01.03.2019 | Presseinfo Nr. 12

Leichte Frühjahrsbelebung

Im Berichtsmonat waren 11.866 Männer und Frauen auf der Suche nach einer bezahlten Beschäftigung. Gegenüber dem Vormonat sank damit die Arbeitslosenzahl um 42 Personen. Auch der Vorjahresvergleich macht die gute Entwicklung am Arbeitsmarkt noch einmal deutlich. Im Februar 2018 waren noch 13.011 Menschen, also 1.145 mehr, auf der Suche nach einem Job. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 11,1 auf aktuell 10,2 Prozent.

„Im Februar ist üblicherweise wenig Bewegung am Arbeitsmarkt“, erklärt Heiko Miraß, Chef der Arbeitsagentur Greifswald. „Draußen ist zwar bereits seit einigen Tagen der Frühling zu spüren, dennoch herrscht auf dem Arbeitsmarkt noch Winterpause“, so Miraß. Den leichten Rückgang in der Arbeitslosigkeit führt der Arbeitsmarktexperte insbesondere auf die Wirtschaftsbereiche Tourismus sowie Gesundheit und Soziales zurück.   
Vom positiven Trend profitierten fast alle Personengruppen. So sank im Vergleich zum Februar 2018 die Zahl der arbeitslos gemeldeten über 50-Jährigen um 10 Prozent und die Zahl der langzeitarbeitslosen Männer und Frauen um 10,1 Prozent.
Der Schwerpunkt der Förderung von Arbeitsuchenden liegt weiterhin auf der Unterstützung des Einstiegs in den Arbeitsmarkt. Im Berichtmonat befanden sich 887 Personen in einer beruflichen Weiterbildung oder Umschulung und 670 Männer und Frauen wurden direkt bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit gefördert.

 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen
Anklam 12,6 Prozent, Greifswald 8,2 Prozent, Pasewalk 13,5 Prozent, Ueckermünde 11,0 Prozent, Wolgast 10,7 Prozent
Im Agenturbezirk stellt sich die Entwicklung des Arbeitsmarkts unterschiedlich dar. Den deutlichsten Rückgang im Vorjahresvergleich verzeichnete wiederum die Geschäftsstelle Anklam (- 14,9 Prozent). Mit einer aktuellen Arbeitslosenquote von 12,6 Prozent liegt sie inzwischen mit einem Abstand von 0,9 Prozentpunkten vor Pasewalk, wo im Februar eine Arbeitslosenquote von 13,5 Prozent registriert wurde. 
 
Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich
Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im Februar 4.733 Arbeitslose und damit 258 Menschen weniger als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 7.133 arbeitslose Personen verantwortlich, 887 weniger als im Februar 2018.
SGB III         - 5,2 Prozent
SGB II          - 11,1 Prozent

 

Stellenmarkt
Im aktuellen Berichtsmonat wurde der Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern bei der Besetzung von 864 neuen Arbeitsstellen eingeschaltet. Insgesamt betreuen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Arbeitgeberservice 2.451 und damit 17,3 Prozent mehr offene Stellen als noch vor 12 Monaten.
Die größte Nachfrage stammt aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (475). Diese Stellenmeldungen doppeln sich jedoch zum Teil mit den Bedarfen aus dem Gastgewerbe (328), dem Gesundheits- und Sozialwesen (257), dem Handel (251) und dem verarbeitenden Gewerbe (339).
Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (97,9 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (87,1 Prozent). Bei 2.036 Offerten (83,1 Prozent) handelt es sich um unbefristete Beschäftigungsangebote. Für 2.042 Stellen suchen Unternehmer Vollzeitkräfte.

 

Ausblick
„Ich rechne in den nächsten Monaten mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit“, so Miraß. Bei anhaltend hohen Temperaturen könnte mit Arbeiten im Außenbereich bereits früher begonnen werden. Spätestens zum Ostergeschäft, das in diesem Jahr Ende April liegt, rechnet der Arbeitsmarktexperte mit deutlichen Bewegungen am Arbeitsmarkt.