31.03.2022 | Presseinfo Nr. 29

Ausbildungsmarkt März 2022

Weniger Bewerber und mehr Ausbildungsstellen








 

  • 1.269 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet
  • 704 Ausbildungssuchende registriert
  • 486 Jugendliche noch ohne Ausbildungsvertrag
  • 867 Ausbildungsstellen noch frei

Die Corona-Pandemie hinterlässt weiterhin deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. So haben sich seit Oktober 2021 weniger Jugendliche gemeldet, die eine Ausbildungsstelle suchen. Die Berufsorientierung ist auf Grund der verschiedenen Einschränkungen deutlich erschwert. So fanden in den vergangenen Monaten kaum Berufsmessen und Praktika statt.

Dagegen zeigen die Unternehmen deutlich früher ihre Ausbildungsbereitschaft. Seit Oktober 2021 wurden 23 Prozent mehr Lehrstellen gemeldet als im Vorjahreszeitraum.

„Wir sind im zweiten Jahr der Coronapandemie. Jugendliche und deren Eltern sind verunsichert, wie die berufliche Entwicklung aussehen soll. Die Berufsorientierung aber auch das schulische Lernen ist deutlich erschwert. Die Berufsberater unterstützen junge Menschen dabei, ihren Weg ins Berufsleben zu finden. Dabei nutzen wir alle Möglichkeiten. Diese reichen von persönlichen Gesprächen, über Telefon- und Videoberatung bis hin zur Emailkommunikation. Die Unternehmen suchen dringend Nachwuchskräfte und der Ausbildungsmarkt war noch nie so gut wie heute für junge Menschen. Alle, die eine Ausbildung in diesem Jahr beginnen wollen und sich noch nicht bei uns gemeldet haben, sollten dies jetzt tun. Wir stehen gerade in dieser schwierigen Zeit den Jugendlichen zur Verfügung und unterstützen sie bei ihrem Start ins Berufsleben“, betonte Johannes Langenkamp, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Gotha.

Bis März haben sich insgesamt 704 Jugendliche gemeldet, die in diesem Sommer eine Berufsausbildung beginnen wollen, 28 weniger als im Vorjahr. Aktuell sind noch 486 Bewerber auf der Suche nach einem Ausbildungsvertrag. „Das ist zu diesem Zeitpunkt nicht unüblich. Viele Unternehmen warten mit der Entscheidung ab, bis die Halbjahreszeugnisse vorliegen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen, um Bewerbungsgespräche zu führen und die Nachwuchskräfte für das kommende Ausbildungsjahr zu finden“, betont Johannes Langenkamp. „Auch Abiturienten, die sich nicht sicher sind, ob sie studieren wollen, sollten jetzt den Kontakt mit den Berufsberatern suchen. Es gibt vielfältige Möglichkeiten des Berufseinstiegs. Neben der dualen oder schulischen Ausbildung, bieten Unternehmen auch duale Studiengänge an“, berichtet Johannes Langenkamp.

Jugendliche, die in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, sollten sich jetzt bei der Berufsberatung melden. Dies geht telefonisch, in den Schulsprechstunden und per Mail. Auch weiterhin bietet die Agentur für Arbeit Gotha allen Ausbildungssuchenden im Landkreis Gotha und im Unstrut-Hainich-Kreis einen direkten telefonischen Kontakt an. Unter der Telefonnummer 03621 – 42 1400 erreicht man direkt die Berufsberater während der Öffnungszeiten.

Die Unternehmen der Region haben seit Oktober 2021 insgesamt 1.269 betriebliche Ausbildungsstellen gemeldet, 237 mehr als im Vorjahreszeitraum. Derzeit sind noch 867 Lehrstellen frei. „Ob die Unternehmen die Stellen früher gemeldet haben oder tatsächlich mehr Ausbildungsstellen anbieten, werden die kommenden Monate zeigen. Ich bin den Betrieben sehr dankbar, dass sie trotzt teilweise erheblicher Einschränkungen wegen der Coronapandemie so viele freie Ausbildungsstellen anbieten. Dies zeigt, dass Nachwuchskräfte in der Region dringend gesucht werden. Viele Unternehmen kennen die schulischen Schwierigkeiten sehr genau und haben ihre Ansprüche hinsichtlich der gewünschten Schulabschlüsse angepasst“, so Johannes Langenkamp.

Unternehmen, die noch eine freie Ausbildungsstelle melden wollen, steht der gemeinsame Arbeitgeber-Service unter der Rufnummer 0800 4 5555 20 zur Verfügung.

Ausbildungsmarkt in Zahlen

Regionale Betrachtung

Seit Oktober 2021 haben sich im Landkreis Gotha 424 Bewerber gemeldet, 24 mehr als im Vorjahr. Aktuell sind noch 293 Jugendliche auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz. Demgegenüber standen insgesamt 775 betriebliche Ausbildungsstellen, 161 mehr als im Vorjahr. Derzeitig sind noch 548 Lehrstellen offen. Rein rechnerisch steht damit jedem Jugendlichen zwei offene Ausbildungsstellen zur Verfügung.

Offene Ausbildungsstellen und unversorgte Bewerber nach Branchen

Im Unstrut-Hainich-Kreis haben sich seit Oktober 280 junge Menschen gemeldet, die eine Lehrstelle suchen, 52 weniger als im Vorjahr. Davon sind noch 193 Jugendliche aktuell noch auf der Suche.

Die Unternehmen meldeten seit Oktober 484 Ausbildungsplätze, 76 mehr als im Vorjahr. Aktuell sind noch 319 Lehrstellen frei.

Rein rechnerisch stehen damit jedem Jugendlichen 1,6 freie Ausbildungsstellen zur Verfügung.

Offene Ausbildungsstellen und unversorgte Bewerber nach Branchen