03.11.2020 | Presseinfo Nr. 97

Kurzarbeit im Mai stark genutzt

Kurzarbeiterquote zeigt unterschiedliche Betroffenheit der Regionen


 

Das Kurzarbeitergeld sichert vielen Beschäftigten während der Corona-Pandemie den
Arbeitsplatz. Es hat sich damit als das Instrument für die Beschäftigungssicherung bewährt. Im Landkreis Gotha waren im Mai 9.506 Menschen in Kurzarbeit, im Unstrut-Hainich-Kreis waren es 6.239. Ganz neu weist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit eine Kurzarbeiterquote aus. Sie spiegelt den Anteil der Kurzarbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wieder. Im Mai lag diese in Thüringen bei 17,8 Prozent. Im Unstrut-Hainich-Kreis lag sie bei 17,7 Prozent und im Kreis Gotha bei 18,5 Prozent. Damit mussten in beiden Landkreisen fast jeder fünfte Beschäftigte im Mai kurzarbeiten.

„Die Kurzarbeiterquote zeigt die besondere Betroffenheit der einzelnen Regionen bei der Nutzung der Kurzarbeit auf. So war die Stadt Eisenach am stärksten betroffen. Hier hat im Mai jeder dritte Beschäftigte kurzgearbeitet. Dagegen war in Erfurt nur jede 10. Mitarbeiter in Kurzarbeit. Der Landkreis Gotha und der Unstrut-Hainich-Kreis liegen knapp über bzw. unter dem Thüringer Durchschnitt. Regionen mit einem hohen Anteil an Jobs in der Industrie, der Logistik und dem Hotel- und Gastgewerbe sind von den Auswirkungen der Corona-Pandemie besonders betroffen“, sagte Ina Benad, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha.