29.01.2020 | Presseinfo Nr. 4

Minijobs: was Beschäftigte wissen sollten!

Arbeitsagentur informiert über Rahmenbedingungen und Perspektiven von geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnissen.

Göttingen. Mit dem Thema „Minijobs – Rechte, Risiken und Chancen“ setzt sich Susanne Wädow, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt, in zwei Informationsveranstaltungen auseinander. Diese bietet sie am Dienstag, 4. Februar, 13:30 bis 15:30 Uhr, und am Mittwoch, 5. Februar, 9:00 bis 11:00 Uhr, an. Die Veranstaltungen finden im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Göttingen, Bahnhofsallee 5, statt.

Ein Minijob ist ein Arbeitsverhältnis, das aufgrund niedriger Arbeitszeit unter 450 Euro liegt. Es ist damit nicht in vollem Umfang sozialversicherungspflichtig. So können daraus beispielsweise keine Ansprüche auf Arbeitslosengeld entstehen. Für viele Menschen bietet ein Minijob die Möglichkeit, neben Studium oder Familienarbeit Geld zu verdienen. Doch eine ausschließliche und langfristige Erwerbstätigkeit in einem geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnis – so die offizielle Bezeichnung der Minijobs - kann auch Risiken bergen.

Minijobs gibt es in allen Branchen. Besonders groß ist die Zahl jedoch im Handel (ca. 16% aller Minijobs) und im Gastgewerbe (rund 15%). Nach neuesten Zahlen übten im Juni 2019 im Göttinger Arbeitsagenturbezirk 41.226 Menschen einen Minijob aus.

Davon waren 27.860 ausschließlich im Minijob beschäftigt.

Die Mehrzahl der Minijobs wird von Frauen ausgeübt

Die Mehrheit der Minijobber ist weiblich, der Frauenanteil liegt bei rund 58%. Rund 65% der geringfügig entlohnt Beschäftigten zwischen 25 und 55 Jahren sind weiblich. Dies zeigt, dass gerade Frauen aufgrund von Familienarbeit beruflich kürzer treten und sich mit einem stundenreduzierten Beschäftigungsverhältnis zufrieden geben (müssen). Minijobs bieten vereinzelt die Möglichkeit, während oder nach der Familienzeit wieder in das Arbeitsleben einzusteigen. Nicht selten wird jedoch aus dem als Übergang gedachten Einstieg eine Dauerbeschäftigung. Diese Entwicklung birgt Risiken für spätere Rentenbezüge und mögliche Altersarmut. Zudem bleiben viele Beschäftigte im Minijob unter ihrem Qualifikationsniveau, weil sie berufsfremd arbeiten. Der Ausstieg aus dem Minijob in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, zum Beispiel durch Unterstützungs- und Qualifizierungsangebote der Arbeitsagentur, ist daher ein Thema der Veranstaltung.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung gebeten: telefonisch unter 0551/520-670 oder per E-Mail an goettingen.biz@arbeitsagentur.de.