03.01.2020 | Presseinfo Nr. 1

Unter 10.000 Arbeitslose in Vorpommern-Greifswald

Im Dezember 2018 waren noch 10.661 und damit 784 mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,5 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 9,2 Prozent. „Vor allem Männer, die im vom Wetter abhängigen Berufen arbeiten, melden sich im Winter arbeitslos“, erklärt Wegner.

„Insgesamt hat sich der Arbeitsmarkt im Jahr 2019 gut entwickelt“, bilanziert der Agenturchef mit Blick auf das vergangene Jahr. Im Jahresdurchschnitt waren 9.954 Frauen und Männer im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet. Das sind 1.013 weniger als im letzten Jahr, ein Rückgang von 9,2 Prozent. „Seit März 2019 lag die Arbeitslosenquote im Landkreis durchgängig unter 10 Prozent“, freut sich Wegner. Die niedrigste Arbeitslosenquote konnte mit 7,7 Prozent im Juli verzeichnet werden. In Wolgast lag sie zu diesem Zeitpunkt sogar bei 5,3 Prozent.

 

Mit Blick auf das neue Jahr sieht Wegner die Fachkräftesicherung im Landkreis als eine der größten Herausforderungen. „In den nächsten Jahren gehen viele erfahrene Arbeitskräfte in ihren wohlverdienten Ruhestand“, erläutert Wegner. „In einigen Unternehmen sind die Fachkräfte-Engpässe bereits jetzt schon deutlich zu spüren“, so Wegner. Die Arbeitsagentur investiert daher im neuen Jahr noch stärker in die Weiterqualifizierung und Beratung, insbesondere von Beschäftigten. Die Fördermöglichkeiten für Beschäftigte wurden mit dem Qualifizierungschancengesetz weiter ausgebaut. Im Jahr 2018 förderte die Arbeitsagentur 75 Weiterbildungen bei denen Beschäftigte einen Abschluss erlangen konnten. Im letzten Jahr haben Beschäftigte insgesamt 100 Weiterbildungen, unter anderem im Bereich der Altenpflege, Hotel- und Gaststättenwesen und im Bereich der Elektrotechnik, begonnen.

 

Im Berichtsmonat Dezember befanden sich 882 Personen in einer beruflichen Weiterbildung. Das sind 85 mehr als im Vorjahr. 686 Menschen unterstützten die Arbeitsagentur und die Jobcenter im Zusammenhang mit der Aufnahme einer neuen Beschäftigung, zum Beispiel durch Eingliederungszuschüsse oder Mobilitätshilfen.

 

Arbeitslosenquoten in den Geschäftsstellen

 

Anklam 9,8 Prozent, Greifswald 7,0 Prozent, Pasewalk 11,4 Prozent, Ueckermünde 9,5 Prozent, Wolgast 7,7 Prozent

 

In allen Geschäftsstellen konnte im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang des Bestandes an arbeitslos gemeldeten Frauen und Männern verbucht werden.

Im Vormonatsvergleich verzeichnete die Geschäftsstelle Wolgast mit 15,5 Prozent den stärksten Anstieg. Gegenüber dem Vorjahresmonat wurde hier mit 12,6 Prozent aber auch der stärkste Rückgang verzeichnet. 

 

Unterschiede zwischen den Rechtskreisen im Vorjahresvergleich

 

Die Agentur für Arbeit (Rechtskreis SGB III, Arbeitslosenversicherung) betreute im Dezember 3.568 Arbeitslose und damit 292 weniger als vor einem Jahr. Die Jobcenter (Rechtskreis SGB II, Grundsicherung) waren für 6.309 arbeitslose Personen verantwortlich, 492 weniger als im Vorjahresmonat. 

 

SGB III         - 7,6 Prozent

SGB II          - 7,2 Prozent

 

Stellenmarkt

 

Im Dezember wurden dem Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter 502 neue Arbeitsangebote gemeldet. Insgesamt betreuen die Vermittlerinnen und Vermittler aktuell 2.269 offene Arbeitsstellen.

 

Die größte Nachfrage stammt aus dem verarbeitenden Gewerbe (370), dem Gesundheits- und Sozialwesen (281), aber auch dem Gastgewerbe (214) und dem Handel mit 226 Offerten.

 

Die Arbeitgeber bieten fast ausschließlich (98,1 Prozent) sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, meist zur sofortigen Besetzung (89,9 Prozent) und in Vollzeit (85,9 Prozent). Bei 1.950 Offerten (85,9 Prozent) handelt es sich um unbefristete Stellen.

 

Ausblick

 

Für die ersten Monate des Jahres rechnet der Agenturchef noch einmal mit einem saisonal bedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit. „Die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften ist ungebrochen“, so Wegner. Aufgrund der anhaltend guten wirtschaftlichen Entwicklung rechnet er für 2020 mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen.