24.08.2020 | Presseinfo Nr. 40

Jetzt eigene Fachkräfte ausbilden und Ausbildungsprämie sichern!

Der Bund hat für das Programm "Ausbildungsplätze sichern" 500 Millionen Fördergelder für kleinere und mittlere Ausbildungsbetriebe bereitgestellt. Die Agentur für Arbeit Göttingen ist in der Region zuständig für die Antragsbearbeitung und informiert über Anspruchsvoraussetzungen und Besonderheiten der Antragstellung.

Landkreis Göttingen/Landkreis Northeim. Die Ausbildung von Nachwuchskräften ist die wichtigste Säule, auf der das Thema Fachkräftesicherung ruht. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das Engagement der Betriebe für den Berufsstart junger Menschen allerdings auch eine finanzielle Herausforderung. Zur Unterstützung und als Anerkennung ihrer Ausbildungsleistung, hat der Bund mit dem Programm „Ausbildungsplätze sichern“ für kleine und mittlere Unternehmen insgesamt 500 Millionen Euro bereitgestellt.

Mit der Auszahlung der Mittel der Ersten Förderrichtlinie in Höhe von 410 Millionen Euro ist die Bundesagentur für Arbeit mit ihren lokalen Agenturen für Arbeit beauftragt worden. Maik Gronemann-Habenicht, Teamleiter im Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Göttingen, weist auf einen entscheidenden Punkt hin: „Die zur Verfügung stehenden Mittel werden zentral verwaltet und entsprechend des Eingangs der Antragsunterlagen bewilligt. Ein Rechtsanspruch auf die Ausbildungsprämie besteht nicht. Wichtig ist es daher, möglichst zeitnah die kompletten Antragsunterlagen einzureichen. Denn anders als bei Förderleistungen der Arbeitslosenversicherung gilt der Antrag nur als gestellt, wenn wirklich alle Anlagen vollständig beigefügt sind“, erläutert Gronemann-Habenicht.

Die Erste Förderrichtlinie richtet sich an Unternehmen mit bis zu 249 Beschäftigten. Sie enthält Ausbildungsprämien in Höhe von 2.000 bzw. 3.000 Euro für Betriebe, die – obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen. Gefördert werden Ausbildungen, die frühestens am 1. August 2020 beginnen. Dies gilt auch, wenn der Ausbildungsvertrag bereits früher abgeschlossen wurde.
Außerdem gibt es Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung, wenn der Ausbildungsbetrieb Lehrlinge und Ausbilder nicht in Kurzarbeit schickt. Und letztlich sind auch Übernahmeprämien für Betriebe vorgesehen, die Auszubildende von insolventen Betrieben übernehmen. 

Die Antragsunterlagen sowie weiterführende Informationen finden sich im Internet unter www.arbeitsagentur.de/unternehmen. Für Fragen stehen den Betrieben gerne ihre zuständigen Vermittlerinnen und Vermittler im Arbeitgeber-Service unter ihrer jeweiligen Telefonnummer zur Verfügung. Der Arbeitgeber-Service ist auch unter der Rufnummer 0551 520 666 zu erreichen oder per E-Mail an goettingen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de.