31.03.2022 | Presseinfo Nr. 14

Der Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen und Bottrop im März

„Es ist erfreulich zu sehen, dass die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich in Richtung Vor-Corona-Niveau sinken“, stellt Frank Thiemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen fest.

Der Arbeitsmarkt in Gelsenkirchen

  • Arbeitslosenzahl im März:                                    18.131
  • Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich:          -333 oder -1,8%
  • Arbeitslosenquote (Vormonatsvergleich):          13,7 Prozent (-0,3%-Punkte)

„Hoffen wir, dass der von Eindämmungsmaßnahmen gebeutelte Arbeitsmarkt weiterhin zur Ruhe kommt. Uns erwartet in den nächsten Wochen und Monaten bereits die nächste Herausforderung als Folge der schrecklichen Kriegsgeschehnisse in der Ukraine: die Aufnahme und Integration Geflüchteter. Auch wenn erstmal humanitäre Themen im Vordergrund stehen – die Vermittlung von Sprachkursen, die Anerkennung von Berufsabschlüssen oder die Beratung hinsichtlich einer Arbeitsaufnahme sind Themen, zu denen wir natürlich bereits jetzt im engen Austausch mit unseren kommunalen und Arbeitsmarktpartnern stehen. So können wir gewährleisten, geflüchtete Ukrainer*innen auch bei der Integration in Arbeit frühestmöglich zu unterstützen.“ 

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Im März waren in Gelsenkirchen 18.131 Personen arbeitslos gemeldet, 333 weniger als im Vormonat (-1,8%). Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Prozentpunkte auf 13,7 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit in Gelsenkirchen um 2.234 Personen abgenommen (-11,0%).

Die Zahl der jüngeren Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat gesunken. Im Berichtsmonat waren 1.579 junge Frauen und Männer im Alter von unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet (-3,0%). Das waren 300 weniger als im März 2021 (-16,0%). 316 Jugendliche entfielen auf die Arbeitsagentur (-33) zum Vormonat und -225 zum Vorjahr, 1.263 junge Frauen und Männer wurden durch das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen (Jobcenter IAG) betreut (-15 zum Vormonat und -75 zum Vorjahr).

Die tatsächliche Unterbeschäftigung[1] für Gelsenkirchen lag im März bei 24.283 Personen, 210 weniger als im Vormonat. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt aktuell 17,9 Prozent. Gegenüber März 2021 hat die Unterbeschäftigung um 1.274 Personen abgenommen (-5,0%).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Agentur für Arbeit) waren im März 2.975 Personen arbeitslos gemeldet, 146 weniger als im Vormonat.

Im Rechtskreis des SGB III lag die Unterbeschäftigung im März bei 3.700 Personen, das waren 117 weniger als im Februar und 1.258 weniger als im März 2021.

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Im Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen (Jobcenter IAG) wurden 15.156 Arbeitslose gezählt, 187 weniger als im Vormonat (-1,2%). Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit um 814 Personen abgenommen (-5,1%).

Im aktuellen Berichtsmonat lag die Unterbeschäftigung im Rechtskreis des SGB II bei 20.583 Personen, das waren 93 weniger als im Februar und 16 weniger als im März 2021.

Arbeitskräftenachfrage

Unternehmen aus Gelsenkirchen meldeten der Arbeitsagentur im Berichtsmonat insgesamt 312 neue freie Stellen. Das waren 71 weniger als im Vormonat und 36 mehr als im März des vergangenen Jahres. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Gesundheit, Soziales, Lehre und Erziehung“, Kaufmännische Dienstleistungen, Handel, Vertrieb, Tourismus“ sowie von „Verkehr, Logistik, Schutz und SIcherheit“.

Der aktuelle Bestand an offenen Stellen beläuft sich auf 1.473 Vakanzen, ein Plus von 74 Stellen gegenüber Februar.

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag Ende September 2021[2] waren am Arbeitsort Gelsenkirchen insgesamt 84.092 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 1.557 Beschäftigte mehr als im Juni 2021 (+1,9 %) und 430 Personen oder 0,5 % mehr als im Vorjahresquartal (September 2020). Von den Beschäftigten arbeiteten 71,5 % in Vollzeit.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es nach Branchen betrachtet die stärkste Zunahme im Bereich Handel sowie der Instandhaltung und Reparatur von Kfz (+481 oder +4,7%). Am ungünstigsten war hingegen die Entwicklung in der Arbeitnehmerüberlassung (-515 oder -23,3%).

Kurzarbeit

Im März haben 10 Gelsenkirchener Betriebe (-35 zum Vorjahresmonat) für 114 Beschäftigte (175 weniger als im Vorjahresmonat) Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für September vor. Danach befanden sich in Gelsenkirchen 247 Betriebe (-18 zu August) in Kurzarbeit, davon waren 1.365 Mitarbeiter/innen (-147 zu August) betroffen.

Der Arbeitsmarkt in Bottrop

  • Arbeitslosenzahl im März:                                     4.528
  • Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich:           -67 oder -1,5%
  • Arbeitslosenquote (Vormonatsvergleich):           7,4 Prozent (-0,1%-Punkte)

„Der Bottroper Arbeitsmarkt hat sein Vor-Corona-Niveau nahezu wieder erreicht“, berichtet Frank Thiemann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gelsenkirchen. „Seit Anfang 2022 sinkt die Arbeitslosigkeit trotz steigender Inzidenzen kontinuierlich, was ein Indikator dafür sein könnte, dass die pandemische Situation ihre lähmenden Effekte auf den Arbeitsmarkt verliert. Nun müssen wir schauen, wie wir mit den sich anbahnenden Herausforderungen hinsichtlich des Ukraine-Konflikts umgehen. Wir stehen dazu natürlich bereits jetzt im engen Austausch mit unseren kommunalen Partnerinnen und Partnern auf dem Arbeitsmarkt, um die geflüchteten Menschen bestmöglich unterstützen zu können.“

Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung

Im März waren in Bottrop 4.528 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 67 weniger als im Vormonat
(-1,5%). Die Arbeitslosenquote ist 0,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vormonat gesunken und liegt bei 7,4%. Gegenüber dem Vorjahresmonat hat die statistische Arbeitslosigkeit in Bottrop um 697 Personen abgenommen (-13,3%).                                          

Mit aktuell 392 arbeitslosen Personen unter 25 Jahren gab es einen Rückgang um 5 Jugendliche im Vergleich zum Vormonat und einen Rückgang um 60 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat. 126 Jugendliche entfielen auf die Arbeitsagentur (+5 zum Vormonat), 266 junge Frauen und Männer wurden durch das Jobcenter Arbeit für Bottrop betreut (keine Veränderung gegenüber Februar).

Die Unterbeschäftigung[3] für Bottrop lag im März bei 6.161 Personen, 94 weniger als im Februar und 669 weniger als im März des vergangenen Jahres (-9,8%).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (SGB III)

Die Agentur für Arbeit betreute im Bereich der Arbeitslosenversicherung 1.205 Arbeitslose, 57 weniger als im Februar (-4,5%) und 481 weniger als vor Jahresfrist (-28,5%).

Im Rechtskreis des SGB III lag die Unterbeschäftigung im Berichtsmonat bei 1.455 Personen, 40 Personen weniger als im Februar und 451 weniger als ein Jahr zuvor (-23,7%).

Entwicklung in der Grundsicherung (SGB II)

Das Jobcenter „Arbeit für Bottrop“ zählte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende 3.323 Arbeitslose
(-0,3%). Das waren 216 weniger als vor Jahresfrist (-6,1%).

Im Rechtskreis des SGB II lag die Unterbeschäftigung bei 4.706 Personen, 54 weniger als im Vormonat und 218 weniger als im März 2021 (-4,4%).

Arbeitskräftenachfrage

Bottroper Arbeitgeber meldeten der Arbeitsagentur im Berichtsmonat insgesamt 176 neue freie Stellen. Das waren 22 weniger als im Vormonat und 7 mehr als im März des vergangenen Jahres. Nachfrage nach neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zeigten im Berichtsmonat vor allem die Berufsbereiche „Gesundheit, Soziales, Lehre u. Erziehung“ gefolgt von Rohstoffgewinnung, Produktion, Fertigung“ sowie „Verkehr, Logistik, Schutz und Sicherheit“.

Der aktuelle Bestand an offenen Stellen beläuft sich auf 816 Vakanzen, ein Plus von 77 Stellen gegenüber Februar.

Beschäftigung

Zum aktuellen Stichtag Ende September 2021[4] waren am Arbeitsort Bottrop insgesamt 33.106 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Das waren 644 Beschäftigte mehr als im Juni 2021 (+2,0 %) und 313 Personen oder 1,0% mehr als im Vorjahresquartal (September 2020). Von den Beschäftigten arbeiteten 70,3 % in Vollzeit.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal gab es nach Branchen betrachtet die stärkste Zunahme bei Heimen und Sozialwesen (+117 oder +2,8%). Am ungünstigsten war hingegen die Entwicklung bei der Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen ohne Arbeitnehmerüberlassung (-135 oder 17,4%).

Kurzarbeit

Im März haben 3 Bottroper Betriebe (-15 zum Vorjahresmonat) für 22 Beschäftigte (-104 zum Vorjahresmonat) Kurzarbeit angezeigt. Wie viele die Kurzarbeit dann tatsächlich in Anspruch nehmen, zeigt sich erst nach einer Wartezeit von sechs Monaten. Somit liegen aktuell die realisierten Kurzarbeiterzahlen für September vor. Danach befanden sich in Bottrop 120 Betriebe (-15 zu August) in Kurzarbeit, davon waren 441 Mitarbeiter/innen (-63 zu August) betroffen.

So erreichen Sie uns für Beratungsanfragen:

Telefonisch: Montag – Freitag von 08.00 – 18.00 Uhr:

Service-Hotline 0800/ 4 5555 00

Kostenlose Hotline für Arbeitgeber 0800/ 4 5555 20

per Mail:

Gelsenkirchen.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

Bottrop.Arbeitgeber@arbeitsagentur.de

[1] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

[2] Die Beschäftigungsstatistik wird aus den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung gewonnen. Die statistische Berichterstattung erfolgt monatlich mit einer Wartezeit von 6 Monaten. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.

[3] Die Unterbeschäftigung beschreibt das Volumen der Arbeitslosigkeit einschließlich der Personen, die zum Beispiel wegen der Teilnahme an Qualifizierungs-, Trainings- oder Beschäftigungsmaßnahmen, wegen Krankheit oder vorruhestandsähnlicher Regelungen nicht als arbeitslos gezählt werden.

[4] Die Beschäftigungsstatistik wird aus den Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung gewonnen. Die statistische Berichterstattung erfolgt monatlich mit einer Wartezeit von 6 Monaten. Aufgrund der Abgabefristen und des Meldeflusses sind stabile Ergebnisse aus der Beschäftigungsstatistik erst nach dieser Wartezeit zu erzielen.