstellen gemeldet. Das ist ein Angebot oder 1,7 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 32 oder 35,2 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 273 Vakanzen gemeldet. Das sind 111 Ausschreibungen oder 28,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 538 gemeldete Stellen. Das sind 22 Angebote oder 3,9 Prozent weniger als im Vormonat und 40 oder 6,9 Prozent weniger als vor einem Jahr.

 

Arbeitsagentur Bad Windsheim: Personalnachfrage stark abgekühlt

Bei der Agentur für Arbeit Bad Windsheim sind im April 466 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 20 Personen oder 4,1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 54 oder 13,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote bleibt mit aktuell 2,2 Prozent seit März unverändert, liegt jedoch um 0,3 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat. Die Personalnachfrage ist im Berichtsmonat stark abgekühlt. So haben die hiesigen Arbeitgeber 72 Arbeitsstellen gemeldet. Das sind 21 Angebote oder 22,6 Prozent weniger als ein Monat zuvor und 10 oder 12,2 Prozent weniger als im April letzten Jahres. Seit Jahresbeginn wurden 305 Vakanzen gemeldet. Das sind 60 Ausschreibungen oder 16,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Bestand umfasst derzeit 576 offene Stellen. Das sind 17 Angebote oder 2,9 Prozent weniger als vor einem Monat, aber sechs oder 1,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.