16.04.2020 | Presseinfo Nr. 22

Trotz Corona-Auswirkungen an berufliche Zukunft denken

Aber erste Lockerungen wurden bereits bekannt gegeben und es wird auch eine Zeit nach den Corona-Einschränkungen geben“, so Andreas Wegner, Chef der Arbeitsagentur Greifswald.

Insbesondere Unternehmen in sogenannten systemrelevanten Branchen, wie dem Lebensmittelhandel, der Landwirtschaft, Lebensmittelproduktion oder dem Gesundheitswesen, suchen dringend Fachkräftenachwuchs. Aber auch viele andere Branchen seien mit Blick auf die Normalisierung der Wirtschaftstätigkeit und künftige Fachkräftebedarfe weiter auf der Suche nach Auszubildenden. „Wir haben bisher nur vereinzelt Stornierungen und sogar einige neue Stellenmeldungen erhalten“, so Wegner. In Vorpommern-Greifswald gibt es aktuell 1.169 freie betriebliche Ausbildungsstellen.  

 

Die aktuelle Situation ist insbesondere für Schülerinnen und Schülern in den Abschlussklassen sicherlich nicht einfach: Der Schulbetrieb findet nicht wie gewohnt statt, Prüfungen werden verschoben. „Die zukünftigen Schulabsolventen sollten dennoch ihre berufliche Zukunft nicht aus dem Blick verlieren und die Zeit auch nutzen, um sich zu informieren. Denn welche Möglichkeiten junge Menschen tatsächlich haben, das wissen nur die wenigsten“, so Wegner. Immerhin stehen rund 400 Ausbildungsberufe und über 19.000 Studienmöglichkeiten zur Auswahl. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Ausbildung als Bühnenmaler*in, Präzisionswerkzeugmechaniker*in, Technische/r Produktdesigner*in oder Brauer*in und Mälzer*in? Die Berufsberatung hilft dabei, herauszufinden, welche Berufe zu den jeweiligen Stärken und Talenten passen und unterstützt auch bei der Suche nach passenden Ausbildungsstellen. Um jungen Menschen, deren Berufswunsch noch nicht feststeht oder deren Bewerbungen bisher erfolglos waren, zu unterstützen, bietet die Arbeitsagentur aktuell Telefontermine an. Sie können unter 03834 517 112 oder via E-Mail an Greifswald.Berufsberatung@arbeitsagentur.de vereinbart werden.

 

Die Agentur für Arbeit bietet darüber hinaus viele ihrer Dienstleistungen auch online oder als App an. Es gibt spezielle Angebote für Ausbildungsuchende und Studieninteressierte, wie beispielsweise das Selbsterkundungstool. „Mit dem Selbsterkundungstool können Jugendliche testen, welches Studium oder welcher Ausbildungsberuf zu ihnen passt. Anhand von verschiedenen Fragen und Aufgaben werden die individuellen Stärken ermittelt, um herauszufinden, mit welchen der vielen Ausbildungsberufe und Studienfelder man sich näher beschäftigen sollte“, erläutert Wegner.