25.08.2020 | Presseinfo Nr. 41

Für die Abrechnung des Kurzarbeitergeldes muss der Monat abgeschlossen sein

Die Agentur für Arbeit Göttingen weist darauf hin, dass Unternehmen die Abrechnungen für das Kurzarbeitergeld erst zu Beginn des Folgemonats einreichen sollten. Die Abgabe von Unterlagen noch im laufenden Monat führt lediglich zu Verzögerungen und Mehrarbeit.

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten, wie zum Beispiel in der Corona-Pandemie, wird auch in betroffenen Betrieben das Geld knapp. Daher reichen viele Unternehmen die Abrechnungslisten für das Kurzarbeitergeld möglichst früh bei der zuständigen Agentur für Arbeit ein. Allerdings dürfen die Auszahlungsanträge auf Kurzarbeitergeld erst nach Ablauf des Kalendermonats abgerechnet werden. So können die Abrechnungsunterlagen beispielsweise für August frühestens am 1. September eingereicht werden. Die Frist zur Einreichung endet jeweils nach drei Monaten, in diesem Fall am 30. November.

Viele Firmen machen ihre Lohnabrechnungen allerdings bereits vor dem Monatsende und schicken die Abrechnungslisten direkt zur zuständigen Agentur für Arbeit. Die Praxis zeigt jedoch, dass entgegen den ursprünglichen Planungen oft noch bis zum letzten Tag des Monats Änderungen in der tatsächlichen Dauer oder dem Umfang der Kurzarbeit eintreten. Das ist immer dann der Fall, wenn mehr Arbeit anfällt als geplant, zum Beispiel durch kurzfristige Auftragseingänge. Deshalb darf die Agentur für Arbeit Auszahlungsanträge der Arbeitgeber für den laufenden Monat nicht direkt bearbeiten. Reicht das Unternehmen den Antrag dennoch im laufenden Kurzarbeitsmonat oder vor der endgültigen betrieblichen Lohnabrechnung ein, haben sowohl der Betrieb als auch die Agentur für Arbeit einen erheblich höheren Arbeitsaufwand und die Auszahlung des Kurzarbeitergeldes verzögert sich.

Hintergrund:

Wenn ein Betrieb Kurzarbeit durchführt, zahlt er neben dem Lohn für geleistete Arbeit auch das Kurzarbeitergeld an die Beschäftigten aus. Er sendet anschließend eine Abrechnungsliste mit den Namen aller Kurzarbeitenden und dem konkreten Arbeitsausfall für jeden Beschäftigten an die Arbeitsagentur. Nachdem die Unterlagen eingegangen sind, werden sie geprüft und das Kurzarbeitergeld an das Unternehmen ausgezahlt. Weitere Infos gibt es auf www.arbeitsagentur.de.