04.01.2019 | Presseinfo Nr. 1

Gute Bilanz und optimistischer Ausblick

Im Jahresdurchschnitt waren 10.968 Frauen und Männer im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Das sind 990 weniger als im letzten Jahr, ein Rückgang von 8,3 Prozent. „Besonders erfreulich ist, dass Firmen aus den saisonal geprägten Branchen verstärkt versuchen, ihr Personal langfristig zu halten“, bilanziert er. Im Jahresverlauf meldeten sich 11.072 Personen nach Beschäftigungsende arbeitslos. Das sind 1.650, also knapp 13 Prozent weniger als noch im Jahr 2017.

Besonders positiv fällt die Arbeitsmarktbilanz nach wie vor für Frauen aus. „Männer sind in unserer Region, die insbesondere vom Dienstleistungssektor geprägt ist, mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 10,3 Prozent im Jahr 2018 immer noch deutlich häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Frauen (8,5 Prozent). Erfreulich ist, dass ältere Arbeitnehmer mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote in den letzten 12 Monaten von 9,5 Prozent nur 0,1 Prozentpunkt über der allgemeinen Quote von 9,4 Prozent liegen.

 

Im Berichtsmonat Dezember sind die Arbeitslosenzahlen erwartungsgemäß gestiegen. „Mit insgesamt 10.661 arbeitslos gemeldeten Menschen konnte aber auch hier ein neuer Spitzenwert gegenüber den Vorjahren erzielt werden“, berichtet Miraß. Im Dezember 2017 waren noch 1.179 mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt mit 9,2 Prozent knapp einen Prozentpunkt unter der des Vorjahres (10,1 Prozent). „Es ist das erste Mal seit der Wiedervereinigung, dass wir im Dezember eine Arbeitslosenquote unter 10 Prozent registrieren“, freut sich der Agenturchef. 

 

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist lediglich die Zahl arbeitslosen Ausländer angestiegen. Sie liegt mit einem Anteil von aktuell 7,7 Prozent an allen Arbeitslosen aber immer noch auf einem geringen Niveau. Im Dezember waren 820 Ausländer bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet.

 

Im Berichtsmonat befanden sich 852 Personen in einer beruflichen Weiterbildung. Das sind 107 mehr als im Vorjahr. Weiter rückläufig ist dagegen die Förderung von Arbeitsgelegenheiten. Auf dem sogenannten 2. Arbeitsmarkt wurden im Berichtsmonat 686 Frauen und Männer gefördert. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,8 Prozent.

 

„Im Jahr 2019 wird sich der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente weiter auf die direkte Unterstützung der Beschäftigungsaufnahme und eine Verbesserung der fachlichen Voraussetzungen der Arbeitsuchenden richten“, berichtet der Agenturchef. Dabei will die Arbeitsagentur noch viel stärker in die Weiterqualifizierung, insbesondere auch von Beschäftigten, investieren. Die Jobcenter in Vorpommern-Greifswald können aufgrund neuer Fördermöglichkeiten Arbeitgeber umfangreicher als bisher unterstützen, wenn sie langzeitarbeitslose Menschen einstellen.

  

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen

 

Anklam 11,1 Prozent, Greifswald 7,5 Prozent, Pasewalk 12,1 Prozent, Ueckermünde 10,0 Prozent, Wolgast 9,2 Prozent

 

In allen Geschäftsstellen konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang des Bestandes an arbeitslos gemeldeten Frauen und Männern verbucht werden.

Im Vormonatsvergleich verzeichnete erwartungsgemäß die Geschäftsstelle Wolgast mit 1,3 Prozentpunkten den stärksten Anstieg. In den Geschäftsstellen Anklam, Greifswald, Pasewalk und Ueckermünde stieg sie moderat um 0,1 Prozentpunkte (Greifswald) bis zu 0,5 Prozentpunkte in Ueckermünde.

 

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich

 

Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im Dezember 3.860 Arbeitslose und damit 292 weniger als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 6.801 arbeitslose Personen verantwortlich, 887 weniger als im Vorjahresmonat. 

 

SGB III         - 7,0 Prozent

SGB II          - 11,5 Prozent

 

Stellenmarkt

 

Im Dezember wurden 494 neue Arbeitsangebote durch den Arbeitgeberservice akquiriert. Insgesamt betreuen die Vermittlerinnen und Vermittler des Arbeitgeberservice aktuell 1.966 offene Arbeitsstellen.

 

Die größte Nachfrage stammt aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (364). Diese Stellen doppeln sich jedoch zum Teil mit den Bedarfen aus dem Gesundheits- und Sozialwesen (267), aber auch dem verarbeitenden Gewerbe (225), dem Gastgewerbe (221) und dem Handel mit 194 Offerten.

 

Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (98,2 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (90,7 Prozent) und in Vollzeit (81,3 Prozent). Bei 1.663 Offerten (83,7 Prozent) handelt es sich um unbefristete Stellen.

 

Ausblick

 

Auch für Januar und Februar rechnet der Agenturchef noch einmal mit einem saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

„Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist ungebrochen. Durch die neuen Förderinstrumente steigen auch die Jobchancen langzeitarbeitsloser Männer und Frauen. Ich rechne deshalb auch in 2019 mit einer weiteren Verbesserung der Marktlage“, prognostiziert Miraß.