30.04.2019 | Presseinfo Nr. 22

Frühlingsaufschwung setzt sich fort

„Die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk ist im April, wie saisonal üblich, noch einmal deutlich gesunken“, so Klaus-Peter Köpcke, operativer Geschäftsführer der Arbeitsagentur Greifswald.

Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Rückgang von 993 Personen beziehungsweise 9 Prozent. Von der Frühjahrsbelebung profitieren insbesondere Männer. Sie tragen mit einem Rückgang um 603 Personen den größten Anteil an der Reduzierung.

 

Wie gut sich der Arbeitsmarkt momentan entwickelt, wird aber insbesondere im Vorjahresvergleich deutlich. Im April 2018 waren 11.332 Männer und Frauen, also 1.319 mehr, auf der Suche nach einem Job. Die Arbeitslosenquote sank im Vergleich zum Vorjahr von 9,6 auf aktuell 8,6 Prozent. „Im vergangen Jahr stand erst in den Sommermonaten eine 8 vor dem Komma“, so Köpcke. Besonders erfreulich ist, dass der positive Trend alle Alters- und Personengruppen erreicht.

 

Die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Landkreis Vorpommern-Greifswald leisten insbesondere durch eine intensive Förderung von Qualifizierungen ihren Beitrag zur Fachkräftesicherung und -gewinnung. Im Berichtmonat befanden sich 850 Personen in einer beruflichen Weiterbildung oder Umschulung. Das sind 123 Menschen, beziehungsweise 16,9 Prozent, mehr als im April 2018.

Die Agentur für Arbeit kann darüber hinaus auch Beschäftigte, deren berufliche Tätigkeiten durch neue Technologien ersetzt werden können, die in sonstiger Weise vom Strukturwandel betroffen sind oder die eine Weiterbildung in einem sogenannten Engpassberuf anstreben, fördern. „Unser Ziel ist es, die Beschäftigten von heute auf die Tätigkeiten von morgen vorzubereiten“, erläutert Köpcke. Interessierte Beschäftigte und Unternehmen können sich zur Beratung gern an die Arbeitsagentur wenden.  

 

Weiter wurden 748 Männer und Frauen direkt bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit unterstützt.

 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen

  

Anklam 10,5 Prozent, Greifswald 7,4 Prozent, Pasewalk 11,7 Prozent, Ueckermünde 9,6 Prozent, Wolgast 7,5 Prozent

Im gesamten Agenturbezirk sank die Arbeitslosigkeit im Vorjahresvergleich um 11,6 Prozent.

In der Geschäftsstelle Wolgast, wozu auch Usedom gehört, fiel der Rückgang der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vormonat mit 458 Personen (- 21,1 Prozent) am stärksten aus. Die Urlaubsregion macht mit knapp 46 Prozent den größten Anteil am Rückgang der Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk insgesamt aus.

 

Im Vergleich zum Vorjahresmonat wurde in der Geschäftsstelle Anklam mit minus 18,2 Prozent der stärkste Rückgang bei der Arbeitslosigkeit verzeichnet. Am geringsten fiel er in der Geschäftsstelle Greifswald aus (- 6,4 Prozent).

 

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich

 

Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im April 3.326 Arbeitslose und damit 172 Menschen weniger als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 6.687 arbeitslose Personen verantwortlich, 1.147 weniger als im April 2018. 

  

SGB III         - 4,9 Prozent

SGB II          - 14,6 Prozent

  

Stellenmarkt

 

Im Berichtsmonat April wurden dem Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcentern 571 neue Arbeitsangebote gemeldet. Seit Jahresbeginn konnten die Vermittler bereits 2.578 neue Stellen einwerben.

Die größte Nachfrage stammt aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (414). Diese Stellenmeldungen doppeln sich jedoch zum Teil mit den Bedarfen aus dem verarbeitenden Gewerbe (339), dem Gastgewerbe (327), dem Gesundheits- und Sozialwesen (256) und dem Handel mit 244 Offerten.

 

Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (98 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (93,2 Prozent). Bei 1.978 Offerten (81,7 Prozent) handelt es sich um unbefristete Stellen. Für 83,3 Prozent suchen Unternehmer Vollzeitkräfte für die angebotenen Beschäftigungen. 

 

Ausblick

 

„Die Arbeitslosigkeit wird in den nächsten Monaten weiter sinken. Bei einer dementsprechend weiter sinkenden Arbeitslosenquote besteht eine gute Aussicht, in diesem Jahr die 8-Prozent-Marke zu unterschreiten“, prognostiziert Köpcke. „Wir werden die Anstrengungen aber auch weiter verstärken, um die günstige Marktlage auch für langzeitarbeitslose Menschen zu nutzen“, so Köpcke abschließend.