25.06.2019 | Presseinfo Nr. 66

Arbeitslose müssen Urlaub rechtzeitig beantragen

• Erwerbslose haben keinen gesetzlichen Urlaubsanspruch

• Arbeitslose benötigen vorherige Zustimmung ihres Vermittlers, damit keine finanziellen Nachteile eintreten

Nächste Woche beginnt in Hessen die Ferienzeit. Arbeitslose sollten einige wichtige Regelungen beachten, damit die Fahrt in den Urlaub nicht zu einem teuren Vergnügen wird.

Wie die Arbeitsagentur Gießen mitteilen, müssen Arbeitslose eine geplante Urlaubsreise oder eine sonstige Ortsabwesenheit immer vorher genehmigen lassen. Dann können Arbeitslose bis zu 21 Kalendertage im Jahr in den Urlaub fahren. Sie müssen während dieser Zeit nicht der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stehen, erhalten aber dennoch weiterhin Arbeitslosengeld. In einer Pressemitteilung wurde zudem darauf hingewiesen, dass ab dem 22. Kalendertag finanzielle Leistungen eingestellt werden. Einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaub gibt es für Erwerbslose nicht.

 

Ob eine Ortsabwesenheit genehmigt werden kann, hängt davon ab, ob der Arbeitslose während dieser Zeit eine Qualifizierung zur Eingliederung in Arbeit absolvieren soll oder eine Arbeitsaufnahme in Aussicht steht.

Verreisen Arbeitslose ohne vorherige Genehmigung, müssen sie nicht nur die von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter für die Dauer der Ortsabwesenheit gezahlten Leistungen erstatten, sondern unter Umständen auch noch mit einem Bußgeld oder einer Strafanzeige rechnen.

Arbeitsagentur und Jobcenter raten daher dringend, sich rechtzeitig vor Antritt einer geplanten Urlaubsreise über die genauen Regelungen zu informieren.