30.10.2019 | Presseinfo Nr. 54

Ausbildungsmarktbilanz 2018/2019

Im Berufsberatungsjahr 2018/2019 haben sich 1.325 Mädchen und Jungen als Bewerber für einen Ausbildungsplatz gemeldet. Ihnen standen 1.834 betriebliche Ausbildungsstellen gegenüber.

Bewerberentwicklung

Bis Ende September haben sich 1.325 junge Menschen ausbildungsuchend gemeldet. Die Anzahl der Bewerber liegt damit leicht unter dem des Vorjahres. Im vergangenen Ausbildungsjahr wurde mit 1.403 Bewerbern ein Spitzenwert registriert.

 

Im aktuellen Berichtsjahr meldeten sich 702 Bewerber, die die Schule 2019 beendet haben. 623 Bewerber haben die Schule bereits in den Vorjahren verlassen. „Wenn der Berufswunsch noch nicht feststeht oder die Bewerbungen erfolglos waren, bieten sich den Jugendlichen heute verschiedene Möglichkeiten“, so Andreas Wegner, Chef der Arbeitsagentur Greifswald. Beispielsweise würden sich viele junge Leute in Freiwilligendiensten engagieren, vor dem Beginn einer Ausbildung an Work and Travel Programmen teilnehmen oder eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme absolvieren. „Während der Überbrückungsphase erwerben die jungen Menschen viele Soft Skills, die auch in der Arbeitswelt gefragt sind, wie Kommunikationsfähigkeit, Selbstorganisation und Disziplin“, so Wegner. „Darüber hinaus bieten sie eine gute Möglichkeit, sich nach der Schule auszuprobieren und zu überlegen, wohin die berufliche Reise gehen soll“, ergänzt er.

 

Insgesamt 77 Bewerberinnen und Bewerber waren am 30.09. noch oder wieder auf der Suche. Der überwiegenden Zahl konnte schon eine Perspektive eröffnet werden. So begannen bereits 34 Jugendliche eine sogenannte Einstiegsqualifizierung, beziehungsweise stehen in den Startlöchern. Im Rahmen dieser Angebote können sich die Jugendlichen nun direkt im Unternehmen auf einen künftigen Berufseinstieg vorbereiten.

 

Bei den Berufswünschen der Jugendlichen stand im Ausbildungsjahr 2018/2019 der Verkäufer beziehungsweise die Verkäuferin ganz oben auf der Wunschliste. Hierfür meldeten sich 90 Bewerberinnen und Bewerber. Bei den Mädchen folgten dann die Wunschberufe Medizinische Fachangestellte und Kauffrau für Büromanagement. Bei den Jungs steht nach wie vor der Beruf des Kfz-Mechatronikers besonders hoch im Kurs.

 

Stellenentwicklung

Anders sahen dagegen die Präferenzen auf Seiten der Unternehmen aus. Spitzenreiter bei den gemeldeten Stellen war mit 135 Offerten der Ausbildungsberuf des Kochs/Köchin, gefolgt von Verkäufern (119) sowie Hotelfachleuten (115) und Restaurantfachleuten (97). Damit nehmen auch weiterhin vorrangig die gastronomischen Berufe die Spitzenpositionen im Ranking der angebotenen Ausbildungsstellen ein.

Dies gilt allerdings auch für die unbesetzt gebliebenen Ausbildungsstellen. Von den insgesamt 326 unbesetzten Ausbildungsstellen am 30.09. fielen 90 auf diese Zielberufe. 

 

Fazit

„Es ist immer von Vorteil, sich frühzeitig mit dem Thema Berufswahl und Bewerbung für die Ausbildung zu beschäftigen“, so Wegner. Welche Möglichkeiten junge Menschen tatsächlich haben, das wissen nur die wenigsten. Immerhin stehen rund 400 Ausbildungsberufe und über 19.000 Studienmöglichkeiten zur Auswahl. Er rät auch Mädchen und Jungen, die erst in den nächsten Jahren die Schule verlassen, sich rechtzeitig zu informieren und früh einen Termin in der Berufsberatung zu vereinbaren.

 

Speziell für Eltern findet am 07. November um 17:30 Uhr ein Elternabend des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft in der Wirtschaftsakademie Greifswald statt. Mehrere Arbeitgeber stellen an diesem Abend sich und ihre Ausbildungsangebote vor. Die Berufsberatung informiert zu Unterstützungsmöglichkeiten und den Angeboten der Arbeitsagentur. „Eltern sind die ersten Ansprechpartner der Jugendlichen für ihre Berufswahl“, so Wegner. „Sie kennen ihr Kind genau, wissen um dessen Stärken und Schwächen“, erklärt er. Das Gespräch mit den Eltern sei daher sehr wichtig, zumal das moderne Ausbildungsangebot und die beruflichen Karrierewege kaum noch mit denen der Elterngeneration vergleichbar seien.

Weitere Informationen und Anmeldung unter 03834 835823.

 

Info

Jugendliche können unter der kostenfreien Service-Rufnummer 0800-4 5555 00 einen Beratungstermin vereinbaren. Hier erhalten sie auch Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten. Für die Meldung von Ausbildungsplätzen und bei Fragen zur den Fördermöglichkeiten für Unternehmen können Personalverantwortliche die kostenfreie Arbeitgeberservice-Rufnummer 0800 4 5555 20 nutzen.